Skip to main content

Deine Camper-Vermietung

Camping in Bayern

Spontaner Roadtrip durchs bayerische Voralpenland

Wie bekomme ich meine Familie dazu, mit mir endlich einen Roadtrip mit einem Camper zu machen? Frank hat erfolgreich Überzeugungsarbeit geleistet: also spontan Camper gemietet und losgefahren. Am Ende waren sich alle einig, dass die Idee von Frank eine sehr gute war. Aber fangen wir mal von vorne an …

roadtrip bayern roadsurfer

Autor: Frank Horlbeck

Und wie überzeuge ich denn jetzt meine Frau?

„Wie jetzt, Camping???“ Lauter Aufschrei, entsetzter Blick, ungläubiges Kopfschütteln. Es ist als ich hätte ich meiner Frau den wohl unsinnigsten Vorschlag der Woche präsentiert. „Nein, nicht zelten, ich meine mit dem Campingbus…“, versuche ich wieder ein wenig Boden zu gewinnen. Aber der nächste Gegenschlag versetzt mich dann direkt wieder matt: „Auf einem völlig überfüllten Campingplatz?“

Die Reiseroute vom Wetter empfohlen

Gut, das war gerade kein überzeugender Auftritt von mir, wir haben August, also Hochsaison, und vermutlich war der Kopf doch zu vollgepackt mit den verklärt-romantischen Bildern des alten blauen T4, mit den Impressionen von der legendären zweimonatigen Route durch Ex-Jugoslawien bis nach Süd-Griechenland, von den zahllosen Frankreich-Trips, und nicht zu vergessen die spontanen Festival-Fahrten. Selbst schuld wer alte Fotoalben im Keller wiederentdeckt und reinblättert, anstatt denselben aufzuräumen.

Und da wären schon ein paar Jahre vergangen, seit der Camper mit dem guten alten Westfalia-Ausbau durch halb Europa fuhr, nun steht der auch praktische Familien-Caddy vor der Tür, aber warum denn eigentlich nicht: Sternenhimmel über dem Bett, Cappuccino morgens in der Bar, Reiseroute einfach vom Wetterbericht empfohlen? Und warum denn weiter in der Hauptsaison so viele Euros den Reiseveranstaltern buchstäblich in den Rachen werfen?


Ein Plan für den Sommer muss her? Warum nicht Camping in Bayern?

roadtrip bayern roadsurfer

Nein, entweder jetzt bald oder als Pauschaltourist sein Leben verbringen müssen. Allein: Wie überzeuge ich meine Frau? Aber so ganz sicher war ich mir dann doch nicht, ob ich sie in grauer Jogginghose morgens über den Campingplatz schlurfen sehen möchte.

Also erstmal die Kinder überzeugt: das geht natürlich ehrlicherweise schnell und auch sogar schon im Winter. Ich habe einfach die alten Iglu-Zelte von unseren Rucksackreisen im Wohnzimmer aufgebaut und dann wurde sehr romantisch vor dem Kaminfeuer übernachtet. Das hat natürlich meine Frau noch nicht wirklich für das Revival eines echten sommerlichen Camping-Urlaubes überzeugt, aber schon mal die Stimmung Richtung Sternenhimmel gebracht. Naja, ein wenig schon…

Kein Widerstand mehr von der besseren Hälfte

Aber die Wiederholungsvariante im Hochsommer Ende Juni im Garten samt Familien-Besuch und allen Cousinen und Cousins (im Alter von zwei bis sechs) war dann doch der erhoffte Startschuss: auch wenn sich die Mütter durchgesetzt hatten und für die Kleinen noch echte Matratzen aus den Betten herbeigeschleppt wurden. Die Spur war gelegt: „Und jetzt müssen wir mal an einen See fahren und dort zelten. Und wir könnten ja auch einen Campingbus mitnehmen – Camping in Bayern!“ Die Kids waren sich da sofort einig, prima Sache und wider Erwarten kein vernehmbarer Widerstand mehr von meiner besseren Hälfte. Das hätte mich allerdings stutzig machen sollen.

Gesagt, getan: Zwischenmiete war das Zauberwort bei roadsurfer. Also eine kleine Buchungslücke zwischen zwei längeren Mietzeiten. Freitagmittag abholen, Montagmittag zurück. Wir lassen die Massen auf der A9 am Nachmittag Richtung Süden durchfahren, ich versuche zwischen zwei im Bus kletternden Kindern die Klamotten zu verstauen, schlichte den ersten Streit wer denn nun oben schlafen darf und am Abend endlich raus aus München, ganz staufrei bis Richtung Staffelsee bei Murnau.

„Wir können auch einen Campingbus nehmen!“

roadtrip bayern roadsurferroadtrip bayern roadsurfer

Und in der Tat gibt es sogar noch zwei freie Plätze mit Stromanschluss im ruhigen Bad Kohlgrub. Das Abendessen ist als Brotzeit dabei, im Kühlfach stecken Bier und Milch. Warum also in die Ferne schweifen, wenn es hier schon einen freien Platz gibt? Auf Knopfdruck ist das Dach wieder aufgestellt und schon ist zur Freude der unmittelbaren Camper-Nachbarn auch der Streit neu entfach: „Papa, wer schläft denn jetzt oben? Ich?  – Nein Ich!“ – Also schnell eine Verlosung für die Kids, Tränen bei der Großen trocken und dann eine glatte Überraschung: „Hier ist echt viel Platz und der Blick in den Himmel, wunderschön!“ Meine Frau scheint ein wenig Gefallen an dem Spontan-Trip zu bekommen. Gut so! Draußen noch schnell das Wurf-Zelt vor den Bulli, damit die Kindersitze drinnen nicht unnötig Platz wegnehmen. Gute Nacht!

Während die Nachbar-Wohnmobile um uns herum schon frühstücken, geht es bei uns noch ganz gemütlich zu: Bücher vorlesen, eine Höhle für die Kleinen, und da ich trotz natürlich toller Planung feststellen muss, dass der Kaffee schlicht zu Hause vergessen wurde, geht es kurzerhand zum Frühstücksbuffet im benachbarten Hotel: alles lecker, alles da und alles bio. Alles faul, denke ich dagegen. Aber richtige Entscheidung: einen Prosecco hätte ich ja auch nicht dabei gehabt (aber das nächste Mal ganz sicher) und nach dem langen  Frühstück ist ein Mittagessen schier unmöglich.

Mit der Bergbahn auf das Hörnle

roadtrip bayern roadsurfer

Und die Kids haben den großen Spielplatz im Garten entdeckt: Mama und Papa sitzen relaxt auf der Bank. So sieht ein entspanntes Wochenende aus! Aber dann ruft doch endlich das Abenteuer: die alte Bergbahn auf das Hörnle im Voralpenland ist zwar schon in die Jahre gekommen, aber noch immer eine echte Mutprobe: man sitzt auf alten, ein bisschen wackligen Holzsesseln, ist nicht (!) angeschnallt, hat nur einen kleinen Eisenklappverschluss wie an einer Babyschaukel und schwebt aber so hoch über die Bäume und Täler auf den Berg.

„Das sind doch Kühe!“

Die Kleine ist ganz begeistert, Papa legt den lieber Arm um sie und betet, dass die Fahrt nicht so lange geht, denn eine Dreijährige rutscht natürlich im Sitze herum und beugt sich auch mal unversehens nach vorne… Gute 15 Meter über dem Hang, jetzt wäre eine Kletterausrüstung mit Verbindung zu mir nicht das Schlechteste. Vor uns winken die Große und die Mama. Also immer weiter schön spannende Geschichten erzählen, und ruhig sitzen bleiben: „Guck mal da sind doch Kühe!“ sagt sie plötzlich unvermittelt und dreht sich wild nach hinten und beugt sich runter! Ups, gerade noch festgehalten. Dagegen war das Wandern am Abhang und das Klettern später am Berg wahrlich kein Abenteuer mehr.


Am Staffelsee den Sandstrand genießen

Zurück im Tale wird es heiß: Ab zum Baden ins Strandbad am Staffelsee mit dem besten Sandstrand im Voralpenland. Keine störenden Steine und ein Sprungturm mitten im See.  Und der Bulli steht auf dem Parkplatz im Schatten am Fussballverein gegenüber. „Echte“ Wohnmobile dürfen da laut Schild nicht hin. Für die bleibt nur eine lange Wanderung vom Parkplatz am Bahnhof von Murnau. Bulli und ich sammeln also fleißig weiter Pluspunkte – kalte Getränke aus der Bord-Kühlbox machen ebenfalls Eindruck auf meine bessere Hälfte.

Camping in Bayern: Wer schläft oben und wer unten?

Zweite Nacht wieder zurück nach Bad Kohlgrub: diesmal der Platz mit direktem Blick auf die Landewiese der Gleitschirmflieger. Kein eigentlich zu erwartendes Kindergemecker wegen fehlender  Sandmann-Sendungen auf KIKA. Im Gegenteil: Nudeln mit Tomatensoße sind der Renner. Und schon ist der Streit wer oben und wer unten schlafen darf wieder voll losgebrochen.


Stellplatz mit unglaublichem Panorama

roadtrip bayern roadsurfer

Und auch am nächsten Tag neue ungeahnte Möglichkeiten: Das Münter-Haus, die Geburtsstätte der Künstlervereinigung „Blauer Reiter“ – diesmal keine Schlange, wir hatten ja auch keine weite Anfahrt. Und am Nachmittag: Schloss Linderhof ganz entspannt kurz vor Schluss, also nicht Anstehen in der Mittagshitze, keine überfüllten Räume, die Touristenmassen mit den Reisebussen schon längst wieder weg. Danach ist die Pizzeria aber auch nicht weit und der Stellplatz mit dem unglaublichen Panorama bei Oberammergau schnell erreicht.

Einmal noch Riesenschnitzel, bitte!

Am nächsten Morgen ein diesmal kurzes Müsli-Frühstück und schon geht es durch die Berge zum Achensee Richtung Tirol. Am Nachmittag wollen wir vor der Masse der Münchner Sonntagsausflügler wieder zurück in den heimatlichen Hafen einlaufen. Doch da habe ich glatt die Rechnung ohne die neuen fanatischen Camping-Damen gemacht: der Rückweg wird rausgezögert, doch nochmal Pony reiten am Magdalenenhof, schon ist der Sonnenuntergang bei Nussdorf im vollen Gange und natürlich gerne lecker Essen beim dortigen und sehr legendären Schneiderwirt (mit den unglaublichen Riesenschnitzeln). Tja, und dann doch lieber noch eine Nacht in den Bergen dranhängen und dafür ganz früh am Montag-Morgen zurück. Denn ausgeräumt ist schnell, an der Tankstelle noch rasch geputzt und ausgesaugt, und Gott sei Dank noch die Kuschel-Robbe im Schrank ganz unten entdeckt!

Cool: Eine Klimaanlage hinten!

roadtrip bayern roadsurfer

Fazit: Das Bett oben (mit Lattenrost), auch die Außendusche, der viele Stauraum, der Tisch zum Malen für die Kids bei der Fahrt, entspanntes Reisen ohne die Hauptverkehrszeiten, denn weder Stauzeiten noch unsinnig lange Fahrten müssen sein, und die Klimaanlage für hinten, die hat nicht mal unser Familien-Caddy, meint meine Frau. Und ich glaube, ich höre da auch eine deutliche Zustimmung für die nächste Ausfahrt.

Camping in Bayern? Das gibt es ab jetzt häufiger!

Und den Wochenend-Trip in die Berge, den wir schon vor den Kindern so liebten, den wird es jetzt damit öfter geben können – ohne teure Übernachtungen (die man in der Hauptsaison weder noch bekommt noch überhaupt dann bezahlen möchte) und ohne super frühe und anstrengende Anfahrt mit sonst verständlicherweise nörgelnden Kindern. Dann lieber wieder kurz streiten, wer oben und wer unten schläft!


„Nach Legoland und da übernachten!“

Und wie war das doch gleich wieder auf der Rückfahrt? Frage an die Kids: „Und wo fahren wir am nächsten Wochenende hin?“ Erstmal Stille. Nach kurzer Überlegung kam es von hinten: „Nach Legoland und gleich dort abends übernachten. Und noch einen Tag bleiben und nochmal ins Legoland!“ Puuh, klingt nicht wirklich romantisch. Aber selbst schuld wer Begehrlichkeiten weckt!

Beim guten Wein in die Sterne schauen

Ach ja: Mama in Jogginghose gab es übrigens dann doch nicht, und auch nicht beim nächsten Mal (sie hat nämlich gar keine), und wenn man die Kids zusammen nach oben ins Bett packt, gibt es gar keinen Streit und dann kann man sogar wie früher abends noch in Ruhe draußen sitzen und beim guten Wein in die Sterne schauen…

Jetzt roadsurfer mieten!

Verfügbarkeit prüfen!