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Dein Camper. Dein Abenteuer.

Familien-Roadtrip durch den Balkan

Wir sind mit unserem Mercedes Marco Polo alias Travel Home drei Wochen, unseres Roadtrips durch den Balkan, in drei Ländern unterwegs und werden am Ende über 3000 km zurücklegen. Mit zwei kleinen Kindern und jeder Menge Abenteuerlust im Gepäck. Unsere Highlights mit Kids:

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Autor: Tatjana Kopel


Slowenien:

Vor unserer Reise ist Slowenien für mich immer nur eine „Durchreise-Station“ in den Süden gewesen. Doch je mehr ich mich mit der Planung für unseren Roadtrip durch den Balkan beschäftige, desto mehr steigt die Vorfreude auf das kleine Land! Klar, die Kids wollen lieber sofort ans Meer, aber Berge, Seen und Flüsse sind dennoch eine tolle Abwechslung für die ganze Familie!

Bleder See

Nach vier Stunden Fahrt ab München, kommen wir auf unserem ersten Campingplatz Perun Lipce nicht weit von der Autobahn an. Es ist nichts besonderes, aber man hat einen Blick auf die Berge und eine Art Stausee und wir grooven uns mit dem Camper zu Viert erst einmal ein. Gar nicht so einfach am Anfang. Wer schläft wo und wo kommen die ganzen Sachen hin? Das Wurfzelt hilft schon ungemein und die Kindersitze kommen auf den Vordersitz. Als endlich alles an seinem Platz ist, gibt es die erste, entspannte Grill-Runde mit unserem Elektrogrill und wir springen in den eiskalten Flussarm.

Am nächsten Tag fahren wir mit unsrem hübschen, blauen Marco Polo die 20 Minuten zum bekannten Bleder See mit der aufragenden Burg und der Insel Bled. Es ist Anfang August die Hölle los und nur mit etwas Glück bekommen wir einen Parkplatz nur fünf Minuten vom Seeufer entfernt für 10€ am Tag. Dort packen wir die Badesachen aus und genießen einfach nur das Panorama des wunderschönen Bleder Sees!

Nach dem Mittagessen mit stilechter Kremschnitta als Nachspeise, wollen wir uns eigentlich mit den berühmt-berüchtigten Ruderbooten zur Insel schippern lassen. Durch Zufall entdecken wir aber einen Bootsverleih, um selber zu rudern – für die Kids definitiv das größere Abenteuer! Die kurze Strecke ist gut machbar, der Blick über den See einmalig! Dort angekommen, laufen wir etwas umher und die Kinder wollen natürlich unbedingt die Glocke der sogenannten Wish-Church läuten (für 6€ Eintritt pro Erwachsenem und 1€ für die Kids). Das soll schließlich Glück bringen. Entspannt und happy rudern wir wieder zurück und fahren nach einem kleinen Einkaufsstopp mit dem Camper Richtung Campingplatz und verbringen dort einen gemütlichen Abend mit Bier und Nudeln mit Tomatensoße. Eben das, was zum typischen Roadtrip durch den Balkan dazu gehört.

Vrsic Pass

Vom Bleder See ist es nicht weit zum Triglav National Park, durch den der Vrsic Pass führt. Vorbei am überfüllten Jasna See geht es stetig hinauf. 50 Haarnadelkurven mit atemberaubendem Blick auf die Berge führen uns bis auf 1.600 Meter hoch – ein Highlight mit dem Camper! Wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Gerade mit dem kleinen Travel Home sind die Kurven überhaupt kein Problem.

Langsam geht es dann nach dem höchsten Punkt wieder bergab ins Tal bis fast nach Bovec an den Fluss Soca. Hier legen wir im Kajak Kamp Toni den nächsten Stopp ein. Von hier ist es dann nicht mehr weit bis an die Küste Kroatiens…


Kroatien:

Als Kind bin ich mit meiner Familie jedes Jahr zwei Wochen in Kroatien zelten gewesen. Daher verbindet mich mit diesem schönen Land am Meer eine tiefe Sehnsucht nach Freiheit und Abenteuer. Mal gucken, ob wir diese auch finden. Deshalb ist der nächste Stopp auf unserem Roadtrip durch den Balkan noch nicht konkret festgelegt. Wir fahren auf gut Glück einfach drauf los, ohne bestimmtes Ziel und Camping-Reservierung. Erster Stopp: die Insel Krk!

Inseln Krk & Losinj

Die Kinder können es schon kaum mehr erwarten endlich ins Meer zu springen! Aber erst einmal heißt es Daumen drücken, dass wir überhaupt noch einen netten Platz für unseren Marco Polo bekommen. Aber unser Roadtrip durch den Balkan steht unter einem guten Stern: auf zweimalige Nachfrage erstehen wir den besten Platz auf dem ganzen Gelände des Eco Camping Glavotok! Zufällig ist dieser genau für 3 Nächte frei geworden und wir können unser Glück kaum fassen. Mit unserem kompakten Van passen wir perfekt unter den Baum mit direktem Meerblick in 1. Meereslinie. Die Hängematte darf natürlich auch nicht fehlen. So stelle ich mir das perfekte Vanlife vor! Freiheit pur…

Die nächsten Tage bewegen wir uns also nicht vom Fleck und genießen einfach nur unser Travel Home, das Meer, die Sonne und das Leben. Wir hüpfen jeden morgen nach dem Müsli-Frühstück mit Kaffee ins Wasser, kaufen für mittags frisches Brot im kleinen Shop und schwärmen abends über den Sonnenuntergang. Okay, Schnorcheln und Wandern kann man hier auch ganz gut. Aber wo auf der Welt wacht man schon mit Meeresrauschen auf und geht auch mit Wellenspiel im Ohr ins Bett? Den Sternenhimmel gratis dazu? Wir lernen auch noch zwei Plätze weiter eine Familie mit Kindern aus Essen kennen und die Kids sehen wir den ganzen Tag nicht mehr. Da ist es dann auch, das Abenteuer (zumindest für die Kids;). Die Zeit vergeht viel zu schnell und wir beschließen das easy life auf der Insel Losinj fortzusetzen.

Mit der Fähre geht es in 20 Minuten also auf die Nachbarinsel bis zum Campingplatz Rapoca. Auch hier finden wir den Camper-Himmel auf Erden vor, mit Meerblick, tiefenentspannter Atmosphäre, verschiedenen Buchten zum Baden und dem Ort Nezerine in Laufdistanz. Wir grillen Cevapcici mit Ajvar oder es gibt Nudeln. Die Hängematte tut mal wieder ihr Übriges, ein Muss für jeden chilligen Camper-Urlaub! Unsere holländischen Nachbarn sind super nett und wieder haben wieder neue Freunde gewonnen, die Kinder natürlich auch. Wir leihen uns ein SUP, machen bei der Kids-Disco mit und gehen am letzten Abend in Nezerine lecker Essen. Nach vier Tagen Nichtstun und dem Rauschen des Meeres lauschend, ist es langsam doch wieder Zeit für etwas mehr Action.

Krka National Park

Daher geht es für uns wieder zurück mit der Fähre nach Krk und weiter über die kostenpflichtige Brücke auf das Festland bis kurz nach Zadar. Landschaftlich ein Traum hier zu cruisen. Es ist mittlerweile Mitte August und kaum etwas los auf der wirklich gut ausgebauten Autobahn (kostenpflichtig). Wir nisten uns im Camping Krka für zwei Nächte ein und springen erst einmal in den schönen Pool!

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Marco Polo nach Lozovac mit Touristenzentrum. Hier gibt es einen riesigen, kostenlosen Parkplatz und einen Shuttle zum Eingang des National Parks (Eintritt ca. 100 Kuna für Erwachsene). Wir sind nicht alleine hier, kein Wunder bei der wunderschönen Landschaft in mitten von saftigen Hügeln und rauschenden Gewässern. Erst erkunden wir den ca. 2km langen Rundweg über Stege und Waldpfade bis zu dem bekannten Skradinski Buk Wasserfall. Ein echter Hingucker, vor allem, weil man hier tatsächlich Baden darf. Die Kinder lieben es und trotz der Menschenmassen ist es ein einmaliges Erlebnis.

Zurück beim Ausgangspunkt machen wir noch eine zweistündige Bootstour zur Insel Visovac. Der Bootsführer liebt unsere Kinder und alle haben Spaß. Wir genießen die Ruhe auf den Flussarmen umsäumt von üppiger Natur und landen nach ca. 45 Minuten Fahrt auf der Insel mit dem Franziskanerkloster aus dem Jahre 1445. Es ist nett und beschaulich und bald geht es wieder zurück zu unserm Camper, wo wir erst einmal den Kühlschrank mit den kalten Getränken plündern!

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Montenegro:

Leider haben wir am Ende nur noch vier Tage unseres Roadtrips durch den Balkan übrig, um dieses kleine Land zwischen Bergen und Meer zu erkunden und kommen daher gerade mal bis kurz nach der Grenze. Aber gerade in diese Region um Kotor verlieben wir uns am Ende fast am meisten! Okay, es ist nicht gerade easy nach Montenegro zu kommen. Von Kroatien kommend müssen wir durch insgesamt drei Grenzübertritte fahren (Bosnien liegt auch noch dazwischen) und gerade nach Montenegro rein ist durchaus mit etwas Wartezeit zu rechnen.

Kotor

Unser Autokamp Naluka in Morinj kann definitiv nicht mit den genialen Plätzen in Kroatien mithalten, aber er liegt direkt am Fluss und nur 3 Minuten vom Meer entfernt. Eine Familie aus Holland mit kleinen Kindern leistet uns hier auch etwas Gesellschaft. Und es ist der perfekte Ausgangspunkt, um die Umgebung rund um Kotor zu erkunden. Allein die Fahrt mit dem Camper entlang der Bucht von Kotor ist schon eine Reise wert. Wir brauchen gute 30 Minuten, bis wir die Stadt erreichen. Auch hier ist einiges los, aber wir finden einen guten Parkplatz bei dem Einkaufszentrum Kamilija für 3€ pro Stunde. Von hier sind es zu Fuß ca. 10 Minuten in die Altstadt von Kotor, vorbei an den riesigen Kreuzfahrtschiffen.

Kotor zieht mich sofort in seinen Bann mit den vielen, kleinen Plätzen und süßen Gassen überall. Kleiner als Dubrovnik und doch irgendwie authentischer. Kotor ist ja auch die Stadt der Katzen, daher treffen wir an jeder Ecke ein weiteres, niedliches Exemplar. Obwohl es gerade heiße Mittagszeit ist, wollen wir dennoch die alte Stadtmauer nach oben laufen (Eintritt: 8€ für Erwachsene). Es geht entweder auf Stufen oder auf einem Kiesweg steil bergauf. Die Kleine haben wir in der Kraxe. Nach ca. 20 Minuten Fußmarsch erreichen wir zumindest die kleine Kapelle und beschließen nicht weiter zu wandern. Der Blick von hier oben ist auch schon spektakulär und wir sind völlig außer Atem. Aber es lohnt sich definitiv!

Lovcen Pass

Von Kotor aus starten wir weiter Richtung Norden zum Lovcen Pass. Ähnlich wie in Slowenien ziehen sich die Mini-Kehren steil den Berg hinauf und wieder hinab. Allerdings sind die Kurven hier wirklich wahnsinnig eng und mit einem größeren Camper würde ich hier nicht fahren wollen. Zwischendrin gibt es atemberaubende Ausblicke auf die Bucht von Kotor und sogar bis hinunter ans Meer von Budva. Am Gipfel steht dann theoretisch das Niegosza Mausoleum, wir kommen aber leider nicht so weit, da wir wieder zurück zum Campingplatz müssen. Daher drehen wir auf halber Strecke um und wissen jetzt schon, wir müssen wieder kommen.


Fazit

Als wir nach 20 Tagen, roadtripen durch den Balkan, wieder in München ankommen ist mein erster Gedanke: wozu der ganze Kram und Platz im Haus? Tatsächlich macht Campen einen genüglicher in jeder Hinsicht. Man braucht nicht viel zum Glücklichsein. Zwei Betten, eine Mini-Küche und die Natur direkt vor der Haustüre waren auch für unsere Kids völlig ausreichend. Okay, ein paar Spielkameraden am Campingplatz und ein kleiner Spielplatz sind auch immer nett. Und um es mit den Worten meines 7jährigen Sohnes zu sagen: drei Wochen würde ich normalerweise nicht in den Urlaub fahren wollen, aber mit dem Camper war es ein cooles Abenteuer!

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