Skip to main content

Roadtrip – Slowenien & Kroatien mit dem Campervan

Eine Reise mit dem Camper vom Bleder See nach Split ĂŒber Ljubljana, Plitvicer Seen, Pag und Rovinj

Autor: Susanne Dickhardt

Jetzt Campervan mieten

Der Lake Bled darf auf deinem Roadtrip durch Slowenien und Kroatien mit dem Campervan nicht fehlen

Camping in Slowenien?

Dieses grĂŒne und waldreiche Bergland kennen die meisten von uns nur von der Durchreise auf dem Weg nach Kroatien. Wer an die Adria möchte, muss – egal ob von Italien oder Österreich kommend – quer mit dem Camper durch Slowenien fahren. Und das meistens ohne anzuhalten. Wir, die roadsurfer family, zwei Eltern, zwei Kids (4 und 6) zeigen hier mit unseren Reiseerfahrungen, dass das schöne Land mit Bergen, WĂ€ldern, Seen und Schlössern inmitten der julischen Alpen durchaus einen eigenen Campingurlaub wert ist bzw. sich Stopps auf der Reise an die Adria unglaublich lohnen.

Highlights wie die Region Bled oder der verwunschene See Bohinjsko jezero, die Hauptststadt Ljubljana mit seinem pittoresken Stadtbild, die berĂŒhmten Tropfsteinhöhlen von Postojna oder das HafenstĂ€dtchen Piran an dem kurzen KĂŒstenstreifen Sloweniens, solltest du auf keinen Fall verpassen!
Slowenien mit dem Campervan zu erkunden ist sinnvoll, da du flexibel von einem Ort zum anderen reisen kannst, ohne Hotels vorab buchen zu mĂŒssen. Beim Campen kannst du auch die Natur in Slowenien am besten mit allen Sinnen erleben! Am kleinen FlĂŒsschen Bled kannst du den Duft von grĂŒnen Wiesen im Morgentau atmen oder die Aussicht vom Bleder Schloss auf die kleinen Ruderbötchen auf dem tĂŒrkis-blauen See genießen.
Wem ein Roadtrip durch Slowenien nicht reicht, kann diese Reise bestens mit weiteren Höhepunkten im schönen Kroatien verbinden. Ein Campingurlaub in Slowenien lĂ€sst sich bestens mit einem Campingurlaub in Kroatien verbinden. Hier bieten sich die Naturschönheiten im Hinterland, wie die Plitvicer Seen an. Oder auch an der kroatischen KĂŒste die Insel Brac, die Insel Pag oder das kleine MittelmeerstĂ€dtchen Rovinj – die Perle Istriens.


SLOWENIEN

Bergfrische: Triglav, Bleder See und Vintgar-Klamm

Wer die A10 in Österreich Richtung Villach hinunterfĂ€hrt kennt ihn, den Blick auf den Karawanken-Gebirgszug, der das schöne KĂ€rnten vom fĂŒr uns noch gĂ€nzlich unbekannten Slowenien trennt. Auf österreichischer Seite – so viel sei gesagt – kannst du schon dein erstes Camping-Schmankerl finden: Und zwar auf dem Campingplatz Seecamping Berghof am Ossiacher See. Hier findest du noch vor der slowenischen Grenze einen Camping-Spot direkt am See. FĂŒr Kids gibt’s einen schönen Piraten-Spielplatz und fĂŒr die Erwachsenen ein nettes Restaurant mit lokalen Forellen- und Renken-SpezialitĂ€ten.
Auf diesem Roadtrip Slowenien-Kroatien entscheiden wir uns allerdings fĂŒr den ersten Halt hinter der Grenze in Bled. Nur wenige Kilometer von der Autobahn entfernt liegt der wunderschön in sanften HĂŒgeln gelegene See, der durch seine Wallfahrtskirche auf der einzigen Insel und das Ă€lteste Schloss Sloweniens (ĂŒber 1000 Jahre alt!) berĂŒhmt ist. Letzteres ist atemberaubend gelegen: Das Bleder Schloss trohnt auf einem 130 Meter hohen Felsen ĂŒber dem smaragd-grĂŒn leuchtenden See, auf dem nur Holz-Ruderboote und kleine Ausflugsboote verkehren und mit denen man die kleine Insel ansteuern kann. Beide AktivitĂ€ten lohnen sich und lassen sich prima an einem Tag verbinden. Oben im Schloss gibt es ein sehr gutes Restaurant, dass sich besonders in den frĂŒhen Abendstunden zum Sonnenuntergang lohnt. FĂŒr Kinder gibt es aus der mittelalterlichen Ritterzeit jede Menge zu entdecken.

Und wo lĂ€sst es sich in Bled mit dem Camper am besten ĂŒbernachten? Eigentlich am Campingplatz  Camping Bled direkt am See. Der Platz ist wunderschön im Wald gelegen und bietet fĂŒr die ganze Familie Programm: Besonders beliebt sind die Trampoline, das Bogenschießen oder einfach vom Steg direkt in das glasklare Seewasser springen. Da wir allerdings vor dem Feiertag anreisen, bekommen wir leider keinen Platz.

Lieber Wildcampen?

Die Alternative ist fast noch besser: Mit der Park4night App suchen wir uns in der Umgebung einen „wilden“ Übernachtungs-Spot an einem kleinen Fluss. Doch aufgepasst! Achtet darauf, in der App nur die „freigegebenen“ Spots anzusteuern. Wir stehen wunderschön auf einer Wiese direkt am Fluss und genießen die Frische in der Nacht ebenso wie die Stille. Zwar sehen wir auf den Feldern hier und da noch andere kleine Camper stehen (große Wohnmobile kommen hier definitiv nicht hin!). Doch leider kennt diese stillen, vertrĂ€umten Örtchen auch die gar nicht so vertrĂ€umte slowenische Polizei und kommt morgens noch vor 9 Uhr zum Abkassieren. Wer GlĂŒck hat, wird nur weggeschickt ?.

roadsurfer Tipp: Wenn du ohnehin nicht ĂŒbernachten möchtest, sondern nur den See besuchen willst, kannst du trotzdem Restaurant und Strand vor dem Camping Bled nutzen. Allerdings musst du – zumindest in der Hauptsaison auf einem Parkplatz etwas oberhalb des Sees parken und ca. 1 Kilometer zum See runterlaufen.

Bleder See und Vintgarklamm

Am nĂ€chsten Tag erkunden wir die Natur rund um den Bleder See und wandern durch die berĂŒhmte Vintgarklamm. Die Kulisse des sich in WasserfĂ€llen durch die Schlucht windenden Flusses ist spektakulĂ€r. Aber genau deshalb sind wir hier auch im August nicht allein. Auf den Holzstegen, die sich durch die Klamm an den FelswĂ€nden erstrecken wird es oftmals ganz schön eng. Auch der Weg hierher ist nicht ganz leicht: Das Auto muss man unten am großen Parkplatz parken und dann entweder die Straße hoch laufen oder einige Minuten mit dem Shuttlebus fahren (empfehlenswert!).

Mit Kindern ist die Klamm aber trotz vieler Besucher genau das Richtige! Nicht zu viel laufen und es gibt immer etwas zu gucken. Die erste HĂ€lfte der Wanderung ist auch die sehenswerte. Insofern kann man sich den zweiten Teil mit mĂŒden Kinderbeinen sparen.


Die neue „In-Metropole“: Sloweniens Hauptstadt Ljubljana mit dem Camper

Nach vielen Empfehlungen von Freunden, uns die Hauptstadt Sloweniens nicht entgehen zu lassen, machen wir hier fĂŒr zwei Tage Stopp und starten unsere Entdeckungsreise in der zwischen Berg und Fluss gelegenen Studentenstadt. Auf der Fahrt durch Slowenien mit dem Camper ĂŒben wir vor allem die Aussprache dieser Stadt mit zwei „j“ im Namen

Erste Anlaufstelle in Ljubljana: natĂŒrlich ein Campingplatz! Denn nach unserer Wildcamping-Nacht mĂŒssen wir jetzt doch mal duschen. Nicht super hip, aber ein zweckmĂ€ĂŸig und gut ausgestatteter Campingplatz in Ljubljana ist das „Camping Ljubljana Resort“.

Am Nachmittag geht es auch schon los mit unserem Stadtbummel durch Sloweniens kleine Hauptstadt mit ca. 290.000 Einwohnern. Flair, Architektur und Lebensstil erinnern uns an ein „Salzburg des SĂŒdens“. Oder vielleicht doch Wien? Nun ja, in jedem Fall geprĂ€gt durch die jahrhundertlange Herrschaft der Habsburger, die die Slawen einst ablösten – gepaart mit jungem, studentischen Publikum und einer modernen, alternativen Szene. Sehr spannend!

Ein Muss wĂ€hrend eines Besuchs in – Ljubljana mit Camper oder ohne – ist ein Aufstieg auf die mittelalterliche Festung, die ĂŒber der Stadt auf einem Felsen thront. Durch herrliche GĂ€sschen und anschließend durch ĂŒppigen Wald lĂ€sst sich der Stadtberg in ca. 30 Minuten bezwingen. Wer es gemĂŒtlicher möchte, kann die „Funicular“, also die Standseilbahn, benutzen und schwebt in einem glĂ€sernen Aufzug gen Ljubljanski Grad. Wir entscheiden uns fĂŒr die bequeme Variante, da sie uns fĂŒr die Kids doch etwas spektakulĂ€rer erscheint.
Das Schloss selbst, an dessen Stelle sich einst bereits ein römisches Kastell befand, und das spĂ€ter entweder als Krankenhaus oder GefĂ€ngnis diente, wurde in den letzten Jahrzehnten aufwendig restauriert. Leider wirkt es damit etwas kĂŒnstlich und wenig authentisch.

Um so schöner ist ein Bummel durch Ljubljanas Altstadt. Ein Spaziergang ĂŒber die berĂŒhmten drei BrĂŒcken am zentralen Preserenplatz, deren mittlere einst die LĂ€nder Nordwesteuropas mit dem Balkan verband, gehört zu den lohnenswertesten AktivitĂ€ten in Ljubljana. Zu beachten sind auch die beiden seitlichen BrĂŒcken neben der HauptbrĂŒcke, die Ljubljanas berĂŒhmtester Architekt JoĆŸe Plečnik in den 1930er Jahren schuf. Wer ein spektakulĂ€res Foto wĂŒnscht, muss natĂŒrlich außerdem vor dem Drachen der „DrachenbrĂŒcke“ posieren, die etwas oberhalb den Fluss entlang gelegen ist.

So richtig „besonders“ macht die Stadt fĂŒr uns aber vor allem die Mischung aus kleinen, hippen, etwas alternativ anmutenden CafĂ©s und dem gemĂŒtlichen Rhythmus der Stadt am Flussufer des Ljubljanica entlang. Wir genießen unseren Cappuccino in der Sonne und die Kinder erklimmen die moderne Kunst in der FußgĂ€ngerzone. Auch in den Altstadtgassen Mestni trg und Stari trg lĂ€sst es sich wunderbar flanieren – und das ganz ohne die Ladenzeilen der großen Markenketten, dafĂŒr mit um so mehr SchokoladengeschĂ€ften. Wir werden schwach!

roadsurfer Tipp: 2016 wurde Ljubljana zur „Green Capital“ Europas erklĂ€rt. Dies auch aus dem Grund der hervorragenden TrinkwasserqualitĂ€t. Überall in der Stadt findet Ihr kleine Trinkwasserbrunnen, die besonders im Sommer von Einheimischen wie von Touristen genutzt werden.
Nach einer kleinen Shopping-Tour und unfassbar leckerem Cevapcici im Restaurant „Sarajevo 84“ am Abend (sehr empfehlenswert!) machen wir uns auf unsere Weiterreise mit dem Campervan durch Slowenien.

Nach einer kleinen Shopping-Tour und unfassbar leckerem Cevapcici im Restaurant „Sarajevo 84“ am Abend (sehr empfehlenswert!) machen wir uns auf unsere Weiterreise mit dem Campervan durch Slowenien.


Adelsberg oder die Tropfsteinhöhlen von Postojna: Postojnska jama

Diesen nĂ€chsten Programmpunkt, den wir uns fest vorgenommen haben, streichen wir spontan. Nach den zwei Tagen Stadt, haben wir jetzt Lust auf Draußen sein in der Natur und nicht auf noch ein Schloss und noch eine Besichtigungstour
 Aber auf unserem nĂ€chsten Roadtrip durch Slowenien haben wir die 20 Kilometer lange Tropfsteinhöhle, die zu den grĂ¶ĂŸten der Welt gehört und deren Entdeckung sich gerade zum 200. Mal jĂ€hrt, fest auf dem Radar. Sowohl die uneinnehmbare Burg auf einem Höhlenfelsen, die Höhlenburg Predjama, als auch die Höhle Postojonska jama sind sicher einen Besuch wert. Wenn auch nicht ganz billig und natĂŒrlich von zahlreichen Touristen frequentiert
Auch hier lohnt es sich in jedem Fall – so haben wir es gehört – die Tickets vorab online zu reservieren.


KROATIEN

Das Kleinod in Kroatiens Hinterland: Die Plitvicer Seen

Plitvicka jezera – das ist nun unser nĂ€chstes Ziel hinter der Grenze Sloweniens im Hinterland Kroatiens. Normalerweise zieht es uns immer direkt ans Meer. Doch diesmal wollen wir mehr von diesem schönen Land des Balkans sehen. Die Plitvicer Seen liegen nahe der bosnischen Grenze in den Bergen auf ca. 600 Meter. Hört sich jetzt eigentlich eher hĂŒgelig als bergig an, die Fahrt ĂŒber die kurvige Landstraße in der Nacht belehrt uns aber eines Besseren. Der Weg durch Berge, Wald und Dunkelheit scheint an diesem Abend kein Ende zu nehmen. Haben wir da vielleicht doch eine falsche Route gewĂ€hlt? Nein, nein. Von Ljubliana kommend geht es auf der A2 Richtung Zagreb, ĂŒber Novo Mesto und weiter nach Karlovac – erst auf der Autobahn, dann ĂŒber lange, lange Landstraßen. Zum GlĂŒck sind die Kids von den vielen ReiseeindrĂŒcken so k.o., dass wir zumindest um „Bibi & Tina“ Folge 3000 herumkommen und keine „Mir ist schlecht-Tiraden“ anhören mĂŒssen. Die Sonne geht blutrot in den HĂŒgeln unter und wir haben viel Zeit uns zu unterhalten. Lohnt sich also fĂŒr Eltern auch mal nachts zu fahren
 ?

Unser roadsurfer Highlight: Auf dieser abendlichen Abenteuer-Tour zu den Plitvicer Seen sind die vielen Waldtiere, die wir auf der Fahrt sehen, ein echtes Highlight! Unsere Bilanz: 3 FĂŒchse, ein Rehbock, ein Igel. Da wir eh nur langsam fahren können, können wir die Tiere tatsĂ€chlich ein paar Momente am Straßenrand beobachten.

Diese mystische Welt von den natĂŒrlichen tressenförmig angelegten Seen in tĂŒrkisblauer Farbe, die in den grĂŒn bewaldeten Bergschluchten liegen – genannt Plitvicka jezera – ist einmalig schön. Die WasserfĂ€lle machen es zu einer Art Traumland, das so verwunschen wirkt, als wĂ€re es einer Fantasyfilmproduktion entsprungen. Leider ist dieses Naturwunder getrĂŒbt durch die Horden an Touristen, die sich auf Holzstegen durch den Park wĂ€lzen. Am Eingang 1 (hier sieht man gleich die großen WasserfĂ€lle am Anfang, was mit Kindern durchaus Sinn macht!) sammeln sich die Reisebusse, Kaffeefahrten und Rucksacktouristen in endlosen Schlangen. Also: Unbedingt online die Karten vorreservieren!! Dann geht Ihr an der Schlange vorbei.

roadsurfer Tipp: Es gibt sowohl auf den Upper Lakes als auch auf den Lower Lake Ausflugsboote, die schöne Ausblicke auf die WasserfĂ€lle bieten. Allerdings schreckt uns auch hier die Schlange ab und wir entscheiden uns, ein kleines Ruderboot fĂŒr 100 Kuna zu mieten. So erleben wir die herrliche Natur und die leuchtend grĂŒne Farbe der Seen ganz fĂŒr uns allein und fahren von einem kleinen Wasserfall zum nĂ€chsten. Unser persönliches Highlight in diesem Nationalpark! Leider darf man nicht schwimmen gehen – dabei ist das Wasser so verlockend!

Ebenso entspannt ist ĂŒbrigens unser Campingplatz im sĂŒdlichen Teil des Nationalparks: Kamp Borje. Es gibt freie Platzwahl, keine Parzellen, einen netten Kinderspielplatz und ein bodenstĂ€ndiges Restaurant. Vor allem die vielen BĂ€ume, die Natur und frische Luft tun uns einfach gut und wir genießen die Zeit mit Lesen, Spielen, Kochen und einfach abhĂ€ngen. In jedem Fall lohnt es sich, fĂŒr den Besuch der Plitvicer Seen 2 Tage einzuplanen. NatĂŒrlich lĂ€sst es sich hier auch lĂ€nger aushalten, da zahlreiche Hiking Trails schöne Wanderabenteuer versprechen. Eigentlich wĂŒrden wir auch noch bleiben – auch wenn die NĂ€chte hier ziemlich frisch sind und wir selbst im August froh um unsere dicken SchlafsĂ€cke sind – aber die Kids freuen sich nun aufs Meer!

Die Region Split – Trogir & die Insel Brac

Zweieinhalb Stunden Fahrt und wir sind mit unserem Campervan in Dalmatien! Kaum vorstellbar, dass wir es mit unseren kleinen Kids bis hier geschafft haben
 Aber die kleinen Etappen von 3-4 Stunden haben die Reise wirklich super easy gemacht!

Und nun das: Split – eine absolut hĂ€ssliche Industriestadt mit HochhĂ€usern und Fabrikschloten, die bestenfalls noch an Rijeka erinnert, das wir nur von der Autobahn aus kennen – zugegeben. Es ist wohl unserer Erwartungshaltung geschuldet, die sich aus glasklarer Adria, Banana Split und weißen KaribikstrĂ€nden gestrickt ist. Hm
 also diesen Vorstellungen wird Split auf den ersten Blick mal gar nicht gerecht.

Der einzige brauchbare Campingplatz der Region erscheint uns nach unserer Recherche Camping Stobrec. Und der ist oooookkkaaayyy. Auch wenn wir am Rand auf der kleinsten Parzelle unseres Lebens auf ca. 10 qm stehen. Also einmal Bus mit Markise ĂŒber die Hecke, bitte. Nach der Naturidylle der Plitvicer Seen kommt jetzt die stark befahrene Stadtautobahn als GerĂ€uschkulisse, die gefĂŒhlt jede Sekunde in der Nacht durchs Dachzelt rauscht. Nee, hier sind wir falsch. Aber wir sind zu groggy, um wieder zu packen. Und bleiben tatsĂ€chlich zwei NĂ€chte.

Das alte Stadtzentrum von Split – so lesen wir – soll sehr schön sein, aber wir sind so abgeschreckt, dass wir uns spontan am nĂ€chsten Tag ein Boot mieten und die Schönheit der Region versuchen, vom Wasser zu erkunden. Wer nicht im Besitz eines Segelscheins oder SportbootfĂŒhrerscheins ist, kann vom Campingplatz aus auch zahlreiche AusflĂŒge mit grĂ¶ĂŸeren Ausflugsschiffen oder Katamaranen buchen. Wir entscheiden uns auch hier wieder fĂŒr die privatere Variante. Eine Mission dieses August-Urlaubs ist in jedem Fall: den Massen entfliehen!

Bei unserer Bootstour wĂ€hrend unseres Campingurlaubs in Dalmatien entdecken wir die echten SchĂ€tze der Region: Traumhafte Buchten, venezianisch-mediterrane StĂ€dte und wunderbar duftende Inseln mit dröhnendem Grillen-Zirpen. Unsere Stationen: Das niedliche StĂ€dtchen Trogir, die blaue Lagune zum Schwimmen und die Insel Brac mit einem verschlafenen Hafen und einem ruhigen Kanal mit perfektem Essen. Bei Muscheln und Thunfisch sind wir an diesem Tag nun richtig im Urlaub angekommen! Die Fahrt gen SĂŒden hat sich also doch gelohnt.


Urlaubsspaß auf der Insel Pag – Ausflug nach Rab

Doch die Autobahn im Ohr wollen wir nicht mehr lĂ€nger ertragen, weiter in den SĂŒden trauen wir uns fahrttechnisch nicht. Also dĂŒsen wir wieder die KĂŒste hoch gen Norden auf die Insel Pag. Dass wir auf Pag vorrangig Kroatiens Partyvolk antreffen, wird uns erst klar, als wir in der nördlichen Stadt Novalja krampfhaft versuchen, ein Restaurant zu finden. Hier gibt es nur Cocktailbars, Shisha-Lounges und Burger-Grills!

Doch auf dem Campingplatz Camping Strasko werden wir in unserer Zielgruppe fĂŒndig: Families mit Kids! Der Campingplatz ist der grĂ¶ĂŸte auf Pag und er ist einfach nur riesig. 2500 StellplĂ€tze. Doch es verlĂ€uft sich in dem schönen grĂŒnen Park mit BĂ€umen sehr gut, unsere Parzelle ist sehr groß und bietet Platz fĂŒr HĂ€ngematte, Einhorn, SUP und Co. Hier bleiben wir, komme was wolle fĂŒr die ganze nĂ€chste Woche!

Wir genießen Feuerwerk am Strand, Eis in der Sonne, Mittagsschlaf in der HĂ€ngematte und den Morgenkaffee in unserem Campervan. Zugegeben – mit den stylischen Vanlife-Bildern auf Instagram hat unser Chaos im Bus nicht viel zu tun, aber wir fĂŒhlen uns zwischen aufblasbarer Pizza, Barbieauto, Lichterkette (muss sein!) und Wassermelone sehr wohl und kommen richtig runter!

roadsurfer Tipp: Wenn Ihr die Nordspitze der Insel hochfahrt, werdet Ihr kleine CampingplĂ€tze am Meer entdecken, die ohne großen Luxus auskommen und dafĂŒr wunderschöne StellplĂ€tze bieten. Wer also Ruhe möchte, ist dort oben besser aufgehoben. Leider findet man diese PlĂ€tze nicht bei Google Maps. Aber es gibt sie wirklich!

Die Insel hat bis auf die OlivengĂ€rten an der Nordspitze in Lun und beeindruckende SteinwĂŒste ehrlicherweise nicht so viel zu bieten. Doch der Anblick der Gebirgskette auf dem Festland, das nur einen Steinwurf entfernt ist, sorgen fĂŒr eine beeindruckende Kulisse, egal wo man sich auf der Insel befindet. Rab hat mit seiner schönen, gleichnamigen Hafenstadt und grĂŒnen Bewaldung schon etwas mehr zu bieten. Auch hier erkunden wir die herrlichen Buchten wieder mit dem Boot. Die Schönheit von Kroatiens Inseln kann sich kaum besser entdecken lassen.

Erholt und sonnenverwöhnt haben wir nun Kraft und Lust getankt, weiterzureisen und unseren Roadtrip im Campervan durch Slowenien und Kroatien fortzusetzen. NÀchste Station: Istrien.

 

Rovinj – die Perle Istriens

Wer von Rovinj spricht, erzĂ€hlt oft von der ausnehmenden Schönheit und Lage dieser kleinen, istrischen Stadt an der Adria. Insofern sind unsere Erwartungen nach der eher etwas gesichtslosen Stadt Novalja auf der Insel Pag schon ziemlich hoch
 Und wir werden nicht enttĂ€uscht! Auf der Fahrt zu unserem Campingplatz können wir schon einen Blick auf das StĂ€dtchen werfen, das wie eine kleine Insel im Meer liegt, aber ĂŒber einen breiten Marktplatz und eine FußgĂ€ngerzone zu erreichen ist. Deinen Camper könntest du theoretisch auf dem vorgelagerten Parkplatz abstellen, wir bringen unseren Camper jedoch erstmal zum Campingplatz „Camping Val Saline“ und radeln dann in ca. 10 Minuten in das kleine StĂ€dtchen.

Der Campingplatz „Val Saline“ ist noch ganz neu, schön am Meer gelegen und mit einem wunderbaren Restaurant ausgestattet, in dem es sich mit Meerblick speisen lĂ€sst. Ob Holzofenpizza oder Thunfisch-Tartar
 hier schmeckt alles! Es gibt ein Naturschwimmbad, einen Pool und eine Aquafun-Plattform im Meer. Mit dem SUP lĂ€sst sich die Bucht gut erkunden und natĂŒrlich herrlich schwimmen. Hier lĂ€sst es sich wirklich aushalten! Aber im Campingurlaub nahe Rovinj, solltet Ihr das Highlight der Region natĂŒrlich nicht verpassen.

roadsurfer Tipp: Wenn Ihr nicht mit dem Fahrrad fahren wollt, könnt Ihr Euch auch an der Rezeption des Campingplatzes ein Taxi fĂŒr ein paar Kuna nehmen. Ihr fahrt nur ca. 5 Minuten.

Das kleine HafenstĂ€dtchen mit den teilweise morbide anmutenden, dicht gedrĂ€ngten HĂ€usern und den hellen KopfsteinpflastergĂ€sschen lĂ€sst sich bequem zu Fuß erkunden. Ein Spaziergang zum Kirchplatz der Santa Euphemia mit dem charakteristisch hohen Kirchturm können wir nur wĂ€rmstens empfehlen. Vielleich findet sich auf den Kirchtreppen ja ein Gitarrenspieler, der die traumhafte Kulisse mit Meerblick noch musikalisch untermalt. Pittoresk mutet das StĂ€dtchen besonders durch seine venezianischen EinflĂŒsse an. Wer genau hinschaut, findet an Toren und TĂŒren versteckte Markuslöwen.

roadsurfer Tipp: Wenn Ihr herrlichen Fisch essen wollt, geht in das Restaurant „Scuba“ direkt am Hafen. Es lohnt sich, hier zu reservieren!

Camping in Rovinj ist auf jeden Fall ein krönender Abschluss unserer Rundreise mit dem Camper durch Kroatien und Slowenien. Gut erholt machen wir uns nun von hier auf die ca. 6 stĂŒndige RĂŒckreise nach MĂŒnchen. Campen in Slowenien mit viel Natur, Bergen und Seen – so unser Fazit – ist mindestens so lohnenswert wie ein Campingurlaub in Kroatien mit Meer, Sonne und Badespaß. Und die Kombination aus beidem ist der Hit!

Lust auf ein roadsurfer Erlebnis mit dem Campervan durch Slowenien und Kroatien?

Jetzt Campervan mieten


Das könnte dich auch interessieren:

â–ș Camping Kroatien (Tipps & Tricks)

â–ș Top 10 CampingplĂ€tze in Kroatien

â–ș Camping in Istrien

Noch mehr Infos & Vorfreude:

â–ș Lonely Planet ReisefĂŒhrer Kroatien

â–ș Dumont Bildatlas Kroatische AdriakĂŒste

Jetzt Camper mieten und deinen nÀchsten Roadtrip planen!

Finde deinen Camper