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Dein Camper. Dein Abenteuer.

Mit dem Camper durch Westeuropa

Ein Roadtrip durch Frankreich, Spanien und Portugal

Unser Kollege Artam hat sich im Herbst einen roadsurfer geschnappt und ist mit dem Camper durch Westeuropa gefahren. Hier lest ihr von seinen Abenteuern und Geheimtipps. 

Autor: Artam Künzner

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Roadtrip durch Westeuropa

Erster Stop: Decathlon, äh Bordeaux!

Endlich geht es los! Wir fliegen von München direkt nach Bordeaux. Wir kommen sehr spät an und verbringen die erste Nacht in einem Hotel in Merignac. Nach einem französischen Frühstück werden wir vormittags von Andrea an der Station in Empfang genommen. Nach einem zweiten Frühstück an der Station und einer tollen Einweisung starten wir mit unserem roadsurfer! Erster Halt: Decathlon. Wir besorgen uns eine Campinglampe, Gaskocher (damit man abends auch draußen kochen kann) und eine Wäscheleine (beste Anschaffung überhaupt). Nach einem kurzen Bummel geht es weiter. Die erste Nacht in unserem roadsurfer wollten wir eigentlich in Biarritz verbringen, finden aber leider keinen Campingplatz, der Anfang Oktober noch geöffnet hat und düsen direkt weiter nach Bilbao. Solltet ihr außerhalb der Saison Urlaub machen, macht es wirklich Sinn, sich vorab über die Öffnungszeiten zu informieren. Uns stört es nicht, sind ja mobil und wir suchen uns einfach einen anderen schönen Ort zum Übernachten.

Bilbao – Guggenheim und Pintxos

Nach ca. drei Stunden kommen wir am Campingplatz Sopelana an der Küste vor Bilbao an. Die Sanitäranlagen sind wirklich top, der Blick grandios und die U-Bahn braucht ca. 35 Minuten bis ins Zentrum von Bilbao. Wir wollen unbedingt ans Meer und verbringen unseren ersten Abend in einer tollen Strandbar. Trinken Cocktails und genießen den schönen Sonnenuntergang direkt am Strand. Nach einer erholsamen Nacht im Aufstelldach fahren wir mit der U-Bahn direkt ins Zentrum von Bilbao. Wir stärken uns mit einigen Pintxos (baskische Tapas) auf der Plaza Nueva und genießen die lebendige Atmosphäre auf diesem monumentalen Platz. Trotz starken Regens laufen wir zu unserem nächsten Stop, dem Guggenheim Museum und lassen auf dem Weg die schöne Altstadt auf uns wirken. Man erkennt das Museum schon von Weitem an seiner außergewöhnlichen Architektur und seinem „Puppy“.  Puppy ist ein von Jeff Koons entworfener, überdimensionierter, bepflanzter Hundewelpe, der seit Eröffnung des Museums den Eingang bewacht.

Roadtrip durch Westeuropa

Das Museum ist nicht nur wegen seiner besonderen Architektur einmalig, sondern liefert auch eine wirklich beeindruckende Sammlung an moderner Kunst. Den Abend verbringen wir wieder am Meer und essen einen Burger in einer der Strandbars, die etwa fünf Minuten vom Campingplatz entfernt liegen. Nach einer regnerischen Nacht düsen wir weiter, beschließen San Sebastian auszulassen und entdecken den wahrscheinlich schönsten Campingplatz auf unserer Reise zufällig – Camping La Paz in Asturien.

Campen direkt am Meer

Der Campingplatz liegt isoliert direkt am Meer, ist terrassenförmig angeordnet (damit hat jeder Meerblick) und hat einen eigenen traumhaften Strand. Wir unterhalten uns mit anderen roadsurfern und genießen die melancholische Stimmung zum Ende der Saison. Der Campingplatz schließt in ein paar Tagen und die Mitarbeiter sind wirklich tiefenentspannt. Wir schwimmen im Meer, essen Tapas und trinken ein Bier auf der Terrasse des Campingplatzes. Einfach großartig und ein absoluter Geheimtipp!

Mit dem Camper auf dem Jakobsweg

Wir entscheiden, dass wir weiter Richtung Westen fahren möchten und wählen Santiago de Compostela als unser nächstes Ziel aus. Die Landschaft ändert sich, wird noch grüner und wir sehen immer mehr Pilger neben der Straße. Wir erreichen Santiago de Compostela am Abend und wählen den einzigen Campingplatz im Stadtgebiet. Der Campingplatz ist in die Jahre gekommen, liegt aber direkt neben einem Einkaufscenter und ein Bus fährt innerhalb von 15 Minuten ins Stadtzentrum. Wir erreichen die Innenstadt in der Abenddämmerung unterhalten uns mit Pilgern, trinken ein Bier in der schönen Altstadt und freuen uns über die tollen Restaurants. Nach der langen Reise müssen die vielen Restaurants für die Pilger wie das Paradies wirken. Die Stimmung am Abend ist wirklich ausgelassen und es sind wenig Touristen unterwegs.

Portugal wir kommen

Wir haben erstmal genug von Spanien und schlechtem Wetter und fahren Richtung Portugal – Endlich! Unser nächstes Ziel ist Porto! Die Küstenstadt ist bekannt für ihren Flair und punktet mit Kultur, gutem Essen (wer deftiges Essen mag, sollte unbedingt die Francesinha probieren), tollen Geschäften und Cafés. Die Stadt ist wirklich einzigartig und mit keiner anderen europäischen Metropole vergleichbar. An jeder Ecke spürt man den vergangenen „Glanz“ der ehemaligen Seefahrernation. Der Charme dieser vergangenen Zeit zieht einen in ihren Bann. Besonders zu Empfehlen ist die Buchhandlung Livraria Lello. Die Buchhandlung beindruckt mit ihrem pompösen Interior und soll auch J.K. Rowling zu ihren Harry-Potter-Büchern inspiriert haben. Nach zwei Tagen in Porto düsen wir weiter Richtung Süden und verlassen, den wirklich zum empfehlenden Campingplatz Canidelo (von hier aus braucht man mit dem Bus ca. 30 Minuten ins Zentrum).

► Weitere Top-Camping-Plätze in Portugal findest du hier.

Wir kommen spätabends an unserem nächsten Stop Peniche an. Es ist sehr nebelig und die Felslandschaft gibt einem das Gefühl auf einem anderen Planeten zu sein. Besonders das Cabo Carvoeiro ist wirklich beindruckend und am Morgen, abgesehen von ein paar anderen Campern, die hier die Nacht verbracht haben, menschenleer.

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Mittagessen in Ericeira

Wir ziehen weiter und legen einen Zwischenstopp zum Mittagessen in Ericeira ein. Das kleine Fischerstädtchen ist zum Surfer-Hot-Spot mutiert und bietet viele kleine Geschäfte, schöne Restaurants und ist definitiv einen Besuch wert. Wir essen einen großartigen Oktopusssalat im Restaurant Toca do Caboz und fahren weiter Richtung Lissabon.

Campen in Lissabon

Als Stellplatz für die Nacht haben wir uns Lisboa Camping&Bungalows ausgesucht. Der Platz ist ideal, um Lissabon zu entdecken. Der Bus holt einen quasi direkt vor der Campertür ab und das Zentrum erreicht man in ca. 30 Minuten. Die Stellplätze sind sehr großzügig, jeder Platz hat Wasser und einen eigenen Tisch und die Abreisezeiten bis 16:00 Uhr sind auch wirklich fair. Die Sanitäranlagen sind etwas in die Jahre gekommen, aber wirklich hochwertig und extrem sauber. Um Lissabon zur erkunden, sollte man auf jeden Fall zwei bis drei Tagen einplanen. Wir beginnen unsere Entdeckungstour in Belém mit einem köstlichen Pastéis, ziehen weiter in die LX-Factory, eine Art Mini-Stadt mit toller Atmosphäre und vielen Geschäften und Restaurants, steigen dann wieder in den Bus und düsen direkt ins Zentrum. Hier reihen sich architektonische und historische Sehenswürdigkeiten aneinander und werden nur von hippen Geschäften unterbrochen. Wir schlendern durch die Baixa und fahren mit dem eleganten Elvador de Santa Justa in das feinere Einkaufsviertel von Chiado und trinken dort einige Cocktails. Am Abend entscheide ich mich, einen der besten Barber-Shops der Welt, das Figaro´s, zu besuchen und gönne mir mit einem Haarschnitt und einer klassischen Rasur etwas Wellness. Der Laden hat unglaublich viel Charme und es gibt kostenfreies Bier, während man auf seinen Haarschnitt wartet. Mittlerweile ist es schon sehr spät und wir lassen uns durch die Bars treiben, bis wir uns entschließen, zu unserem roadsurfer zurückzukehren. Am nächsten Tag klappern wir noch einige Geschäfte ab, unter anderem den Markt von Lissabon und fahren am Nachmittag weiter Richtung Süden. Die Algarve ruft.

Korkwälder und Strand

Wir fahren durch wunderschöne Kork-Wälder und sind fast komplett allein. Es sind kaum Touristen unterwegs und wir haben die Straße für uns. Wir haben Lust auf Ruhe und Natur und suchen uns einen top-bewerteten Campingplatz direkt am Meer. Die positiven Bewertungen sind absolut gerechtfertigt, Camping Praia de Gale ist wirklich wunderschön. Wir schlafen unter Pinienbäumen direkt am Meer und genießen die Ruhe und das schöne Wetter. Abends kochen wir uns portugiesisches Brathähnchen und trinken Sagres-Bier. Campingfeeling pur! Die Westküste mit ihren einsamen und wilden Stränden gefällt uns so gut, dass wir noch eine Nacht direkt am Meer im Camping Monte Carvalhal verbringen. Zu unserer Verwunderung befindet sich ein großes Gehege mit vielen afrikanischen Tieren direkt gegenüber des Campingplatzes. Anscheinend hat sich der afrikanische Nachbar des Campingplatzes einige Tiere aus seiner Heimat mitgebracht. Wir freuen uns auf jeden Fall über die Zebras in der ungewohnten Umgebung. Wir sind die einzigen Gäste und werden in der Nacht von starkem Regen geweckt – das Dachzelt übersteht den Regenschauer und wir werden zum Glück nicht nass. Wir frühstücken und düsen weiter Richtung Algarve. Wir haben Lust auf Meeresfrüchte und freuen uns auf Arroz de Marisco im Rei das Praias. Das Restaurant ist seit Tim Mälzer zwar kein Geheimtipp mehr aber immer noch so gut, dass man hier einfach halten muss. Glücklich und mehr als satt fahren wir weiter – nächstes Ziel Faro.

Unterwegs in Faro und Tavira

Wir entscheiden uns, aufgrund der guten Bewertungen, für den einzigen Campingplatz im Stadtgebiet und werden dort freundlich empfangen. Der Campingplatz ist neu und für die Lage (direkt im Stadtgebiet) nicht teuer. Einziges Manko – Dusche und WC kosten extra. Nach einem kleinen Stadtbummel in Faro kehren wir zum Campingplatz zurück. Wir brechen früh auf und freuen uns schon auf Tavira. Das Fischerstädtchen mit seiner atmosphärischen Altstadt und wunderschönem Strand begeistert uns mit seinen kleinen Gässchen und leckeren Restaurants. Wir schauen uns die Burgruine des Castelo Mediaval an und genießen die Ruhe im Burggarten. Die Stadt ist wirklich ein kleines Highlight, liegt nur 30 Minuten von Faro entfernt und verfügt über kostenfreie Parkplätze. Tavira ist unser letzter Stop in Portugal und wir freuen uns wieder auf Spanien. Nächster Halt ist Andalusien.

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Sevilla – Tapas und Flamenco

Wir beginnen unsere Erkundungstour in Sevilla, der Hauptstadt Andalusiens. Wir erreichen unseren Campingplatz, Camping Villsom in Sevilla, am späten Abend und die Atmosphäre ist einfach großartig. Man parkt direkt unter Palmen und ein sauberer Pool ist ebenfalls vorhanden.

► Die besten Campingplätze in Spanien findest du hier.

Wir starten mit dem Bus in die Innenstadt und erreichen das Zentrum nach ca. 30 Minuten. Unsere Erkundungstour startet an der eindrucksvollen Plaza de España. Der Platz mit seinen vielen Details ist einfach atemberaubend. Wir laufen am Alcazar (Tickets unbedingt vorher online kaufen, wir haben leider keine mehr bekommen) weiter Richtung Zentrum und essen hervorragende Tapas in der Bodega Santa Cruz. Die Musik und die Stimmung in der Stadt sind einzigartig und beeindrucken uns nachhaltig. Sevilla wir kommen wieder! Wir bleiben weiter in Andalusien und fahren nach Cordóba.

Cordoba ist wunderbar

In Cordóba haben Römer, Araber und Spanier ihre Spuren hinterlassen. Diese kulturelle Vielfalt prägt das Stadtbild und die Innenstadt ist vollgepackt mit Sehenswürdigkeiten. Uns beeindruckt besonders die Mezquita.

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In der Kirche findet man typische arabische Verzierungen und Kalligraphie und außerdem auch christliche Altäre, Kreuze und eine riesige Orgel. Die ehemalige Moschee ist einer der interessantesten Orte unserer gesamten Reise. Nach diesen vielen Sinneseindrücken genießen wir die Ruhe in den Gärten des Alcazar und entspannen in der weitläufigen Palastanlage. Wir verlassen den Palast und schlendern weiter zur Puente Romano. Die Brücke ist eine Hinterlassenschaft der Römer in Cordóba und eines der ältesten Monumente der Stadt. Wir sind einfach begeistert. El Brillante, unser Campingplatz für die Nacht, ist ideal gelegen und für einen kurzen Aufenthalt absolut empfehlenswert.
Leider müssen wir langsam an den Heimweg denken und müssen diesen wunderschönen Ort verlassen. Unser nächster Halt ist Toledo.

Rolltreppen in Toledo

Auf dem Weg zu unserem Campingplatz für die Nacht sehen wir die auf einem Hügel gelegene Altstadt bereits von Weitem und die Vorfreude steigt. Wir richten uns kurz auf unserem wunderschönen Campingplatz El Greco ein und düsen dann direkt mit dem Bus nach Toledo. Der Bus hält am Fuße des Hügels und mit einer Rolltreppe kann man bequem in die Altstadt fahren. Nicht sehr chic, aber komfortabel. Die ehemalige Hauptstadt besticht durch ihre kulturelle und historische Vielfalt und versetzt einen zurück ins Mittelalter.

Toledo, Spain

In der ganzen Altstadt findet man christliche, jüdische und maurische Spuren. Besonders gefallen haben mir die Ritterrüstungen und Schwerter, die in fast jedem Geschäft angeboten werden. Da wir wieder nach München fliegen und ich keinen Platz im Handgepäck habe, gibt es leider kein Schwert für mich. Wir probieren Manchego-Käse und lassen uns durch die schmalen Gassen treiben. Die Stadt ist ein einziges, riesiges Freiluftmuseum. Nach Sevilla, Corodba und Toledo freuen wir uns wieder auf etwas Natur und entscheiden uns für den Tipp eines anderen roadsurfers und fahren in die Halbwüste und den Nationalpark Las Bardenas Reales.

Wild-West-Feeling mit Gänsegeiern

Die Landschaft ist einzigartig und um die Jahreszeit sind wir fast allein. Wir bestaunen verrückte Felsformationen, die karge Landschaft und Gänsegeier. Die Fahrt durch den Nationalpark ist nur mit 20km/h möglich uns so bleibt genug Zeit, die atemberaubende Landschaft zu bestaunen. Wir sind begeistert und fühlen uns in einen Italo-Western versetzt. Für die Besichtigung des Nationalparks sollte man ca. zwei bis drei Stunden Zeit einplanen und in den Sommermonaten auf jeden Fall Verpflegung einpacken. Wir fahren weiter Richtung Norden und Übernachten am Rande des Parque Natural Urbasa-Andia auf dem Campingplatz Artaza-Urederra und verbringen einen der schönsten Abende im Restaurant des Campingplatzes.

Berge und mehr im Nationalpark Urbasa-Andia

Der Platz ist absolut empfehlenswert! Nach einer kurzen Nacht düsen wir weiter quer durch den Nationalpark Richtung Bordeaux. Wir überqueren einen Bergpass und entdecken freilaufende Ponys. Nach einer kurzen Streichelpause ziehen wir weiter und es wird noch besser: nach den Ponys treffen wir auf Pferde und Esel. Besonders die Esel, die zum Campingplatz Urbasa gehören sind ein absolutes Highlight und lassen sich Streicheln. Meine Freundin ist glücklich! Das Ende unseres Roadtrips nähert sich und leider müssen wir unseren Bus wieder in Bordeaux abgeben.

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Sand und Entrecote

Auf dem Weg nach Bordeaux machen wir einen kleinen Umweg, besichtigen die Düne von Pylat, essen Muscheln und Entrecote im Le Bordeaux Arcachon und shoppen im schönen Fischerstädtchen. Die Brasserie ist nicht ideal gelegen (direkt am Bahnhof) entschädigt aber mit sehr gutem Essen und fairen Preisen. Wir verabschieden uns vom Meer und verbringen unseren letzten Abend in Bordeaux. Die Cité du Vin begeistert nicht nur mit ihrem Wein, sondern auch mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, stylischen Geschäften und lebendigem Nachtleben. Besonders gut gefallen hat uns, der Place de la Bourse im Stadteil Saint-Pierre und auch die Kathedrale von Bordeaux ist einen Besuch wert. Von dort aus lässt sich das Nachtleben ideal erkunden und zahlreiche Bars laden auf ein Glas Bordeaux ein. Ein wunderbarer Abschluss einer aufregenden und sehr abwechslungsreichen Reise!

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