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Autoren: Thomas und Alex

Camping auf den Lofoten

Thomas und Alex haben sich dazu entschieden einen VW T6 California Ocean zu mieten und damit ihren Traum vom Camping auf den Lofoten zu erfĂŒllen. Auf ihrem Roadtrip haben die Beiden so einiges erlebt. Lasse dich von ihrer Reise inspirieren und hole dir Anregungen fĂŒr das Campen in Norwegen!

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Camping auf den Lofoten

Passt denn auch alles rein?

Kaum ĂŒber das Camping auf den Lofoten gefreut, haben wir uns auch schon Sorgen ĂŒber den Stauraum unseres Campers gemacht. „Passt da denn alles rein?“

Die Freude darĂŒber, dass der VW Bulli ĂŒberall als normales Auto durchgeht, wich der Angst vor Stauraum. Und eines war sicher: Alles muss mit! Unsere zwei Mountainbikes, die komplette Downhill-SchutzausrĂŒstung inklusive ErsatzschlĂ€uchen, die XL-WanderausrĂŒstung, die KletterausrĂŒstung, zwei SUPS, Kamera 


Ohne das nötige Equipment ist es schließlich auch kein Urlaub! 

Zu unserer Verwunderung hat in unseren VW T6 California dann aber alles reingepasst und wir konnten auf das Camping in Norwegen freuen. Entspannt und erleichtert ging es fĂŒr uns dann in Richtung Norden! Die ersten Kilometer hatten wir ein wenig Pech, da wir im Stau standen und spĂ€ter keinen passenden Stellplatz gefunden haben. Also wurde es ein Autobahnrastplatz! Auch wenn der Ausblick nicht der Schönste war und uns die Natur fehlte, in unseren roadsurfer hatten wir uns jetzt schon verliebt

Generalprobe in DĂ€nemark

An Tag 3 stand das erste Highlight auf dem Programm. Raus aus dem Bulli, ab auf die Bikes und los ging das Sightseeing in Kopenhagen! Als wir nach ein paar Stunden zurĂŒck zu unserem Camper kamen, sahen wir einen Strafzettel am Fenster kleben. Bei nĂ€herem Betrachten stellten wir fest, dass unser Parkticket an den unteren Rand der Windschutzscheibe gerutscht war. Die Politesse konnte das natĂŒrlich nicht sehen und es gab eine saftige Strafe…

Unser Tipp: Legt den Parkschein an einen geeigneten Platz, sonst wird es teuer!

Unsere Reise fĂŒhrte uns weiter nach Schweden, gerade noch pĂŒnktlich, um die kĂŒrzeste Nacht des Jahres zu erleben. Die berĂŒhmte schwedische Mitsommer-Party haben wir leider verpasst, aber dafĂŒr durften wir eine tolle Nacht am sĂŒdschwedischen Strand erleben, die absolut unseren Vorstellungen entsprach. Die Temperatur war mit 12 Grad kĂ€lter als erwartet, aber so kam die Standheizung erfolgreich zum Einsatz. Auch am nĂ€chsten Morgen hielt uns die KĂ€lte nicht davon ab die Bus-Dusche zu testen. Wir sind immer noch davon begeistert, wobei das Duschen in wĂ€rmerer Umgebung sicherlich auch Spaß macht.


Norwegen

NĂ€chste Station: Oslo! Zu unserer Überraschung war das Parken hier am Wochenende kostenlos. Oslo ist definitiv eine Reise wert und wir werden auf jeden Fall zurĂŒckkommen! Dieser Roadtrip stand allerdings ganz im Zeichen der Natur. Und genau das bot uns unser nĂ€chster Stellplatz nördlich von Oslo. Die Tesla-Tankstelle ließ kaum darauf schließen, dass ein paar Kilometer weiter eine abgelegene Parkbucht mit Seeblick auf uns wartete. SpĂ€testens nach unserem erfrischenden Bad am Morgen fĂŒhlten wir uns als wĂ€ren wir im Paradies. Freiheit pur und unabhĂ€ngig vom Rest der Welt!

Roadtrip Norwegen


Von Lillehammer ĂŒber Mittelnorwegen in Richtung Geiranger

Vorbei an riesigem Gebirge, Landschaften voller Schnee und Eis fĂŒhrte uns die Fahrt zum Fjord, der die Hurtigruten zum Sehnsuchtsziel so vieler Menschen macht. Wir freuten uns, als wir unseren Camper um 23 Uhr in der Nacht an der Aussichtsplattform abstellten. Bis auf einen anderen Van, war hier niemand. Dank Jedermannsrecht sprach auch nichts dagegen zu bleiben. Wir haben direkt an der Aussichtsrampe geparkt, unseren Tisch aufgebaut und fingen an zu Kochen. Stress, Verpflichtungen, Alltag, alles war so weit weg! Am nĂ€chsten Morgen durften wir die Hurtigruten hautnah erleben. Das beschauliche Fleckchen hatte sich in einen Rummel verwandelt. Menschenmassen drĂ€ngten aneinander vorbei und die Busse standen Schlange. Es war höchste Zeit aufzubrechen. Auf unserer Route lag der Adlerweg, der Trolligste und die Stadt Ålesund. Alle drei Spots haben sich mehr als gelohnt. Ålesund war eine schöne Stadt mit norwegischem Charme. Am stadteigenen Hausberg wurde unser Aufenthalt von einem dreistĂŒndigen Sonnenuntergang gekrönt.

GewöhnungsbedĂŒrftiges Wetter

Leider drĂŒckte das Wetter ein wenig auf unsere Stimmung. Es war kalt, windig und in den Bergen hing der Nebel. Auch die berĂŒhmte Atlantikroad beeindruckte uns im Regen nicht. Unsere Idee mit dem SUP den dortigen See zu erkunden verwarfen wir aufgrund der KĂ€lte auch. Wir fuhren also weiter! Nach so viel Natur haben wir ein wenig Abwechslung in Trondheim gesucht. Das Wetter war auf unserer Seite und wir durften die ehemalige Hauptstadt Norwegens bei strahlender Sonne entdecken. Wir haben uns direkt in die Stadt verliebt. Der erste Fahrradlift weltweit, die bekannteste Kathedrale Skandinaviens und das grĂ¶ĂŸte Holzhaus des Landes beeindruckten uns.

Unser Tipp: Setzt euch mit einer Tasse Kaffee in die Sonne und lasst das bunte Treiben auf euch wirken, es lohnt sich! Übrigens ist der Kaffee in Norwegen nicht nur lecker, sondern auch nicht so teuer. Hier fanden wir auch endlich das, was fĂŒr uns so typisch norwegisch war: einen urigen Fischladen. Da wir auf dem restlichen Trip keinen solcher LĂ€den gesehen haben, muss es wohl einer der Einzigen seiner Art gewesen sein. Unser Camping-Trip auf den Lofoten ging weiter, wir ĂŒberquerten den Polarkreis, vorbei am Hausberg Stetind in Richtung Narvik. Obwohl das Wetter zu wĂŒnschen ĂŒbrig ließ, waren wir beeindruckt von der mĂ€rchenhaften Berglandschaft. Langsam gewöhnten wir uns auch an die KĂ€lte und lebten uns in unserem Roadsurfer immer mehr ein. Tapfer rollte er mit uns ĂŒber die Straßen Norwegens und erwies sich als treuer Begleiter.


Ziel erreicht

Und plötzlich hatten wir das Ziel erreicht. Schwer zu glauben, aber hier war alles noch beeindruckender als zuvor. Die Landschaft imponierte uns und wir waren an unserem persönlichen Paradies angekommen. FĂŒr 8 Tage sollte das jetzt unser Zuhause sein. Nachts um 1 Uhr lagen wir in unserem Dachbett mit Blick auf den traumhaften Strand. Wir hatten uns an die Tatsache gewöhnt, dass es nicht mehr dunkel wird und genossen die Mitternachtssonne und das Camping auf den Lofoten.

Der Zauber der Lofoten hatte uns in seinem Bann. Endlich war Zeit zum Biken, Paddeln und Bergsteigen. Neben einer Speedboot-Tour und den weltbesten Zimtschnecken in Henningsvaer, besuchten wir ein Vikinger-Museum. Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte, fĂŒhlten wir uns zunehmend wohler und erholter.

Nach ein paar Tagen schnappten wir unseren Camper und machten Halt in MoskenesĂžy. Mittlerweile hatten wir unseren Rhythmus total verloren. Um 17 Uhr gab es Mittagessen, kurz nach 0 Uhr war dann Zeit fĂŒrs Abendessen. Aber das war gut so, der Alltag war so weit weg wie nie! Entsprechend traurig waren wir, als wir die RĂŒckreise antraten. Obwohl noch schöne Orte auf uns warten sollten, waren wir ein wenig emotional. Je mehr wir allerdings in Richtung SĂŒden fuhren, desto wĂ€rmer wurde es auch. Die mittelschwedischen WĂ€lder und die darin lebenden Rentierte begeisterten uns und schwĂ€chten die Sehnsucht nach den Lofoten.

ZurĂŒck in den SĂŒden – ĂŒber Schweden

In Arvidsjaur besuchten wir noch einen Hundeschlittenveranstalter mit 70 Hunden. Das war ein ganz besonderes Erlebnis, das wir nicht mehr vergessen werden! ZurĂŒck ging es auch ĂŒber Stockholm und den sĂŒdschwedischen Strand. Wir verbrachten die restlichen NĂ€chte hauptsĂ€chlich am Strand und genossen dabei Natur pur! Über die ÖresbrĂŒcke fĂŒhrte unser letztes StĂŒck in Richtung SĂŒden. Von hier aus haben wir die FĂ€hre nach Deutschland gebucht und ohne so schnell waren 3,5 Wochen Urlaub und Camping auf den Lofoten vorbei!

Bye, bye Bulli!

Leicht melancholisch kamen wir 3,5 Wochen nach Abreise wieder in MĂŒnchen an. Wir wollten ihn nicht mehr zurĂŒckgeben – unseren Bulli! Er hatte uns eine unvergessliche Zeit beschert. Er hat uns ein unglaubliches GefĂŒhl von Freiheit geschenkt und er hat uns Skandinavien gezeigt. WehmĂŒtig rĂ€umten wir ihn aus, schweigsam und fast schon traurig brachten wir ihn am nĂ€chsten Morgen zur Mietstation zurĂŒck. Wir vermissen ihn immer noch, es war eine so wundervolle Zeit! Das Camping in Norwegen hat uns gezeigt, wie einfach das Leben sein kann und dass man nicht viel braucht, um glĂŒcklich zu sein.


Roadtrip durch Norwegen mit den Mountainbikes