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Deine Camper-Vermietung

    Camping mit Kindern in SĂŒditalien

    Ein Roadtrip nach Neapel!

    Mit dem Camper die atemberaubende Schönheit der steilen und kurvenreichen AmalfikĂŒste entdecken, das aufregende und quirlige Neapel kennenlernen und auf der vertrĂ€umten Insel Ischia in warmen Thermalquellen relaxen! Das ist ein wahrhafter Traumurlaub in SĂŒditalien, genauer in der Region Kampanien am Golf von Neapel. Geht das wirklich auch mit kleinen Kindern? Ja, hier kommt der Beweis! In diesem Reisebericht erzĂ€hlen wir von Camping mit Kindern in SĂŒditalien.

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    Camping mit Kindern in SĂŒditalien Panorama

    Camping mit Kindern in SĂŒditalien


    SĂŒditalien mit Kindern

    Camping mit Kindern in SĂŒditalien Amalfi

    Wir sind 4. 2 Erwachsene und 2 Kinder, und fĂŒr unseren Familienurlaub haben wir ein Ziel: Im Mai wollen wir Sonne, Strand, Meer und ein bisschen Kultur. Dazu Dolce Vita und Laissez Fair – einfach mal die Seele baumeln lassen, aber eben auch etwas erleben. Kurz gesagt: Ein Urlaub, der den Kids Spaß macht und auch den Erwachsenen ein paar Highlights bietet.

    Schaffen die Kids die lange Reise?

    MĂŒde von mittelmĂ€ĂŸigen Ferienwohnungen zu horrenden Preisen, nahezu unbezahlbaren Kinder-Ressorts mit WasserhĂ€hnen in Clownform. MĂŒde auch von mit „Ipad ruhig gestellten Kindern“ in ĂŒberfĂŒllten Hotels. Wir möchten mal wieder richtig Urlaub in Europa machen und dabei die Welt sehen. Und das ganz flexibel und einfach in einem Campervan. NatĂŒrlich bewegen uns Fragen wie: Schaffen die Kids eine lange Reise? Macht das Spaß auch ohne Spielkameraden? Ist Camping mit Kindern nicht auch fĂŒr uns als Eltern zu anstrengend, schließlich brauchen wir dringend Erholung!

    Camping mit Kindern in SĂŒditalien! Mit dem Campingbus!

    Doch irgendwie treibt uns die Reiselust und die Wahl fĂ€llt schnell auf das kinderfreundliche Italien. Den Gardasee kennen wir jetzt schon ganz gut, die Toskana haben wir schon auf Klassenfahrt erledigt. Nun wollen wir Camping mit Kindern in SĂŒditalien machen! Pizza Napoli, die spannenden Ausgrabungen von Pompeji, der ebenso faszinierende wie bedrohliche Vesuv, der Duft nach Zitronen und die eine abenteuerliche Fahrt auf der Amalfitana von Positano ĂŒber Amalfi nach Ravello. Das alles reizt uns mehr als die Angst vor ĂŒbermĂŒdeten und ĂŒberforderten Kindern. Und unser Fazit ist: Wir werden belohnt, jeglicher Aufwand ist es wert!

    Ein Camper ist die beste Wahl

    Camping mit Kindern in SĂŒditalien
    1. Ein Hotelurlaub und die Anfahrt mit eigenem Auto kommt nicht in Frage, da wir nicht jeden Tag unsere Koffer packen wollen, sondern unser Schneckenhaus mit Schlafmöglichkeit, KĂŒhlschrank und Kochmöglichkeit immer dabei haben möchten. Also kommt fĂŒr uns nur Camping mit Kindern mit Reisemobil in Frage – nicht zuletzt auch aus BudgetgrĂŒnden!
    2. Die Wahl fĂ€llt auf einen kultigen VW Bus – mit Komfort. Der roadsurfer Camper ist klein und wendig und an der AmalfikĂŒste sowie auf Ischia das richtige Reisemobil, da Wohnmobile z.B. auf der Amalfitana und auch auf einigen Straßen auf Ischia per se schon einmal nicht erlaubt sind. Wer also die Schönheit der sorrentinischen Halbinsel und der Insel, auf der auch Angie Merkel regelmĂ€ĂŸig Urlaub macht, wirklich erleben möchte und Campingurlaub machen will, muss sich fĂŒr einen kleinen Campervan entscheiden. Ein klassisches Wohnmobil funktioniert hier nur sehr begrenzt und kostet bei den StraßenverhĂ€ltnissen so manche Nerven.
    3. Der roadsurfer Camper fĂ€hrt zudem – anders als der eigene PKW – klimaneutral. Ein netter und entscheidender Nebeneffekt. Damit ist die Entscheidung, den Camper bei roadsurfer zu mieten, schnell gefallen.

    Camping mit Kindern in SĂŒditalien: Die Highlights

    Tag 1: Die Anreise MĂŒnchen – Florenz – Rom – Neapel – Sorrento

    Wir fahren von MĂŒnchen gegen 17 Uhr abends los und das Ziel unserer ersten Etappe liegt auf der Autostrada del Sole auf der Höhe von Florenz. Die Kids sind nach vier Folgen „Leo Lausemaus“ friedlich eingeschlummert und wir können bei wenig Verkehr viele Kilometer –  ungefĂ€hr die HĂ€lfte der Strecke von 1.100 Kilometern – zurĂŒcklegen. Doch Achtung: Höchstgeschwindigkeit ist in Italien 130 Kilometer pro Stunde und die VideoĂŒberwachung der Autobahnen funktioniert einwandfrei. Wer kein ĂŒberraschendes Ticket will, sei hiermit vorgewarnt!

    Der Urlaub kann beginnen

    Nach einer Nacht auf der Autogrill-Station sind wir frĂŒh wach, holen uns ein warmes Croissant und einen ersten köstlichen italienischen Cappuccino und weiter geht’s mit verschlafenen Kindern an Rom vorbei Richtung Napoli. Zugegeben: die letzten 100 Kilometer nerven, denn der Stau in der einspurigen Straße von Castellamare die Stabia nach Sorrento nach so einer langen Fahrt zerrt an den Nerven. ABER dann: Wir erblicken die Schönheit der sorrentinischen Halbinsel mit ihrer SteilkĂŒste und den bunten WĂŒrfelhĂ€usern und sind im Nu verzaubert. Jetzt nur noch das Lager aufschlagen und der Urlaub kann beginnen.


    Tag 2: Campingplatz Sorrent

    Camping mit Kindern in SĂŒditalien Obst

    Es ist ein herrschaftlicher Blick, der sich von den StellplĂ€tzen auf diesem Campingplatz in Sorrent bietet. Die kurvige Straße dorthin lĂ€sst es erahnen. Man campt ĂŒber den Klippen der SteilkĂŒste mit dem Blick auf den Golf von Neapel vis Ă  vis mit dem beeindruckenden schlafenden Riesen Vesuv. Unseres Erachtens ist dies auch der einzig brauchbare Campingplatz auf der Halbinsel. Er verfĂŒgt ĂŒber einen großen Spielplatz, ein schönes großes Schwimmbad und einen Streichelzoo, ist aber völlig naturbelassen und unaufgeregt gestaltet. Kein Animations-Wahnsinn, kein Anflug von Club-AtmosphĂ€re, im Gegenteil. Das Klima ist sehr entspannt und wir können alles in Ruhe erkunden.

    Tag 3. Ein Stadtbummel zum Hafen!

    Camping mit Kindern in SĂŒditalien Meer Panoram

    Mit dem Campingplatz-Shuttle fĂŒr einen Euro fahren wir den Berg hinunter ins StĂ€dtchen an die große Piazza des Ortes von der es in die breite FußgĂ€ngerzone und zum Hafen, dem Porto di Sorrento, geht. Besonders einladend sind aber auch die kleinen GĂ€sschen, durch die es sich wunderbar Eis essend schlendern lĂ€sst. Die Kinder haben Spaß an den riesigen, ĂŒberdimensionalen Zitronen und Limonen, die es hier an den StĂ€nden zu kaufen gibt und finden immer eine Treppe zum HĂŒpfen, eine Piazza zum Rumtollen oder eine Palme zum Klettern. Nach einem Aperitivo, den Mama und Papa sich im StĂ€dtchen gönnen, kehren wir auch schon zum Pizza essen ein.

    In unserem Camper ist es einfach gemĂŒtlich

    Vom schönen Ausblick verfĂŒhrt, wollen wir erst an den Restaurants im Hafen Platz nehmen, entscheiden uns aber dann doch fĂŒr die Pizzeria Le Grazie in der Innenstadt von Sorrent. Hier sind die Kids sicher vor wilden Vespa-Fahrern und vor dem Fall ins Hafenbecken ????. Le Cozze Ă  la marinara (Miesmuscheln mit Tomatensoße) schmecken hier ebenso köstlich, wie die Pizza Marinara (laut Napolitanern, die einzige wahre Pizza neben der Margherita). Am Abend fallen wir ziemlich mĂŒde in die kuschligen Betten unseres Campers. Das Klima im Mai ist hier hervorragend – wir schlafen wie vier zufriedene Babys.


    Tag 4: Capri – Insel der TrĂ€ume – aber nur fĂŒr manche


    Capri erweckt SehnsĂŒchte, gilt als Paradies des Jetset und der Prominenz und strahlt allein mit seinem Namen schon in die Welt. Die RealitĂ€t sieht allerdings folgendermaßen aus: ÜberfĂŒllte Ausflugsboote, massenhaft viele Tagestouristen, die sich die Standseilbahn Funicolore als Tagesattraktion vorgenommen haben und ĂŒberfĂŒllte Gassen, die höchstes noch fĂŒr 2-5-JĂ€hrige gut zu passieren sind – allerdings das Nimmerwiedersehen der Eltern garantiert. Das einsame Wandererlebnis Capris, das in allen ReisefĂŒhrern so viel besungen wird, können wir an diesem Tag also nicht teilen, dafĂŒr aber immerhin die berĂŒhmte blaue Grotte. Da Camper auf Capri – genauso wie alle anderen privaten PKW – nicht erlaubt sind, entscheiden wir uns fĂŒr das Cabrio-Taxi fĂŒr schlappe 40 Euro zur Grotta Azzura. Die öffentlichen Busse können wir den Kindern nicht zumuten, ohne dass sie entweder zerquetscht oder zertrampelt werden.


    Ein Tagesausflug nach Capri!

    Camping mit Kindern in SĂŒditalien Grotte

    Da wir uns mit einem ausgiebigen Mittagessen (viel mehr kann man auf Capri mit Kindern auch nicht machen) Zeit gelassen haben, kommen wir mit dem „Cabrio“ (tatsĂ€chlich einfach ein oben abgeschnittener Pickup) spĂ€t an der Grotte an und die Schlange ist nur noch mĂ€ĂŸig lang. Wir steigen in das kleine Ruderboot, lassen uns durch einen schmalen Kanal (Achtung Köpfe einziehen!) in die wahrlich leuchtend blaue Grotte schippern, hören ein „O Sole mio“ unseres KapitĂ€ns und werden wieder hinausbugsiert. Hört sich jetzt mĂ€ĂŸig schön an, wahr es aber trotzdem!

    Die Blaue Grotte ist ein Muss

    Das natĂŒrlich leuchtende Blau des Privatpools vom römischen Kaiser Tiberius ließ auch die Kinderaugen staunen. Ganz schön unheimlich war das fĂŒr die Zwerge schon, aber mindestens so faszinierend durch eine Höhle zu fahren! Wir meinen: Das einzige Muss auf Capri mit Kindern ist die Blaue Grotte! Campen auf Capri geht nicht, aber der Tagesausflug (insbesondere der mit Inselrundfahrt) lohnt sich auf jeden Fall. Allein die Landschaft ist was fĂŒrs Auge und das Bootfahren ein super Event fĂŒr die Kinder.

    Tag 5 & 6: Die AmalfikĂŒste mit Camper

    Camping mit Kindern in SĂŒditalien Meer Baum

    Die nĂ€chsten zwei Tage verbringen wir damit, die AmalfikĂŒste zu entdecken. Vorweg sei gesagt: Wir haben die berĂŒhmt-berĂŒchtigte KĂŒstenstraße Amalfitana mit dem Camper bezwungen. In dem stolzen Wissen, dass große Wohnmobile auf der Amalfitana verboten sind – unser kleiner Campervan aber nicht! Dennoch kann man den Camper auch getrost stehenlassen, denn CampingplĂ€tze an der AmalfikĂŒste existieren schlicht und einfach nicht. Und: Alle KĂŒstenorte sind auch bequem mit dem Schiff oder einem Sightseeing-Bus (wer’s mag
) zu erreichen. Wir hingegen wollten die Costiera d‘Amalfi hautnah erleben. Ob wir es empfehlen, sei dahingestellt.

    Viel Angst um unseren Außenspiegel

    In jedem Fall haben wir traumhafte Aussichten genossen, konnten immer anhalten, wann wir wollten, aber haben auch viel geschwitzt – und zwar um das Leben unserer Außenspiegel. Über die italienische Fahrweise wurde schon viel geschrieben und wir wollen in keine Klischee-MĂŒhlen treten, ABER hier erlangt der Wahnsinn Perfektion! Hupen, in der Kurve ĂŒberholen, DrĂ€ngeln, schimpfen – par excellence. Wer keine starken Nerven hat, sollte den Camper auf der Amalfitana nicht bewegen. Zumal ein Weg von 5 Kilometern locker mal 1,5 Stunden dauern kann.


    Hier finden wir auch schöne Souvenirs

    ParkplĂ€tze sind nicht nur rar gesĂ€t sind, es gibt sie schlichtweg nicht (außer fĂŒr Vespas). Voraussetzung fĂŒr die Fahrt ist natĂŒrlich auch, dass die Kinder nicht empfindlich auf kurvenreiches Autofahren reagieren – ansonsten ist das Desaster vorprogrammiert. Das alles mal außen vorgelassen bietet die AmalfikĂŒste Highlights der Extraklasse wie die Villa Ruffalo mit ihrem herrlichen Garten in Ravello, oder den Dom in Amalfi mit seinen steilen Treppen und der bunten Kuppel aus Majolika-Fliesen. Wer schöne sĂŒditalienische Keramik kaufen möchte, sollte das hier tun! Die Obstschale fĂŒr Oma zuhause bekommt ich hier in einer besonders schönen Variante.

    Keine CampingplĂ€tze an der AmalfikĂŒste

    Positano bestimmt vor allen Dingen durch seine schöne aufeinandergetĂŒrmte Lage und die schöne Marina mit herrlichen Restaurants und einem kleinen Strand (eine Seltenheit in der ganzen Region!), an dem die Kinder ein bisschen planschen können. Da es an der AmalfikĂŒste keine CampingplĂ€tze gibt, sind wir an beiden Tagen abends wieder auf unseren Campeggio Fortunata in Sorrent zurĂŒckgekehrt.


    Tag 7 –  9: Vesuv und Pompeji

    Camping mit Kindern in SĂŒditalien Antike

    Camping mit Kindern bedeutet auch, dass wir die Kinder am 7. Tag einfach den ganzen Tag auf dem Spielplatz toben lassen. Ein Tag Pause nach all den EindrĂŒcken tut allen gut. Am frĂŒhen Abend fahren wir mit dem Shuttlebus noch einmal die Klippen hinunter zur Marina Grande, ein kleiner alter Fischerhafen, an dem man herrlich bummeln und essen kann.

    Wann bricht der Vesuv eigentlich wieder aus?

    Am nĂ€chsten Morgen packen wir unsere 7 Sachen und fahren Richtung Pompeji und Vesuv. Wir haben vorher ein schönes kindgerechtes Bilderbuch gekauft, in dem Rekonstruktionen der AusgrabungsstĂ€tten abgebildet sind und besonders unsere Große zeigt sich ganz interessiert am Leben der Römer. Mehr aber noch an der großen Katastrophe des Vesuvausbruchs im Jahre 79 n. Chr. NatĂŒrlich kommen viele Fragen, ob der Vulkan auch ausbrechen kann, wenn wir in der NĂ€he sind. Hm, was sagt man da?! Also er wird von Wissenschaftlern gut ĂŒberwacht und wenn sich Zeichen von AktivitĂ€t bemerkbar machen, werden die Gemeinden im Umkreis evakuiert – so erfahren wir es von unserem Guide Roberta, die wir ĂŒbers Internet gefunden haben (pompeireisen.de – sehr empfehlenswert!). Das reicht auch den Kindern zur Beruhigung



    Pompeji ist auch fĂŒr Kinder ein echtes Erlebnis

    Auf der Tour durch die alte römische Stadt kommen die Kids richtig in Fahrt! Sie toben in den Ruinen herum, lassen sich Spiele einfallen, wie sie Obst und KĂ€se an den kleinen Ruinen der „GeschĂ€fte“ Pompejis verkaufen und lachen sich ĂŒber die „nackigen“ Statuen und Fresken kaputt. Und ja, sie sehen auch die GipsabgĂŒsse der Toten, die man gefunden hat und mal wieder zeigt uns dieses Erlebnis, wie natĂŒrlich Kinder mit dem Tod umgehen. Sie nehmen ihn hin. Und wir beschließen, dies auch zu tun. Auf dem großen Forum machen sie ein Wettrennen, wĂ€hrend Mama und Papa den ErklĂ€rungen Robertas zum Marktplatz der Antike lauschen.

    Auf Steinen statt auf Papier malen

    Wir lernen viel, sehen Tempel des Apollon und den Tempel des Jupiter, das berĂŒhmte „Haus des Faun“, ein klassisches pompejanisches Haus. Die Kinder erraten, wo der Garten, das BĂŒro und das Schlafzimmer waren und sie lassen ihrer Fantasie freien Lauf. Es gab kein Papier? Dann mussten sie auf Steinen malen! Genau. Wer sagt, dass so ein Ausflug mit kleinen Kindern nicht geht, hat es schlicht und einfach noch nicht ausprobiert! Das war spannender als ein Nachmittag im Indoor-Spielplatz und dazu haben wir alle noch was gelernt und vor allen Dingen die herrliche Maisonne und die Ruinen in der MohnblumenblĂŒte genossen.

    Pizza essen und sparen!

    Wir parken und ĂŒbernachten ĂŒbrigens am Campingplatz Camping Zeus, direkt neben den AusgrabungsstĂ€tten. Der ist jetzt kein Highlight und recht klein, aber er ist sauber und die StellplĂ€tze liegen lauschig unter BĂ€umen. An dem vorgelagerten Parkplatz kann man ĂŒbrigens auch gut parken, wenn man dort nicht campen will. Tipp: Wer nebenan eine Pizza zur StĂ€rkung isst, spart sich die 3 Euro ParkgebĂŒhr pro Stunde!

    Der Weg nach oben lohnt sich

    Am nĂ€chsten Tag strahlt uns der Vesuv schon von seiner schönsten Seite an und lockt uns auf den Berg. Nach einem kleinen FrĂŒhstĂŒck machen wir uns auf der Via Vesuvio hinauf gen Gipfel. Wir fahren bis zum obersten Punkt, wo wir parken können und fĂŒr 2 Euro pro Person in einen Shuttlebus einsteigen, der uns noch nĂ€her zum Gipfel bringt. Hier kaufen wir unsere Eintrittskarten fĂŒr den Nationalpark und steigen eine halbe Stunde auf bis zum Kraterrand. Der Weg ist sehr bequem und zumindest fĂŒr die 5-JĂ€hrige gut zu schaffen. Den Kleinen tragen wir abwechselnd Huckepack. Puh! An Kinderwagen ist hier natĂŒrlich nicht zu denken. Aber es lohnt sich. Sowohl der Blick in den dampfenden Vulkankrater, als auch ĂŒber den gesamten Golf von Neapel mit Blick auf Capri und Ischia sind schlicht unbeschreiblich. Nur Vorsicht: Hier geht’s ziemlich in die Tiefe. Die Kleinen laufen an manchen Stellen besser an der Hand!

    Tag 10: Wildes, lautes Neapel – die Stadt der Pizza

    Eat, pray, love. Das alles geht in Neapel tatsĂ€chlich einwandfrei! Kirchen, Pizzerien und Amore bestimmen das Stadtbild. Und natĂŒrlich enge Gassen, morbide, teils heruntergekommene HĂ€user und auch MĂŒll auf den Straßen. Aber nicht annĂ€hernd so, wie es oft in den Medien rĂŒberkommt. Die Stadt ist belebend, aufregend und einen Spaziergang wert, auch mit Kindern. Empfehlenswert ist ein Stadtspaziergang beginnend am Castel Nuovo, einem alten aragonesischen Schloss ĂŒber das Municipio bis zur Kirche Santa Chiara. Geparkt haben wir dazu an der Molo Belvere am Wasser fĂŒr 10 Euro den ganzen Tag! St. Chiara ist eine schöne gotische Kirche mit einem noch komplett erhaltenen Kreuzgang im benachbarten Kloster, dessen Majolika-Fliesen noch komplett erhalten sind und wunderschön aussehen. Aber: Hier dĂŒrfen die Kinder natĂŒrlich nicht draufrumhopsen!

    Pizza gibt es immer mit Mozzarella

    Entlang der Spaccanapoli, einer belebten Gasse mit vielen kleinen sĂŒĂŸen GeschĂ€ften (tolle TrödellĂ€den!), die Neapel – wie der Name sagt – spaltet, gehen wir weiter. Auch die Via Tribunali ist einen Abstecher wert. Und hier MUSS man eine Pizza essen. Die Neapolitaner essen sie ĂŒbrigens als Calzone auf der Hand! Wir entscheiden uns aber doch fĂŒr eine Pause im Sitzen. Und egal wo: Es schmeckt ĂŒberall gut. Die Pizza hier ist ĂŒbrigens immer weich und besteht eigentlich nur aus dem herrlichen italienischen Mozzarella und hat einen dicken Teigrand. Über den Duomo, der dem Schutzheiligen St. Gennaro, gelangen wir dann zurĂŒck zur Via Toledo, der Haupteinkaufsstraße Neapels, die direkt am Königspalast der Bourbonen endet. Wer einen Cappuccino fĂŒr 5 Euro vermeiden will, kehrt hier an der Piazza del Plebiscito NICHT im Gran CaffĂš Gambrinus ein, sondern nebenan in der CafĂ©bar. In Italien trinkt man den Espresso eigentlich an der Bar im Stehen! Zum Ausklang des Tages empfehlt sich ein leckeres Essen in Mergellina in der NĂ€he des Castel d’Ovo.

    Tipp: FĂŒr StadtfĂŒhrungen in Neapel – auch und besonders mit Kindern kann ich Daniela Ibello empfehlen. Ihre Kollegin Mimma hat uns Neapel von seiner echten Seite gezeigt! Einfach Daniela Ibello Neapel googeln



    Tag 10 – 14: Campen auf Ischia

    Camping mit Kindern in SĂŒditalien FĂ€hre

    Nach einem kleinen Essen entscheiden wir uns noch die 40 Minuten bis Pozzuoli zu fahren. Hier setzen die FĂ€hren nach Ischia ĂŒber (man braucht keine Reservierung im Vorhinein!) und an diesem Abend haben wir noch GlĂŒck: Wir können noch mit der AutofĂ€hre ĂŒbersetzen. Es gibt verschiedene Anbieter, zum Beispiel Gestour oder medamar. Die Kosten fĂŒr den Campervan mit 4 Personen liegen zwischen 60-80 Euro pro Fahrt. In der Abendsonne schippern wir vorbei an der Insel Procida in einer Stunde bis nach Ischia. Wunderschön und grĂŒn prĂ€sentiert sich die Vulkaninsel, die uns schon auf den ersten Blick wesentlich sympathischer ist, als die ĂŒberfĂŒllte Schwesterinsel Capri.

    Ein Traum: Mit Blick aufs Meer aufwachen

    Wir steuern nach unserer Google-Recherche den Campingplatz Mirage an, der an der berĂŒhmten Spiaggia Maronti liegt. Wir ergattern – da noch Nebensaison einen der wenigen begehrten PlĂ€tze in der ersten Reihe. Nun ist es dunkel, aber am nĂ€chsten Morgen wachen wir mit Meeresblick und Wellenrauschen direkt am Strand auf. Ein Traum! Die Kinder dĂŒsen mit dem Fahrrad den noch leeren Campingplatz auf und ab, buddeln am Strand und essen nachmittags Eis in der Strandbar. Nun relaxen wir von den aufregenden letzten Tagen und leisten uns ein paar Liegen mit Sonnenschirm. Auch das muss bei Camping mit Kindern mal drin sein.


    Wir genießen unseren wendigen Camper

    In den nĂ€chsten Tagen erkunden wir die Insel mit unserem roadsurfer Camper. Ein GlĂŒck haben wir kein großes Wohnmobil, denn damit könnten wir viele Straßen gar nicht fahren! Wir kurven uns in den kleinen feinen Urlaubsort St. Angelo, den wir von der Spiaggia Maronti sehen können, besuchen die Olympus Terme mit ihren herrlich warmen Thermalbecken, direkt neben unserem Campingplatz und machen einen Ausflug zum Castello Aragonese. Hier gibt es den Beachclub Giardino Eden, den wir auch mit Kindern nur empfehlen können.

    Camping mit Kindern auf Ischia ist eine tolle Erfahrung und lohnt sich auch fĂŒr einen lĂ€ngeren Campingurlaub. Wir werden definitiv wieder auf Ischia campen!

    Nach 14 Tagen Camping mit Kindern mit dem roadsurfer geht es mit vielen tollen Camping-Erfahrungen am Golf von Neapel wieder Richtung Heimat. Schade, dass wir unseren VW Mietcamper wieder abgeben mĂŒssen! Wir haben ihn richtig liebgewonnen ????.

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