Grund 2: Vollkommene Freiheit
„Diese selbstbestimmte Urlaubsform im Freien ist heute besonders gefragt bei besser verdienenden Menschen, die sonst in ihr Arbeitsleben stark eingebunden sind, und bei den sogenannten ‚empty nesters’, deren Kinder längst aus dem Haus sind und die viel Freizeit haben“, so Martin Zöllner gegenüber WELT.
Was der ADAC-Angestellte damit andeutet, ist nichts anderes, als die Flucht aus dem Alltag. Campen liegt im Trend, weil dabei nichts muss, aber alles kann. Du bist unterwegs, die Richtung bestimmst du selbst. Kein tickender Wecker klingelt dich 7 Uhr zum Hotel-Frühstück aus dem Bett. Du bist frei, das zu tun, was du möchtest und es dort zu tun, wo du es willst. Ist es an einem Ort nicht schön, nerven die Zeltnachbarn, wechselt das Wetter – dann streichst du die Segel und setzt deine Reise fort!
Der Camper als solches ist hilfsbereit, gemütlich und pragmatisch veranlagt. Man hilft sich aus, kommt schnell ins Gespräch und Kinder schließen mit den Sprösslingen des Parzellen-Nachbars schnell Freundschaften. Doch das ist Fall A, willst du diesen Kontakt nicht, machst du dein eigenes Ding, Wildcampen zum Beispiel! Campen bedeutet heute nicht mehr Wohnwagen an Wohnwagen an Italiens Adriaküste à la „Lido“-Dauercamping.