Roadtrip Europa und Nordamerika: Die 10 schönsten Routen mit dem Camper
Sarah Klein • Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2026 • Lesezeit: 13 Minuten
Unsere Lieblingsrouten diesseits und jenseits des Atlantiks
Roadtrip Europa oder doch einmal quer durch Nordamerika? Manche Traumstraßen beginnen fast vor deiner Haustür, für andere steigst du in den Flieger. Wir haben die fünf schönsten Routen für Camper und Wohnmobil in Europa und die fünf schönsten in Nordamerika für dich ausgewählt: von Norwegens Fjorden über die Toskana bis zur Pazifikküste, zum Grand Canyon und zu den Florida Keys. Jede Route startet an einer roadsurfer-Station, du kannst also direkt losfahren. Zu jeder Route bekommst du einen Etappenplan, Dauer, Strecke, beste Reisezeit und unseren wichtigsten Praxistipp.
Welche Roadtrips in Europa und Nordamerika lohnen sich am meisten?
In Europa sind die Fjorde Norwegens, die Bretagne, die Toskana, der Gardasee und Andalusien unsere Top 5. In Nordamerika führen die Pazifikküste von Seattle nach San Francisco, die Route zum Grand Canyon und ins Monument Valley, Colorado, die kanadischen Rocky Mountains und der Overseas Highway nach Key West die Liste an. Für die meisten Routen solltest du 7 bis 14 Tage einplanen.
| Route | Start (roadsurfer-Station) | Dauer | Beste Reisezeit |
|---|---|---|---|
| Norwegens Fjorde | Bergen | 10–14 Tage | Juni–August |
| Bretagne | Nantes | 10–12 Tage | Mai–September |
| Toskana | Florenz | 7–9 Tage | April–Juni, Sept.–Okt. |
| Gardasee | Bergamo | 7 Tage | Mai, Juni, September |
| Andalusien | Sevilla | 10–12 Tage | März–Mai, Sept.–Okt. |
| Pazifikküste Seattle – San Francisco | Seattle | 10–14 Tage | Juni–September |
| Grand Canyon & Monument Valley | Phoenix | 14 Tage | März–Mai, Sept.–Nov. |
| Colorado | Denver | 12–13 Tage | Juni–September |
| Kanadische Rockies | Calgary | 7–10 Tage | Juni–September |
| Overseas Highway | Miami | 7 Tage | Dezember–April |
Die 5 schönsten Roadtrips in Europa
Fjorde, Klippen, Weinberge und maurische Paläste: Diese fünf Routen zeigen Europa von seiner abwechslungsreichsten Seite, und alle starten an einer roadsurfer-Station.
Route 1: Norwegens Fjorde und die Trollstigen ab Bergen
Norwegen mit dem Wohnmobil ist ein Roadtrip wie aus dem Bilderbuch. Auf dieser Runde ab Bergen fährst du an zwei UNESCO-Fjorden entlang, über die höchste Passstraße Nordeuropas und die berühmteste Serpentinenstraße des Landes. Die Fähren über die Fjorde sind dabei kein Umweg, sondern oft die schönsten Momente der Reise.
Auf einen Blick:
- Start: roadsurfer Abholstation Bergen
- Dauer: 10–14 Tage
- Strecke: ca. 1.300 km (Rundreise)
- Beste Reisezeit: Juni bis August – die Passstraßen öffnen meist erst Ende Mai
Dein Etappenplan:
- Tag 1–2, Bergen: Bummel über die Hanseatische Hafenzeile Bryggen und mit der Fløibanen auf den Hausberg
- Tag 3–4, Flåm: Über Voss an den Aurlandsfjord, einen Seitenarm des Sognefjords. Vom Aussichtspunkt Stegastein schaust du 650 Meter tief auf das Wasser
- Tag 5–6, Sognefjell und Lom: Über das Sognefjell, die höchste Passstraße Nordeuropas, ins Bergdorf Lom mit seiner Stabkirche
- Tag 7–8, Geiranger: Der Geirangerfjord gehört zum UNESCO-Welterbe. Danach geht es über die Trollstigen mit ihren elf Haarnadelkurven nach Åndalsnes
- Tag 9–10, Atlantikstraße: Zwischen Molde und Kristiansund fährst du auf rund acht Kilometern von Insel zu Insel
- Tag 11–13, zurück nach Bergen: Entlang der Küste mit mehreren Fährüberfahrten zurück zur Station
Gut zu wissen: Passstraßen wie die Trollstigen können auch im Sommer kurzfristig gesperrt sein, etwa wegen Steinschlag-Arbeiten oder schlechtem Wetter. Schau vor der Fahrt beim norwegischen Straßenverkehrsamt Statens vegvesen nach dem aktuellen Status.
Route 2: Die Bretagne ab Nantes
Steilküsten, Leuchttürme, Crêpes und Salzwiesen: Die Bretagne ist Frankreichs wildeste Ecke. Wenn du die Bretagne mit dem Wohnmobil erkundest, startet und endet die Runde an unserer Station in Nantes. Dazwischen fährst du einmal quer durch die Region, von der Altstadt in Rennes bis an das Ende der Welt bei Brest, wie die Bretonen den äußersten Westen nennen.
Auf einen Blick:
- Start: roadsurfer Abholstation Nantes
- Dauer: 10–12 Tage
- Strecke: ca. 800 km (Rundreise)
- Beste Reisezeit: Mai bis September
Dein Etappenplan:
- Tag 1, Nantes: Das Schloss der Herzöge der Bretagne und die überdachte Einkaufspassage Passage Pommeraye
- Tag 2, Rennes: Fachwerkhäuser in der Altstadt und samstags der Lices-Markt, einer der größten Märkte Frankreichs
- Tag 3–4, Saint-Brieuc: Wilde Küste, frischer Fisch am Hafen Le Légué. Ein Abstecher an die rosa Granitfelsen der Côte de Granit Rose lohnt sich
- Tag 5, Roscoff: Hübsches Hafenstädtchen, von dem aus du mit der Fähre zur autofreien Île de Batz übersetzt
- Tag 6–7, Brest: Mit der Seilbahn über den Fluss Penfeld und von hier aus Ausflüge an die Klippen des Finistère
- Tag 8–9, Vannes: Mittelalterliche Stadtmauern und Bootsausflüge in den Golf von Morbihan
- Tag 10, Guérande: In den Salzgärten siehst du, wie das berühmte Fleur de Sel geerntet wird, dann geht es zurück nach Nantes
Gut zu wissen: Die Schnellstraßen in der Bretagne sind mautfrei. An der Küste ist der Unterschied zwischen Ebbe und Flut enorm, schau also vor Strandwanderungen in den Gezeitenkalender.
Route 3: Die Toskana ab Florenz
Zypressenalleen, Weinberge und Städte auf Hügelkuppen: Die Toskana mit dem Wohnmobil ist die genussvollste Route auf unserer Liste. Die Distanzen sind kurz, du verbringst also mehr Zeit an der Weinbar als hinterm Steuer.
Auf einen Blick:
- Start: roadsurfer Abholstation Florenz
- Dauer: 7–9 Tage
- Strecke: ca. 550 km (Rundreise)
- Beste Reisezeit: April bis Juni sowie September und Oktober zur Weinlese
Dein Etappenplan:
- Tag 1–2, Florenz: Dom, Ponte Vecchio und der Sonnenuntergang am Piazzale Michelangelo
- Tag 3, Chianti: Auf der Chiantigiana, der SR 222, über Greve und Castellina, mit Weinprobe direkt beim Winzer
- Tag 4, San Gimignano: Die Geschlechtertürme sind schon von Weitem zu sehen
- Tag 5, Siena: Die muschelförmige Piazza del Campo und der gestreifte Dom
- Tag 6–7, Val d’Orcia: Pienza, Montepulciano und das Thermaldorf Bagno Vignoni. Die Landschaft gehört zum UNESCO-Welterbe
- Tag 8–9, Lucca und Pisa: Einmal mit dem Rad über die Stadtmauer von Lucca, dann zum Schiefen Turm und zurück nach Florenz
Gut zu wissen: In fast allen Altstädten gibt es ZTL-Zonen, in die du nur mit Genehmigung hineinfahren darfst. Kameras erfassen jedes Kennzeichen. Park deinen Camper lieber auf einer Area di Sosta am Ortsrand und lauf das letzte Stück.
Route 4: Einmal rund um den Gardasee ab Bergamo
Der Gardasee ist der perfekte Roadtrip für alle, die wenig fahren und viel erleben wollen. Im Norden ragen die Berge direkt aus dem Wasser, im Süden warten Strände, Weinberge und Badeorte. Von unserer Station in Bergamo bist du in gut einer Stunde am Südufer und in rund zwei Stunden in Riva del Garda, wo die Runde beginnt.
Auf einen Blick:
- Start: roadsurfer Abholstation Bergamo
- Dauer: 7 Tage
- Strecke: ca. 350 km inklusive An- und Abfahrt
- Beste Reisezeit: Mai, Juni und September
Dein Etappenplan:
- Tag 1, Riva del Garda: Die Uferpromenade und der Aufstieg zum venezianischen Wehrturm Il Bastione
- Tag 2, Malcesine: Mit der Seilbahn auf den Monte Baldo, oben hast du den ganzen See im Blick
- Tag 3, Torri del Benaco: Kleine Scaliger-Burg direkt am Hafen
- Tag 4, Lazise: Mittelalterliche Stadtmauern und eine der schönsten Uferpromenaden des Sees
- Tag 5, Peschiera und Sirmione: Auf der Halbinsel Sirmione liegen die Ruinen einer römischen Villa, die Grotte di Catullo
- Tag 6, San Felice del Benaco: Ruhiges Westufer mit Blick auf die Isola del Garda
- Tag 7, Gargnano und Limone: Zitronengärten und die Panoramastraße hoch nach Tremosine, dann zurück nach Bergamo
Gut zu wissen: Camping am Gardasee ist im Juli und August heiß begehrt. Buch Campingplätze am Ostufer dann rechtzeitig, oder weich auf die ruhigere Westseite aus.
Route 5: Andalusien ab Sevilla
Flamenco, maurische Paläste und weiße Dörfer: Andalusien ist Spanien in Reinform. Diese Rundreise durch Andalusien startet an unserer Station in Sevilla und führt dich bis in die einzige Wüste Europas bei Almería.
Auf einen Blick:
- Start: roadsurfer Abholstation Sevilla – Ziel: Almería, Rückfahrt zur Station in Málaga
- Dauer: 10–12 Tage
- Strecke: ca. 900 km
- Beste Reisezeit: März bis Mai sowie September und Oktober
Dein Etappenplan:
- Tag 1–2, Sevilla: Die Kathedrale mit der Giralda, der Alcázar und die Plaza de España
- Tag 3, Cádiz: Eine der ältesten Städte Europas, mit dem Stadtstrand La Caleta mitten in der Altstadt
- Tag 4–5, Ronda: Die Puente Nuevo spannt sich fast 100 Meter hoch über die Tajo-Schlucht
- Tag 6–7, Málaga: Picasso-Museum, Hafen und die maurische Festung Gibralfaro
- Tag 8–9, Granada: Die Alhambra ist das Highlight der ganzen Reise
- Tag 10–11, Almería: Die Tabernas-Wüste, in der Westernfilme gedreht wurden, und die wilden Buchten im Naturpark Cabo de Gata
Gut zu wissen: Tickets für die Alhambra sind oft Wochen im Voraus ausverkauft, buch sie direkt nach deinem Camper. Im Hochsommer wird es im Landesinneren über 40 Grad heiß. Ob du den Camper in Málaga zurückgeben kannst, siehst du bei der Buchung.
Unser Tipp: Im Juli und August sind beliebte Campingplätze am Gardasee, in der Toskana und an der Küste Andalusiens schnell voll. Wenn du im Mai, Juni oder September fährst, hast du mehr Platz, angenehmere Temperaturen und oft günstigere Preise.
Die 5 schönsten Roadtrips in Nordamerika
Ob Roadtrip USA oder Kanada, der lange Flug lohnt sich: In den USA und Kanada sind die Distanzen größer, die Campingplätze großzügiger und die Nationalparks schlicht riesig. Auch diese fünf Routen starten an roadsurfer-Stationen.
Route 1: Die Pazifikküste von Seattle nach San Francisco
Regenwald, Leuchttürme und die höchsten Bäume der Welt: Diese Route zeigt dir eine Seite der US-Westküste, die viele gar nicht kennen. Von Seattle geht es durch Washington, an der wilden Küste Oregons entlang und durch die Redwood-Wälder Nordkaliforniens bis nach San Francisco.
Auf einen Blick:
- Start: roadsurfer Abholstation Seattle – Ziel: San Francisco
- Dauer: 10–14 Tage
- Strecke: ca. 1.700 km (einfache Strecke)
- Beste Reisezeit: Juni bis September
Dein Etappenplan:
- Tag 1, Seattle: Pike Place Market und der Blick auf die Skyline vom Kerry Park
- Tag 2–3, Olympic-Halbinsel: Treibholz am Ruby Beach und der Quinault-Regenwald, einer der wenigen gemäßigten Regenwälder der Welt
- Tag 4, Astoria: Hafenstadt an der Mündung des Columbia River, das Schiffswrack Peter Iredale im Fort Stevens State Park
- Tag 5–6, Newport: Leuchtturm am Yaquina Head und das Oregon Coast Aquarium
- Tag 7, Bandon und Coos Bay: Felsnadeln am Strand und die Oregon Dunes, bis zu 150 Meter hohe Sanddünen
- Tag 8–9, Crescent City und Eureka: Die Redwoods im Jedediah Smith Redwoods State Park und die Avenue of the Giants
- Tag 10, San Francisco: Über die Golden Gate Bridge in die Stadt, vorher ein Stopp im Muir Woods
Gut zu wissen: Die Route ist eine Einwegstrecke zwischen zwei Stationen. Ob du in San Francisco zurückgeben kannst, siehst du bei der Buchung. Wer noch Zeit hat, fährt von dort weiter auf dem Pacific Coast Highway (Highway 1) nach Süden.
Route 2: Grand Canyon und Monument Valley ab Phoenix
Rote Felsen, endlose Weite und einer der spektakulärsten Canyons der Welt: Diese Rundreise ist pures Westernkino. Sie startet und endet an unserer Station in Phoenix.
Auf einen Blick:
- Start: roadsurfer Abholstation Phoenix
- Dauer: 14 Tage
- Strecke: ca. 1.300 km (Rundreise)
- Beste Reisezeit: März bis Mai sowie September bis November
Dein Etappenplan:
- Tag 1–3, Phoenix: Der Desert Botanical Garden mit seinen riesigen Kakteen und Sonnenuntergang am Dobbins Lookout
- Tag 4–5, Sedona: Rote Sandsteinfelsen, Wanderung zur Devils Bridge und Baden im Slide Rock State Park
- Tag 6–7, Grand Canyon: Am South Rim reiht sich ein Aussichtspunkt an den nächsten, unser Favorit zum Sonnenuntergang ist der Hopi Point
- Tag 8–9, Williams: Kleinstadt an der historischen Route 66 mit Diners und Neonschildern
- Tag 10–12, Monument Valley: Die Tafelberge aus unzähligen Westernfilmen, am besten vom Artist’s Point oder auf dem Wildcat Trail
- Tag 13–14, zurück nach Phoenix: Auf dem Rückweg lohnt ein Stopp am Horseshoe Bend bei Page
Gut zu wissen: Das Monument Valley liegt auf dem Gebiet der Navajo Nation und ist kein Nationalpark, der Eintritt wird dort separat bezahlt. Im Sommer wird es in Phoenix oft über 40 Grad heiß.
Route 3: Colorado ab Denver
Colorado ist unser Geheimtipp unter den US-Routen: Bergseen auf über 3.000 Metern, Westernstädtchen und die höchsten Sanddünen Nordamerikas. Die Runde startet und endet an unserer Station in Denver.
Auf einen Blick:
- Start: roadsurfer Abholstation Denver
- Dauer: 12–13 Tage
- Strecke: ca. 1.300 km (Rundreise)
- Beste Reisezeit: Juni bis September
Dein Etappenplan:
- Tag 1–2, Denver: Union Station, Washington Park und das bunte Kunstprojekt Meow Wolf
- Tag 3, Fort Collins: Altstadt aus dem 19. Jahrhundert und Kajakfahren auf dem Horsetooth Reservoir
- Tag 4–6, Rocky-Mountain-Nationalpark: Wanderung zum Dream Lake und Emerald Lake, Wapitis im Moraine Park
- Tag 7–8, Aspen: Mit der Silver Queen Gondel auf den Aspen Mountain
- Tag 9–11, Great-Sand-Dunes-Nationalpark: Sandboarden auf den Dünen und im Frühsommer Baden im Medano Creek
- Tag 12–13, zurück nach Denver: Ein letzter Abend in einer der vielen Brauereien der Stadt
Gut zu wissen: Für den Rocky-Mountain-Nationalpark brauchst du im Sommer meist ein Zeitfenster-Ticket, das du vorab online reservierst. Der Independence Pass bei Aspen ist im Winter gesperrt und für sehr lange Fahrzeuge nicht erlaubt.
Route 4: Roadtrip Kanada – die Rocky Mountains von Calgary nach Vancouver
Türkisblaue Gletscherseen, Gipfel über 3.000 Meter und mit etwas Glück ein Bär am Straßenrand: Die kanadischen Rockies sind ein Traum für jeden Camper-Roadtrip. In einer Woche fährst du von den Bergen bis an den Pazifik.
Auf einen Blick:
- Start: roadsurfer Abholstation Calgary – Ziel: Vancouver
- Dauer: 7–10 Tage
- Strecke: ca. 1.000 km (einfache Strecke)
- Beste Reisezeit: Juni bis September
Dein Etappenplan:
- Tag 1, Calgary: Einkaufen, Vorräte auffüllen und los Richtung Berge
- Tag 2, Banff: Der Banff-Nationalpark beginnt nur gut eine Stunde von Calgary entfernt
- Tag 3, Lake Louise: Kanadas berühmtester See. Zum Moraine Lake kommst du nur mit dem Shuttle, für Privatfahrzeuge ist die Straße gesperrt
- Tag 4, Golden: Wildwasser, Wanderwege und über den Rogers Pass weiter nach Westen
- Tag 5, Sicamous: Die Hausboot-Hauptstadt Kanadas am Shuswap Lake
- Tag 6, Harrison Hot Springs: Entspannen in den heißen Quellen
- Tag 7, Vancouver: Stanley Park und Granville Island zum Abschluss
Gut zu wissen: Wenn du ein paar Tage mehr hast, fahr ab Lake Louise auf dem Icefields Parkway Richtung Jasper: 232 Kilometer an Gletschern und Seen entlang. Unsere Station in Calgary ist vom 1. November bis 30. April geschlossen.
Route 5: Der Overseas Highway von Miami nach Key West
Der Overseas Highway ist die wohl ungewöhnlichste Straße auf unserer Liste: Auf rund 180 Kilometern verbindet er das Festland über 42 Brücken mit Key West, der südlichsten Stadt der kontinentalen USA. Mit einer Woche ist das der kürzeste Trip auf unserer Liste.
Auf einen Blick:
- Start: roadsurfer Abholstation Miami Dauer: 7 Tage
- Strecke: ca. 520 km (hin und zurück)
- Beste Reisezeit: Dezember bis April
Dein Etappenplan:
- Tag 1–2, Miami: Art-déco-Fassaden in Miami Beach, Sonnenuntergang am South Pointe Pier
- Tag 3, Key Largo: Schnorcheln an den Korallenriffen im John Pennekamp Coral Reef State Park
- Tag 4, Marathon: Das Turtle Hospital und die Seven Mile Bridge, rund elf Kilometer über türkisfarbenem Wasser
- Tag 5–6, Key West: Ernest Hemingways Haus und der Sonnenuntergang am Mallory Square
- Tag 7, zurück nach Miami: Auf dem Rückweg lohnt ein Abstecher in die Everglades
Gut zu wissen: Von Juni bis November ist Hurrikansaison. Die Campingplätze auf den Keys sind klein und beliebt, buch sie deshalb früh.
Unser Tipp: Wenn du mehrere US-Nationalparks besuchst, rechnet sich fast immer der Jahrespass „America the Beautiful“. Für internationale Gäste gelten seit Januar 2026 allerdings höhere Preise, und in einigen besonders beliebten Parks wie dem Grand Canyon kommt ohne Pass ein Aufschlag dazu. Prüf die aktuellen Gebühren vor der Reise auf der Website des National Park Service.
Wie planst du deinen Roadtrip in Europa oder Nordamerika?
Die wichtigste Frage zuerst: Wie viel Zeit hast du? Für Europa reicht oft schon eine Woche, die Station erreichst du mit Bahn oder Flugzeug. Für Nordamerika solltest du wegen des Langstreckenflugs mindestens zwei Wochen einplanen, von Frankfurt nach San Francisco bist du zum Beispiel rund elf Stunden in der Luft. Diese Punkte klärst du am besten vor der Buchung:
- Reisezeit: Passstraßen in Norwegen und den Rockies sind erst ab Ende Mai frei, in Florida ist von Juni bis November Hurrikansaison.
- Campingplätze: In den US-Nationalparks und in Europas Hochsaison solltest du früh reservieren.
- Einwegmiete: Ob Start- und Rückgabestation unterschiedlich sein können, siehst du direkt bei der Buchung.
- Einreise: Für die USA brauchst du eine ESTA-Genehmigung, für die Einreise per Flugzeug nach Kanada eine eTA.
- Führerschein: Welche Dokumente du für die Abholung brauchst, liest du in unseren FAQs zum Führerschein.
Was ist bei einem Roadtrip in Nordamerika anders als in Europa?
Vor allem die Dimensionen. Die Straßen sind breiter, die Stellplätze großzügiger, und zwischen zwei Highlights liegen schnell 300 Kilometer. In den Nationalparks übernachtest du auf Campgrounds, die oft nur einen Stellplatz, eine Feuerstelle und einen Picknicktisch bieten. Strom und Wasser gibt es längst nicht überall, dafür ist die Natur so weit und wild, wie du sie in Europa kaum findest.
In Europa liegen die Highlights dichter beieinander, die Straßen sind dafür enger. In den Altstädten der Toskana, auf Norwegens Passstraßen und in den Bergdörfern am Gardasee ist ein kompakter Camper klar im Vorteil.
Fazit: Europa oder Nordamerika – wo ist der schönste Roadtrip?
Beides, es kommt darauf an, was du suchst. Wenn du wenig Zeit hast und viel Abwechslung auf kurzen Strecken willst, ist Europa unschlagbar: Fjorde, Klippen, Weinberge und Strände erreichst du ab der nächsten Station. Wenn du endlose Weite, riesige Nationalparks und echtes Roadmovie-Gefühl suchst, lohnt sich der Flug nach Nordamerika. Unser Tipp für den Einstieg: in Europa der Gardasee oder die Toskana, in Nordamerika der Overseas Highway nach Key West.
Häufig gestellte Fragen zu Roadtrips in Europa und Nordamerika
Die Pazifikküste von Seattle nach San Francisco verbindet Regenwald, Steilküste und Redwoods auf einer Strecke. Wenn dich Nationalparks mehr reizen, empfehlen wir die Route ab Phoenix zum Grand Canyon und ins Monument Valley oder die Rundreise durch Colorado.
Plane mindestens zwei Wochen ein. Die Routen selbst dauern 7 bis 14 Tage, dazu kommen der Flug und ein bis zwei Tage, bis der Jetlag verflogen ist. Die Distanzen sind größer als in Europa, deshalb lohnt es sich, nicht jeden Tag weiterzufahren.
Für die meisten Routen sind der späte Frühling, der Frühsommer und der September ideal. In Norwegen, Colorado und den kanadischen Rockies sind die Bergstraßen erst ab Ende Mai oder Juni frei. Florida, Arizona und Andalusien bereist du besser im Winter, Frühjahr oder Herbst, weil der Sommer dort sehr heiß ist.
Bei einigen Routen bietet sich das an, etwa von Seattle nach San Francisco oder von Calgary nach Vancouver. Ob eine Einwegmiete zwischen zwei Stationen möglich ist, siehst du direkt bei der Buchung. Die meisten Routen in diesem Artikel sind Rundreisen und starten und enden an derselben Station.
In der Hochsaison ja, vor allem in den US-Nationalparks: Campgrounds am Grand Canyon oder im Rocky-Mountain-Nationalpark sind oft Monate im Voraus ausgebucht. In Europa reicht außerhalb von Juli und August meist eine Reservierung wenige Tage vorher. Am Gardasee und an den Fjorden solltest du im Sommer trotzdem früher buchen.
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