Camping mit Kleinkind im Hells Ferienresort

Unser roadsurfer-Wochenende im Zillertal

Drei Tage Auszeit in den Bergen liegen vor uns. Mit einem Bulli von roadsurfer. Christian und ich haben uns für das Hells Ferienresort im Zillertal entschieden. Hier haben wir alles, was wir brauchen. Camping mit Kleinkind im Bus, Wandern, Wellness – was will man mehr?

Von Lea Wacker

Wir sind da im Hells Ferienresort in Fügen

Freitag, 13 Uhr

Nach ungefähr 1,5 Stunden Anreise aus München sind wir angekommen. „Daaaaa“, ertönt es von der Rückbank. Der kleine Mann (1 Jahr alt) ist wach und ausgeschlafen. Die beste Voraussetzung, um in unseren wohlverdienten Kurzurlaub zu starten. Kaum steigen wir aus dem Bulli aus, kommt uns Karin vom Hells schon entgegen mit einem „Schön, dass ihr da seid.“ Was für eine Begrüßung. Okay, zugegeben, wir sind auch nicht zum ersten Mal da. Dieses Mal aber mit Bulli. Unser erstes Mal Camping mit Kleinkind. Wir haben etwas Respekt – freuen uns aber dennoch riesig.

Camping mit Kind: Im roadsurfer vor dem Campingplatz (Bild: Lea Wacker)

Im roadsurfer vor dem Campingplatz (Bild: Lea Wacker)

Camping mit Kleinkind schließt Wellness nicht aus

Das Hells bietet die idealen Voraussetzungen für Familien. Ein 220 Quadratmeter großer Indoor-Spielraum, eine Boulderwand und Trampolin laden die Kids zu sportlichen Aktivitäten ein, wenn das Wetter mal nicht mitspielt. Währenddessen können die Eltern im 1.500 Quadratmeter großen Wellness-Bereich entspannen. Auch nach einer ausgiebigen Bergtour oder einem langen Skitag in Hochfügen absolut perfekt, um den Tag ausklingen zu lassen.

Auch der Schwimmbereich bietet entspannte Stunden für die ganze Familie. Auf 120 Quadratmeter ist für jedes Familienmitglied etwas dabei. Ein Plantschbecken für die kleinen Camper, Luftsprudel-Liegen und ein großer Liegebereich.

Camping mit Kind: Der Bulli vor tollem Bergpanorama (Bild: Lea Wacker)

Der Bulli vor tollem Bergpanorama (Bild: Lea Wacker)

Direkt neben dem Kinderspielplatz

Wir haben einen super Stellplatz auf einer leicht erhöhten Terrasse am Berghang. Direkt neben dem Kinderspielplatz – perfekt für den Zwerg. Alle Stellplätze sind sehr großzügig geschnitten (70-115 Quadratmeter). Strom, Gas, (Ab)wasser und ein TV-Anschluss findet man an jedem Platz. WLAN sowieso. Wichtig für uns Blogger.

Wer übrigens nicht auf Campen steht, kann auch gerne eines der schönen Apartments & Chalets mieten. Wir finden, es duftet dort so wunderbar nach Zirbe. Zirbe ist einfach sehr hüttig 🙂 und wir lieben Berghütten.

Camping mit Kind: Der roadsurfer von oben (Bild: Lea Wacker)

Der roadsurfer von oben (Bild: Lea Wacker)

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Auf zu den Krimmler Wasserfällen

Da es erst früher Nachmittag ist, entschieden wir uns zu den Krimmler Wasserfällen zu fahren. Das ist ca eine Stunde mit dem Auto entfernt. 10 Euro für die Pass-Strasse muss man zusammenkratzen und ein paar Euro für den Parkplatz vor Ort. Ist das Erlebnis aber allemal wert. Beeindruckende Wasserfälle ragen aus dem Gebirge. Eine feuchte Angelegenheit. Wer schon mal durch eine Klamm gewandert ist, kann sich vorstellen, wie die Gischt einem hier entgegenkommt. Es gibt drei Fallstufen mit einer Gesamthöhe von 380 Meter.

Camping mit Kleinkind? Aber bitte auch mit Erholung für die Mama!

Pro Sekunde stürzen sich hier 5,6 Kubikmeter Wasser ins Tal. Selten so ein tolles Naturschauspiel erlebt. Man kann hier entweder den Wasserfall entlang wandern oder eben vom Fuß des Wasserfalls das Massiv bestaunen und tolle Fotos schießen. Wir haben uns für Zweiteres entschieden, da wir von der Fahrt und Packerei am Morgen müde waren. Außerdem hat die Mudda keine Lust auf Anstrengung. Mit der Kraxe, Foto-Equipment jetzt da hoch – neeeee. Unser Camping mit Kleinkind sollte ja Erholung werden. Also Heimweg antreten. Diese unfassbar schöne Rückfahrt, mit der Sonne im Rückspiegel, es gibt eigentlich nichts, was romantischer ist – kurze Pause am Durlassboden (Stausee nähe Königsleiten). Wir lassen die Drohne steigen und fangen ein paar tolle Augenblicke ein.

Camping mit Kind: Vor den Krimmler Wasserfällen (Bild: Lea Wacker)

Vor den Krimmler Wasserfällen (Bild: Lea Wacker)

Zurück auf dem Campingplatz – Aufbauen im Nu

Das ist eigentlich jetzt der Moment, an dem man sich einfach nur in den Wellness-Bereich legen und entspannen will – beim Camping mit Kleinkind ist das jedoch nicht so einfach. Hunger, Pipi, müde. Und vor allem erstmal aufbauen. Aber mit dem Bulli ist das schnell geschehen. Hochdach rauf, ein Knopfdruck genügt, Marquise, 20 Sekunden. Stühle und Tisch raus – fertig.

Hupe vs. Hund – wer ist eigentlich lauter?

Jetzt wäre eine Leine ganz gut, damit der Zwerg den Radius 10 Meter um den Bus einhält – daran haben wir leider nicht gedacht. Aber er findet es am Steuer auch ziemlich spannend und verbringt dort die Zeit bis zum Abendessen. Radio laut, Radio leise. Blinker an, Blinker aus. Das Spiel „Wer ist Lauter? Die Hupe oder der Nachbarshund?“ findet er super.

Camping mit Kind: Der roadsurfer von oben (Bild: Lea Wacker)

Der roadsurfer von oben (Bild: Lea Wacker)

Hier sind alle ganz entspannt

Die Spaghetti (was sonst) blubbern entspannt vor sich hin, das Glas Wein tanzt in unseren Händen und wir blicken auf die Berggipfel. Entspannung kehrt ein. Nach dem Essen machen wir einen kurzen Abstecher ins Schwimmbad. Kuuurz – denn es ist schon 18 Uhr und keiner braucht heute noch ein knatschiges Kind zum Tagesabschluss. Wir haben ein Familienbad gemietet – für uns absolut sinnvoll, da es einfach praktisch ist, ein Zimmer zu haben. Wir lassen unsere Wäsche hier trocknen und können entspannt duschen – also eine gute Investition. Im Schwimmbad treffen wir auf entspannte Familien, die den Abend mit ihren Kids ausklingen lassen.

Wir schlafen alle gemeinsam unten

Es ist eine tolle Atmosphäre. Irgendwie sind wir alle vom gleichen Schlag. Camper eben. Gegen 20 Uhr kommt die Reinigung und schmeißt die letzte Runde Schwimmnudeln. Danach ist Feierabend für alle. Kaum aus dem Wasser, gibts Gezeter mit dem Kleinen – war zu erwarten 😉 Da unser Mietbad gleich um die Ecke ist, hält sich das alles im Rahmen und der Zwerg schlummert ziemlich schnell im Kinderwagen ein. Ruhe. Entspannung. Danke. Die Nacht verbringen wir zu dritt übrigens unten im Bulli. Unser Plan, dass der Kleine oben schläft, geht nicht auf. Und da wir richtig un-camperhaft einfach die große Bettdecke von daheim eingepackt haben, hat sich die Frage, ob einer von uns oben schläft, dann auch erledigt.

Camping mit Kind: Immer wieder ein Highlight: Schlafen im Bulli (Bild: Lea Wacker)

Immer wieder ein Highlight: Schlafen im Bulli (Bild: Lea Wacker)

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Das Spieljoch – unsere Wanderung zur Geolslam

Tag 2

Unser Tag beginnt bereits um 7 Uhr. Okay 7:30 Uhr mit wiederholtem halbstündigen Abhängen von Paul im Führerhaus. Gut für uns.

Was machen wir heute? Wandern!

Nach dem Frühstück besuchen wir Karin an der Rezeption, bekommen einen super Tipp: Das Spieljoch. „Da fahrt ihr mit der Gondel hoch zur Bergstation und wandert zur Geolsalm“. Gesagt, getan. Nicht mal 5 Minuten mit dem Auto dauert es bis zur Spieljochbahn. Es ist ein wunderschöner Wanderweg, über das Gipfelkreuz. Jedoch mit einem hopsenden Kind in der Kraxe müssen wir schon ordentlich aufpassen, das Gleichgewicht an manchen Stellen nicht zu verlieren. Aber hey #lebenamlimit. Wäre ja auch sonst  langweilig. Als uns dann 2 mal der Rettungshelikopter entgegen kommt, wird uns dann schon etwas mulmig. Aber wir kommen heil an der Geolsalm an und trinken erstmal einen Almdudler. Muss sein. Wir genießen eine wunderschöne Aussicht. „Könnten wir hier eventuell mit dem Bulli hoch und ein Foto machen?“ Chris schaut mich an und rollt mit den Augen. „Was du immer willst – typisch Bloggertante.“  Der Rückweg zur Bergstation ist wesentlich entspannter, trotzdem wunderschön.

Camping mit Kind: Auch mit Kind in der Kraxe kommt man oben an (Bild;: Lea Wacker)

Auch mit Kind in der Kraxe kommt man oben an (Bild: Lea Wacker)

Die Bergstation Spieljoch – ein Erlebnispark für die ganze Familie

Das Highlight der Wanderung kommt erst noch. Das Spieleparadies für Kinder direkt an der Bergstation. Ein Natur-Erlebnispark für Groß und Klein. Es gibt einen Barfußpfad, Flyingfox, Wasserspielplatz, Riesentrampolin und Bouldern am echten Fels. Wer sich traut, kann sogar eine Abfahrt mit Cross-Rollern wagen. Wir entscheiden uns dann aber doch für die Gondel. Dieses wunderschöne Bergpanorama, die klare Luft im Herbst – diese Farben. Wunderbar. Entspannung. Und wichtig: Keine Fluchtmöglichkeiten für den Zwerg. Im Hintergrund bimmeln die Kuhglocken.

Camping mit Kind: Mama und Sohn genießen die tolle Natur (Bild: Lea Wacker)

Mama und Sohn genießen die tolle Natur (Bild: Lea Wacker)

Kühe überqueren die Straße – irgendwie toll

Wir überlegen kurz nochmal hoch und wieder runter zu fahren – ist aber leider schon zu spät. Die letzte Gondel um diese Jahreszeit fährt um 16:30 Uhr. Kurz danach sind wir wieder im Hells Ferienresort – diesmal hat es etwas länger gedauert. Einige Kühe mussten die Straße überqueren. Kurz genervt. Und dann festgestellt wie schön, traditionell doch so ein kleiner Kuh-Zug ist. Sagt man das so? Wehe, eine Kuh hätte den Bulli berührt, ich hätt se am Schwanz gezogen 🙂 Aber waren alle lieb.

Ein toller Tag endet mit Pizza und Rotwein

Der Zwerg ist am Ende nach diesem ereignisreichen Tag. Wir auch. Heißt: Wir haben keine Lust zu kochen. Restaurant-Besuch ist uns auch zu anstrengend. Die perfekte Lösung ist die Pizza aus dem Restaurant. Sie rundet diesen Tag perfekt ab. Pizza, Rotwein und ein schlafendes Baby. Der Abend kann beginnen. Wobei er genauso schnell endet, wie er begonnen hat. Wir fallen um 22 Uhr müde ins Bett. Wieder zu dritt unten. Wir sind ja jung und flexibel 😉

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Es regnet – erstmal nen Cafe zischen

Tag 3

9:30 Uhr: Es nieselt leicht seit ungefähr einer Stunde. Der Zwerg hat seinen Driver-Seat bereits wieder eingenommen. Sein Lieblingsplatz. Damit er sich nicht regelmäßig in den Fußraum verabschiedet, verfrachten wir einfach die Bettdecke dorthin.

Unsere Laune ist eher so semigut. Wir wollen wieder in die Berge. Mit leicht kränkelndem Kind bei Regen – neeee echt nicht. Aber hey, erst mal nen Cafe. Wir bekommen einen super leckeren cremigen Cappuccino im Shop, quatschen ne Runde mit Karin und ihrem Mann. (Wir sind einfach zu faul die Bialetti anzuschmeißen.) Der Shop hat alles, was man beim Camping vergessen könnte. Lecker Frühstücks-Semmeln und einen sagenhaft leckeren Apfelstrudel, den der Kleine täglich inhaliert 😉

Regenwetter verdirbt uns nicht den Tag – ab zum Indoor-Spielplatz 

Berge und Wandern fällt heute also aus. Wir entscheiden uns für Spaß im Indoor-Spielplatz, dem Kleinen zu Liebe. Und der hat wirklich einiges zu bieten. Schade, dass wir ihn erst am letzten Tag  besuchen. Wir hätten hier bereits öfter, auch wenn nur kurz,  hingehen können, während der andere zum Beispiel Essen kocht. Ein Eldorado für große und kleine Kinder. Kletterwand, Rutsche, Kicker und Riesentrampolin für die Großen. Für die kleinen Camper gibt es einen großen, kindersicheren Raum mit qualitativ wirklich hochwertigen Spielsachen. Motorikspiele, Hüpftierchen und einer Kuschel- und Leseecke mit Panoramablick. Perfekt, um einen regnerischen Tag wie heute im Trockenen zu verbringen. Der Kleine will gar nicht mehr weg. Er saust von einer Ecke in die andere. Dreht, zieht, schiebt. Hat einfach Spaß. Wir sehen ihm einfach dabei zu. Happy Eltern.

Camping mit Kind: Auch der roadsurfer scheint sich zu freuen ;-) (Bild: Lea Wacker)

Auch der roadsurfer scheint sich zu freuen 😉 (Bild: Lea Wacker)

Camping mit Kleinkind heißt: erst mal auf Wellness verzichten

Ein wunderschönes Wochenende neigt sich langsam dem Ende. Die Zeit verging viel zu schnell. Wir hätten so gerne den Wellness-Bereich genutzt – aber wann bloß beim Camping mit Kleinkind? Die Zeiten sind wohl vorbei. Aber sie kommen wieder – und wir kommen auch wieder.

Autorin: Lea Wacker vom Blog „Krümel im Bett“.

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Von | 2018-11-09T16:04:32+00:00 11/2018|Camping Leben, Erfahrungsbericht|0 Kommentare

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