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Wildcampen und frei Stehen in Baden-Württemberg

Wein und Natur stehen bei einem Campingtrip in Baden-Württemberg hoch im Kurs. Zwischen der Schwäbischen Alb, dem Bodensee und dem Schwarzwald kannst du Natur pur erleben und dann den Tag bei einem guten Tropfen gemütlich ausklingen lassen. Wenn du jetzt dabei noch Ruhe, Abgeschiedenheit und einen ungetrübten Sternenhimmel genießen könntest, dann wäre dein Camper-Glück komplett? Wie es mit dem Wildcampen in Baden-Württemberg aussieht, das verraten wir dir hier.

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Wildcampen Baden Württemberg

© roadsurfer GmbH / muellersmax

Ist in Baden-Württemberg Wildcampen und frei Stehen erlaubt?

Wie in so vielen anderen deutschen Bundesländern ist auch in Baden-Württemberg Wildcamping offiziell verboten. Der Paragraf 44 des Landes-Naturschutzgesetzes besagt nämlich, dass du motorisierte Fahrzeuge in freier Natur weder fahren noch abstellen darfst. Das gilt auch für Zelte und das Feuermachen.

Wenn du dagegen verstößt und erwischt wirst, dann drohen dir ziemlich saftige Strafen. Der Umwelt Bußgeldkatalog für 2021 besagt, dass schon beim illegalen Aufstellen eines Zeltes bis zu 1,500 Euro fällig sind. Wenn du deinen Camper in einem Naturschutzgebiet parken solltest, kann sogar ein Bußgeld bis zu 2,500 Euro erhoben werden.

Wie in ganz Deutschland gibt es auch beim Wildcampen in Baden-Württemberg eine Grauzone. Die betrifft sowohl das Biwakieren, also das Übernachten im Freien ohne Zelt, sowie eine Nacht am Straßenrand zu verbringen, um die Fahrtüchtigkeit wiederherzustellen. Was gilt als geplantes Camping und was ist ein ungeplanter Stopp? Die Übergänge sind recht verschwommen, du solltest es also lieber nicht darauf ankommen lassen, solange kein Notfall vorliegt.

Wildcampen Schwarzwald

Könnte es was Schöneres geben, als im Schwarzwald wild zu campen? Wie auch im Rest von Baden-Württemberg ist das offiziell nicht erlaubt. Allerdings hat sich die Region eine tolle Alternative zum Wildcampen im Schwarzwald ausgedacht: Trekking-Camps mitten im Naturpark.

Deinen Camper musst du allerdings parken, denn die Camps sind nur zu Fuß zu erreichen. Von Mai bis Oktober darfst du dann allerdings ganz legal im Schwarzwald wildcampen – es gibt insgesamt neun Trekking-Camps mitten im Wald.

Über eine online Plattform musst du dich vorher anmelden und ja, es kostet auch was. Für 10 Euro pro Zelt mit einer maximal Belegung von drei Personen pro Zelt bist du dabei! Wenn du gebucht hast, kriegst eine E-Mail mit der Wegbeschreibung – die Trekking-Camps sind nämlich nicht ausgeschildert.

Die Stellplätze liegen versteckt und bieten Ruhe und Abgeschiedenheit, wie du sie sonst nur beim Wildcampen im Schwarzwald finden würdest. Pro Stellplatz sind auch nur drei Zelte erlaubt, dazu gibt es eine Feuerstelle und sogar ein Toilettenhäuschen. Alles andere musst du selbst mitbringen.

roadsurfer Tipp: Weitere tolle individuelle Stellplätze, auf denen du auch mit deinem Camper parken darfst, findest du über roadsurfer spots. Hier kannst du Stellplätze in der freien Natur ganz bequem online buchen.

Wildcampen Bodensee

Der Bodensee ist mit guten Gründen ein so beliebtes Ziel für Camper, denn er gehört zu den wärmsten Regionen Deutschlands. Wenn du mit einem roadsurfer unterwegs bist, kannst du sogar schon im April Urlaub machen ohne zu frieren. Allerdings gilt auch hier – das Wildcampen am Bodensee ist verboten.

Biwakieren im freien Gelände ist zwar erlaubt, aber du solltest trotzdem vorsichtig sein, denn oft ist es nicht einfach zu erkennen, was ein sogenanntes freies Gelände ist und was Naturschutzgebiet. Wenn du beim Zelten im Naturschutzgebiet erwischt wirst, drohen hohe Strafen – besonders wenn du am Schweizer Ufer des Bodensees gelandet bist.

Da der Bodensee als Urlaubsregion so beliebt ist, solltest du am besten kein Risiko eingehen und dich lieber auf einem der schönen Stellplätze direkt am See einquartieren.

Tipps und Regeln für das Wildcampen Baden-Württemberg

Sei es beim Wildcampen oder in einem der tollen Trekking-Camps im Schwarzwald, die Devise ist immer „Leave no Trace“. Also keine Spuren hinterlassen, denn immerhin gelten die Verbote und Einschränkungen zum Wildcamping ja dem Schutz der Natur. Deswegen solltest du auf jeden Fall darauf achten, deinen Müll wieder mitzunehmen. Das gilt auch für organische Abfälle und die Inhalte deiner Campingtoilette.

Außerdem solltest du darauf achten, wo du dein Lager aufstellst und gerade beim Kochen besonders aufpassen. Wenn es keine ausgewiesenen Feuerstellen gibt, solltest du Feuer machen lieber vermeiden und deine Campingküche nutzen. Hier findest du unsere Modelle mit Campingküche.

Zu deinem eigenen Schutz ist es immer sinnvoll, ein Handy und GPS dabei zu haben, wenn du unterwegs bist. Je abgeschiedener du lagerst, desto schwieriger kann es sein, im Notfall Hilfe zu holen. Auch die Abenteuer in freier Natur wollen lieber etwas geplant sein und jemand sollte wissen, wo du dich aufhältst.

Und wie sieht es mit dem Wildcampen in anderen Teilen Deutschlands aus? Das erfährst du hier:

Wildcampen in Deutschland

Wildcampen und frei Stehen in Bayern

Wildcampen und frei Stehen in NRW

Wildcampen und frei Stehen an der Ostsee

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Natur gibt es viel - gleich in der Nähe befindet sich der Kraichgauer Radweg. Ein Besuch auf dem Bauernhof ist ein Muss!

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