VW Camper mieten: Portugal Roadtrip – Lissabon, Algarve und vieles mehr!

Für einen Campingurlaub in Portugal bietet sich ein Camper Roadtrip an. Straßen, die dich und deinen VW California auf dem Portugal Roadtrip direkt am Meer entlangführen. Kleine Buchten neben weiten Traumstränden und unzählige Stellplätze für alle nur denkbaren Bedürfnisse. Auch Magda und Luca haben sich gedacht: Camper mieten, Portugal entdecken. Sie haben es nicht einen Moment bereut. Lest selbst!

Camper mieten, Portugal erleben!

Wir mieten uns für den Campingurlaub in Portugal einen VW Camper und machen uns zunächst auf den Weg Richtung Spanien – unsere Mission im Juli: Camping in Portugal. Zugegeben: Von Deutschland aus ist es ein extrem langer Weg und wir müssen einiges an Kilometern schrubben. Aber bei unserem Roadtrip ist selbstverständlich der Weg das Ziel. Tatsächlich gibt es schon auf dem Weg zu unserem Campingurlaub in Portugal so viele Möglichkeiten, tolle Eindrücke zu sammeln und wunderschöne Orte zu entdecken.

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Unsere erste Station auf dem roadsurfer Portugal Roadtrip ist Barcelona

Wir haben uns vorgenommen, am ersten Tag erstmal gut Strecke zu machen und halten deshalb in Frankreich lediglich an einem Supermarkt und zum kurzen Schlafen auf einem öffentlichen Parkplatz. Unseren ersten längeren Halt haben wir in Barcelona eingeplant. Hier haben wir schon vorher auf einem Campingplatz etwas außerhalb der Stadt reserviert. Vor Ort sehen wir, dass wohl auch ohne Reservierung trotz Hauptsaison noch ein Plätzchen frei gewesen wäre.

Der roadsurfer macht Station in der Nähe von Barcelona

Der roadsurfer macht Station in der Nähe von Barcelona

Camping Barcelona ist ein toller spanischer Campingplatz, um Barcelona zu erkunden. Es gibt einen Shuttle-Bus in die Stadt (in der Hauptsaison kostet der 2,90 Euro einfach und in der Nebensaison ist der Shuttle-Service sogar gratis), Kinder-Animation (zurückhaltend und nicht so übertrieben), Live-Musik im Restaurant-Bereich, einen Supermarkt, einen Pool, einen kleinen Bauernhof und ein extrem freundliches und hilfsbereites Team, in dem jeder Angestellte fließend mindestens 4 Sprachen spricht (auch deutsch).

Ein rundum schöner Campingplatz in Spanien nahe der baskischen Hauptstadt Barcelona

Wir haben auf dem Campingplatz Barcelona Stellplatz mit Meerblick. Einziger Wermutstropfen: direkt zum Strand laufen kann man nicht, da eine Eisenbahnstrecke parallel zur Küste verläuft. Aber vom Campingplatz aus fährt alle 20 Minuten ein kleiner Bus, der die Gäste kostenlos zum nächstgelegenen Strand bringt (dauert nur ein paar Minuten).

Unser Fazit: Mit 40 Euro pro Nacht für 2 Personen plus VW California Camping Barcelona zwar nicht gerade günstig, aber es ist ein rundum schöner Campingplatz, der sehr viel zu bieten hat. Wir haben uns sehr gut aufgehoben gefühlt. Nach 2 Tagen Sightseeing und Kräfte sammeln für die nächste Etappe geht es für uns weiter Richtung Valencia.

Nächster toller Zwischenstopp mit dem Campervan in Valencia

Auch beim Campen in Valencia übernachten wir wieder nicht direkt in der Stadt, sondern ein paar Kilometer nordöstlich der Stadt. Rund um Valencia gibt es einige Stellplätze und öffentlich Parkplätze, auf denen man mit seinem Wohnmobil problemlos über Nacht stehen kann.

Die Außendusche tut es auch ;-)

Die Außendusche tut es auch 😉

Wir entscheiden uns dieses Mal für einen einfachen Parkplatz mit direktem Zugang zum Meer – und verzichten dafür gerne auf die Annehmlichkeiten eines Campingplatzes. Eine mobile Dusche ist schließlich auch in unserem roadsurfer-Bulli verbaut und an den Stränden stehen fast überall Dixi-Toiletten.

Ein toller Zwischenstopp auf dem Weg zu unserem Campingurlaub in Portugal

Das Meer ist hier badewannenwasser-warm und wunderschön türkisblau. Dass der Strand aus kleinen Kieselsteinen und nicht aus Sand besteht, stört uns überhaupt nicht. Stattdessen sind wir angenehm überrascht, wie wenig Menschen sich hier selbst in der Hauptsaison aufhalten und wie entspannt alle sind.

Auch wenn man nicht direkt ins Zentrum von Valencia reinfährt (wobei Valencia wirklich eine wahnsinnig schöne und vielseitige Stadt ist), sind die unmittelbar angrenzenden Strände wirklich tolle Orte für einen Zwischenstopp auf dem Weg zum Campingurlaub in Portugal. Außerdem gibt es hier sehr viele schöne Strandrestaurants mit einer großen Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten. Für uns ein toller Zwischenstopp vor der nächsten Etappe!

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Mit dem VW California Sevilla erleben: Dieser Stopp ist es wert

Von Valencia geht es für uns noch vor Sonnenaufgang mit dem Campervan nach Sevilla. Viele Freunde und Verwandte hatten uns zuvor von dieser spanischen Stadt vorgeschwärmt und uns geraten, unbedingt auf unserem Weg nach Portugal hier einen Halt einzulegen. Und: Sie hatten recht!

Entspanntes Flanieren durch charmante Gässchen in Sevilla

Sevilla ist eine wahnsinnig schöne Stadt, die sich perfekt für eine entspannte Sightseeing-Tour während eines Campingurlaubs in Spanien eignet. Die viertgrößte Stadt Spaniens muss sich in keiner Weise hinter ihren größeren Brüdern verstecken. Beeindruckende architektonische Bauten, herrliche Parks und viele süße, kleine Gässchen machen den speziellen Charme Sevillas aus. Wir waren hellauf begeistert von der Schönheit dieser Stadt.

Sevilla ist eine sehenswerte Stadt

Sevilla ist eine sehenswerte Stadt

Leider haben wir in Sevilla und Umgebung jedoch keinen Campinglatz gefunden, der uns gefallen hat. Deshalb sind wir noch abends weiter nach Portugal gefahren. Denn das tolle an Sevilla ist neben der Schönheit der Stadt die Lage: von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung an die Algarve.

Das Highlight in Tavira sind die leckeren Tapas!

Tavira ist eine kleine Küstenstadt nicht weit hinter der spanisch-portugiesischen Grenze. Sie ist unser erster Anlaufpunkt mit unserem Campervan in Portugal. Die mautfreie N125 ist gut ausgebaut und führt direkt zum Örtchen hin. Tavira liegt am ruhigen Fluss Gilão, der über Lagunen ins Meer fließt.

Unseren Bulli platzieren wir auf dem kostenpflichten Campingplatz Camping Ria Formosa. Der Platz ist in Ordnung, aber nichts Besonderes. Er ist etwas außerhalb des Ortskerns gelegen, die Sanitäranlagen sind sauber, es gibt einen kleinen Supermarkt und auch einen Pool (den wir aber nicht genutzt haben).

Im D’Gutsa in Tavira hat es eindeutig am besten geschmeckt

Unser Highlight in Tavira war auf jeden Fall: Tapas essen im D’Gutsa. Man kann es nicht anders sagen: es ist unfassbar lecker dort. Am Ende unseres gesamten Portugal Roadtrips, der uns auch durch Spanien führt, waren wir uns einig, dass es uns in Tavira am besten geschmeckt hat – und das, obwohl wir während der ganzen Reise immer sehr gut gegessen haben!

Man sollte allerdings reservieren. Wir haben nur mit viel Glück noch einen Platz für eineinhalb Stunden im ansonsten ausgebuchten Lokal bekommen. Danach ein Spaziergang durch die Gassen und am Fluss entlang – einfach wunderschön!

So macht Camping in Portugal Spaß: Freistehen mit dem roadsurfer in Quarteira

Wir fahren weiter Richtung Westen. Im Fischerörtchen Olhão machen wir kurz Halt, um den Wochenmarkt zu besuchen. Es gibt dort eine große Halle nur mit Fisch und Meeresfrüchten und direkt nebenan eine weitere Halle mit Obst und Gemüse. Alles super frisch und extrem lecker. Wir haben uns dort für die nächsten Tage eingedeckt, denn unser Ziel ist es nun, einen schönen Platz zum Freistehen direkt am Meer zu finden – Camping in Portugal vom allerfeinsten sozusagen.

Blick aus dem Bulli aufs Meer

Blick aus dem Bulli aufs Meer

Fündig werden wir kurz vor dem Zentrum Quarteiras, in der Rua do Poço Romano. Dort gibt es direkt oberhalb des Strandes einen Parkplatz, auf dem man umgeben von Pinienbäumen einen wahnsinnig schönen Blick aufs Meer genießt. Das ist genau das, was wir uns von unserem Campingurlaub in Portugal erträumt haben. Wir sind uns bereits jetzt sicher: Camper miete und ab nach Portugal ist eine super Idee. Und daran sollte sich auch in den folgenden Tagen nichts ändern.

Herrlich: Im VW Camper Portugals Meer lauschen

Der Strand ist sehr sauber und weitläufig. Es gibt ein Restaurant mit Strandbar und Live-Musik. Ansonsten ist der Platz sehr ruhig und die Camper hier extrem entspannt. Wir haben Leute getroffen, die seit über 20 Jahren an diesen Platz kommen, teilweise wochenlang hier bleiben und den wunderbaren Ausblick auf die Gezeiten genießen.

Auch wir sind begeistert, wie schnell man an diesem Ort zur Ruhe kommt. Plätzchen suchen, im Schatten der Pinienbäume oder in der Sonne mit direktem Meerblick Tisch und Stühle aus dem Bulli rausholen, was Feines kochen und dann einfach nur dem Meer lauschen.

Camping in Portugal mit Blick auf's Meer: So schmeckt der erste Kaffee am besten!

Camping in Portugal mit Blick auf’s Meer: So schmeckt der erste Kaffee am besten!

Übrigens gibt es am Strand etwa 250 Meter westlich einen Felsvorsprung, der sich gut zum Angeln eignet. In Portugal ist es völlig problemlos, eine Angel-Lizenz für einen Tag, einen Monat oder auch ein ganzes Jahr zu bekommen. Wir haben für gerade mal 4 Euro in Olhão eine einmonatige Lizenz erstanden – und die gilt für alle Küsten Portugals.

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Der absolute Traumplatz für’s Camping  in Portugal kurz vor Albufeira

Nachdem es uns schon in Quarteira so gut gefallen hat, glauben wir, dass es schwer wird, diesen Platz zu toppen. Falsch gedacht. Kurz vor Albufeira finden wir unseren absoluten Traumplatz! Ein Platz, auf dem wir fast eine ganze Woche verbringen werden, weil wir uns so wohl fühlen.

Toller Strand kurz vor Albufeira

Toller Strand kurz vor Albufeira

Die sehr kleinen Strände Praia da Vigia und Praia de Arrifes liegen direkt nebeneinander und sind beide vom Parkplatz aus (fürs Navi: Estrada do Aldeamento São Rafael 117, Albufeira) direkt zugänglich. Sie sind etwas abgelegen und nicht so überlaufen. Hier finden wir genau das, wonach wir gesucht haben: die für die Algarve typischen Felsformationen vor der Küste, einen Stellplatz auf den Klippen und einen Ausblick, wie wir ihn uns nicht schöner wünschen könnten.

Echter Camping-Luxus für Wildcamping in Portugal inklusive

Sehr praktisch ist der Platz zudem, weil man im Restaurant A Sardinha auch als Nicht-Gast auf Toilette gehen darf und sogar für einen Euro eine richtige Dusche bekommt. Was für ein Luxus für Wildcamper! Wir waren dort auch Essen und es war wirklich sehr lecker – gehört allerdings zur gehobeneren Preisklasse.

Achtung vor der Flut am Praia da Vigia

Es guckt einen aber auch niemand schräg an, wenn man auf dem Platz selbst den Kochlöffel schwingt.

Kochen vor dieser Kulisse ist ein echtes Camping-Highlight in Portugal

Kochen vor dieser Kulisse ist ein echtes Camping-Highlight in Portugal

Frühmorgens hat man den Strand Praia da Vigia mit viel Glück auch mal für sich alleine. Aber Vorsicht: Ebbe und Flut machen hier einen immensen Unterschied! Wenn man bei Ebbe ankommt und einen breiten ruhigen Strand vorfindet, kann es sein, dass das Wasser einige Stunden später so stark gestiegen ist, dass der rechte Abschnitt des Strandes ganz verschwindet und man nur durch das Wasser wieder zurück zum Weg nach oben kommt.

Die Touristenmassen am Praia de Benagil lassen uns flüchten

Von Albufeira machen wir uns weiter auf Richtung Westen und legen immer wieder kleine Stopps an verschiedenen Stränden ein. Enttäuscht waren wir von Praia de Benagil. Dieser Strand wird überall im Internet mit großer Euphorie als Must-See der Algarve angepriesen. Bekannt ist Benagil Beach für seine außergewöhnlichen Felsformationen im Meer, die man per Kayak oder Stand-Up-Paddling erkunden kann. Eigentlich ne coole Sache, aber vor Ort waren wir sofort von den unsagbaren Touristen-Massen abgeschreckt. Am Strand liegt man Handtuch an Handtuch und für die Touren wird man im Sekundentakt und in langen Schlangen abgefertigt. Uns hat das so abgeschreckt, dass wir nach einer halben Stunden gefahren sind. Wenn wir schon einen Camper mieten und damit Portugal entdecken wollen, können wir auch hier schnell wieder weg. Auch das ist der Luxus eines Roadtrips durch Portugal!

Die Natur ist einfach einzigartig – und beim Campen in Portugal sind wir ganz nah dran

Wesentlich schöner fanden wir es am Praia da Prainha. Auch dort kann man faszinierende Felsformationen bestaunen und es ist deutlich weniger los – wenngleich auch dieser Strand recht gut besucht ist.

Für solche Momente lohnt es sich definitiv, sich einen VW Camper zu mieten.

Für solche Momente lohnt es sich definitiv, sich einen VW Camper zu mieten.

Bevor wir unser Nachtlager in Lagos beziehen, ist steht noch ein weiterer Stopp an: der Aussichtspunkt Farol da Ponta da Piedade. Für uns auf jeden Fall etwas, das man unbedingt gesehen haben sollte, wenn man Camping an der Algarve macht! Man kann kaum glauben, was die Natur hier für einzigartige und gewaltige Dinge geschaffen hat. Einfach nur wunderschön anzusehen!

In Lagos wartet auf dem Camping Algarve – Turiscampo eine riesige Poollandschaft

Am Abend suchen wir nach einem nahe gelegenen Campingplatz und werden beim Camping Algarve Turiscampo fündig (fürs Navi: Estrada Nacional 125, P-8600-109 – Lagos). Der ganzjährig geöffnete Campingplatz ist zwar rund 2 Kilometer vom nächsten Strand entfernt, aber dennoch ein toller Platz für Wasserratten, denn hier gibt’s ne riesige Pool-Landschaft mit 2 Außenbecken, einem überdachtem Schwimmbad, einem Whirlpool und einem Kinderbecken.

Typischer Ausblick an der Algarve – wer einen Campervan mietet, kann so nah dran sein

Typischer Ausblick an der Algarve – wer einen Campervan mietet, kann so nah dran sein.

Uns gefällt der Campingplatz vor allem wegen der tollen Aussicht ins Tal und den hervorragenden Sanitäranlagen. Hier gibt’s sogar kleine Einzeldusch-Häuschen mit Waschbecken, spezielle Sanitäranlagen für Kinder und sogar Hundeduschen – und alles extrem sauber. Für uns ein willkommener Luxus nach mehreren Tagen Freistehen und eher notdürftigem Duschen. Einen schönen Platz zu finden war auch hier ohne Reservierung kein Problem.

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Einen ganzen Tag auf dem weichen Sand des Praia da Ingrina in Sagres verbummeln

Einen weiteren Traumstrand finden wir auf dem Weg nach Sagres. Der Praia da Ingrina liegt in einer kleinen Bucht und versprüht dank des ruhigen Wassers und der angrenzenden Palmen fast schon ein wenig Karibik-Flair. Hier kann man ohne weiteres einen ganzen Tag auf dem weichen Sand oder aber dem Restaurant mit Meerblick verbummeln. Das nette, kleine Restaurant ist günstig und familiengeführt. Wer einen guten Kaffee oder traditionell zubereiteten Fisch kosten mag, ist hier richtig.

Campingurlaub in Portugal oder Südsee? Manchmal weiß man es gar nicht so genau!

Campingurlaub in Portugal oder Südsee? Manchmal weiß man es gar nicht so genau!

Traumhafter Ausblick, aber kein Platz zum Übernachten

Ein paar hundert Meter oberhalb des Strandes gibt es einen kleinen, offiziellen Campingplatz. Aber wir haben auch einige Wildcamper auf einem Plateau zwischen Strand und Campingplatz gesichtet und uns kurz mit ihnen unterhalten. Sicherlich hat man von dort einen traumhaften Ausblick auf die Bucht. Dennoch haben wir uns dagegen entschieden, hier die Nacht zu verbringen. Diesen Campingplatz in Portugal fanden wir wenig einladend und beim Freistehen hatten wir an diesem Platz kein so gutes Bauchgefühl. Richtig begründen kann man das nicht – wir fühlen uns einfach wohler, wenn wir beim Camping in Portugal zumindest auf einem öffentlichen Parkplatz stehen.

Wir treffen mit unserem gemieteten VW Campervan in Portugal auf einige Aussteiger

Ein weiterer schöner Strand auf dem Weg nach Sagres ist der Praia do Barranco. Mit einem großen Auto nicht ganz leicht zu erreichen, aber dennoch einen Ausflug wert. Die halbrunde Bucht liegt sehr versteckt und ist weit entfernt vom Massentourismus. Hier trifft man auf einige Aussteiger  – nein, nicht die Bulli-Variante von roadsurfer, sondern Menschen, die die meiste Zeit des Jahres in ihren selbst ausgebauten Wohnmobilen verbringen.

Unbezahlbare Momente in freier Natur mit dem VW Camper.

Unbezahlbare Momente in freier Natur mit dem VW Camper.

Beeindruckend: Wellen prallen am Cabo de São Vicente gegen die hohen Felsen

Von Barranco aus ist es nur noch ein Katzensprung zum Cabo de São Vicente, dem südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes. Hier endet die Algarve und zwar ziemlich spektakulär mit einer bis zu 70 Meter hohen Steilküste. Wenn man am Rande der Klippen steht und die Wellen gegen die riesigen Felsen prallen, dann ist das wirklich sehr beeindruckend. Vor allem wenn man daran denkt, wie hier aus vor mehr als 600 Jahren Menschen in See gestochen sind, die nicht wussten, was sie am Ende des Horizonts erwarten würde. Es ist ein sehr besonderer Ort, der Gänsehaut verursacht – nicht nur wegen der einzigartigen Lage, sondern auch weil der Wind hier so kräftig weht, dass es einen fast umhaut.

Diese Felsen vergisst man so schnell nicht mehr.

Diese Felsen vergisst man so schnell nicht mehr.

Auch den Leuchtturm am Cabo de São Vicente ganz an der Spitze der Küste sollte man sich bei dieser Gelegenheit ansehen – auch wenn hier relativ viele Touristen unterwegs sind.

Abends kommen wir dann im Camping & Bungalows Orbitur Sagres unter (fürs Navi: Cerro das Moitas, 8650-998 Vila de Sagres, Faro, Portugal). Uns hat dieser Campingplatz ehrlich gesagt nicht so gut gefallen. Zwar gibt es einen nett eingerichteten Bereich für ein Surfcamp – aber der Rest der Anlage ist eher zweckmäßig und nicht wirklich liebevoll gepflegt.

Auf dem Weg nach Praia do Cordoama gibt es alle paar Meter ein toller Strand

Erneut steht ein toller Strand-Tag auf dem Programm. Es gibt in dieser Ecke einfach alle paar Meter einen fantastischen, neuen Strand und jeder ist auf seine Weise besonders. Zwar haben wir jetzt die Algarve-Küste im Süden verlassen und fahren weiter Richtung Norden – aber auch diese Landschaften sind einfach wunderschön. Und eigentlich gehört ja auch der südliche Teil der Atlantikküste noch der Algarve-Region, bzw. dem Distrikt Faro an.

Was für ein Strand – DAS ist Campingurlaub in Portugal!

Was für ein Strand – DAS ist Campingurlaub in Portugal!

Unseren ersten Halt legen wir an der Praia do Cordoama (Vila do Bispo) ein. Und spüren sofort, dass hier der Wind deutlich kräftiger weht als an der Südküste – und damit auch die Wellen deutlich höher schlagen. Der Strand ist riesig und wunderschön. Man sollte hier aber auf jeden Fall nur im bewachten Abschnitt ins Wasser gehen, denn es gibt hier ein paar gefährliche Stellen. Heißt: aus dem Sand heraus ragen immer wieder spitze Felsen, sowohl am Strand als auch im Wasser. Und weil die Wellen hier so stark sind, besteht die Gefahr von ihrer Kraft mitgerissen zu werden und gegen unsanft gegen die Felsen zu stoßen. Also aufpassen!

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Übernachtung am Strand ohne Handy-Empfang

Wir beschließen, am Abend an diesen Strand zurückzukehren und hier zu übernachten. Es gibt einen öffentlichen Parkplatz, auf dem einige Wohnmobile stehen. Hier kann man ohne Probleme ein paar Tage verbringen. Da der Strand etwas abgeschnitten ist (keine Sorge: die Zufahrt ist dennoch komfortabel), hat man hier keinerlei Handy-Empfang. Egal! Als Entschädigung bekommt man direkt aus seinem roadsurfer einen sternenklaren Himmel und wunderbares Meeresrauschen. In dem kleinen Restaurant mit Terrasse kann man dann entspannt seinen morgendlichen Kaffee trinken und eine Stärkung einnehmen.

Wunderschöner Sonnenuntergang am Praia do Castelejo

Vom Praia do Cordoama kann man entspannt einen Spaziergang zum benachbarten Praia do Castelejo machen. Dieser Strand ist kleiner als Corodama und die Zufahrt nicht ganz so komfortabel. Dafür hat man von Castelejo aus einen schöneren Blick auf den Sonnenuntergang, da hier die Sonne senkrecht ins Meer hinein taucht. Einfach wunderschön.

Sonnenuntergang vom feinsten für Portugal-Fans

Sonnenuntergang vom feinsten für Portugal-Fans.

Die wilde Natur fasziniert uns ganz besondern bei unserem Roadtrip durch Portugal

Wir sind deshalb am Abend von Cordoama nach Castelejo spaziert und haben dort in der etwas höher gelegenen Strandbar zu Abend gegessen. Der Weg zwischen den beiden Stränden war komplett menschenleer und einfach nur grandios. Die kräftigen Wellen auf der einen, und riesigen Felsen auf der anderen Seite haben eine faszinierende Anziehungskraft. Diese raue, wilde Natur – einfach nur sehenswert.

Camper mieten in Portugal und die schönsten Küstenstraßen des Landes entdecken

Es lohnt sich aber auch mit dem gemieteten Camper von Cordoama aus zu kleineren Ausflügen aufzubrechen. Wir fahren mit unserem roadsurfer auf der N268 Richtung Norden und biegen auf Höhe des Praia do Amado links wieder Richtung Küste ab. Hier gibt es eine Straße, an der man eigentlich alle 10 Meter anhalten möchte. Die Estrada da Praia führt – wie der Name schon sagt – direkt an der Küste entlang und leitet uns von einem tollen Aussichtspunkt zum nächsten.

Der nächste Traumstrand ist auf unserem Portugal Roadtrip nie weit weg

Außerdem führt dich die Straße direkt an den nächsten Traumstrand: Praia do Bordeira (Carrapateira). Dieser Strand ist ein Strand der Superlative. Der Sandstrand ist so breit, dass man irgendwann das Gefühl hat, mitten in der Wüste zu stehen.

Der Bulli verträgt jede Menge Liebe!

Der Bulli verträgt jede Menge Liebe!

Doch statt trockener Wüste bietet Bordeira das glasklare Wasser des Atlantik und darüber hinaus auch noch eine tolle Lagune, mit seichtem, flachen Wasser. Die Lagune ist nicht sonderlich tief (man kann an den meisten Stellen stehen) und das Wasser ist angenehm warm. Eine tolle Alternative, wenn einem der Atlantik zu aufbrausend und kalt ist!

Beeindruckender Ausflug in die Hauptstadt Lissabon – mit dem Camper natürlich!

Unser Roadtrip durch Spanien und Portugal neigt sich nun mit schnellen Schritten dem Ende und wir machen uns weiter Richtung Norden – und damit allmählich auf den Rückweg. Natürlich kommen wir auch bei unserem Campingurlaub in Portugal nicht umhin, dabei auch einen Halt in der Hauptstadt Lissabon zu machen.

Lissabon für sich ist natürlich an sich schon eine Reise (und einen eigenen Artikel) wert, deshalb hier nur ganz kurz unsere Highlights: Die historische Festung Castelo de Sao Jorge – von hier hat man einen grandiosen Blick über die ganze Stadt. Außerdem sollte man sich innerhalb der Burg unbedingt die Kamera Obscura ansehen, die Straßen des malerischen Stadtteils Alfama (insbesondere der tolle Aussichtspunkt Miradouro Santa Luzia), das Fahren mit der berühmten historischen Tram 28 (ein tolles Erlebnis, wie sich diese Bahn durch die engen Gassen fädelt), die Ruinen der gotischen Kirche Convento do Carmo, die Brücke des 25. April (Ponte 25 de Abril), an deren Ende die riesige Cristo Rei Statue thront, und nicht zuletzt der Stadtteil Belém mit dem riesigen Hieronymiten-Kloster Mosteiro dos Jerónimos, dem Torre de Belém und dem weltberühmten Nachtisch Pastéis de Belém (nicht nur für Naschkatzen ein unbedingtes Muss!)

Ausblick auf Lissabon.

Ausblick auf Lissabon.

Wie gesagt: Lissabon hat noch tausend schöne Ecken mehr zu bieten – aber leider hatten wir auf dem Rückweg unseres Roadtrips durch Portugal mit dem Camper nicht mehr allzu viel Zeit zum ausführlichen Erkunden der Stadt.

Unser Tipp: Besser nicht mit dem Campervan nach Lissabon reinfahren!

Noch eine wichtige Info: Versucht gar nicht erst mit dem gemieteten VW Bulli in die Stadt reinzufahren! Das setzt euch nur unnötig unter Stress und beschert einen Nervenkitzel, den kein Mensch braucht. Die Gassen sind teilweise extrem eng und steil. Und es gibt im Zentrum fast keine Wendemöglichkeiten. In diesen Gassen inmitten des Touri-Gewusels möchte wirklich keiner mit dem Auto stecken bleiben.

Wir fahren deshalb abends mit unserem roadsurfer weiter nach Ericeira.

Shoppen für Surfer und roadsurfer in Ericeira

Ericeira liegt etwa 30 km nördlich von Lissabon und ist DAS Mekka für alle Surfhungrigen. Es ist das erste offizielle Surfreservat Europas und zieht mit seinen Wellen das ganze Jahr über Surfer aus aller Welt an.

Aber auch wer ohne Board zu Fuß unterwegs ist, bekommt in dem wunderschönen Fischerdorf einiges geboten. Wir waren erstmal ausgiebig shoppen! Denn das kann man hier wunderbar: Es gibt viele traditionelle kleine Läden, Vintage-Boutiquen, Geschäfte mit ganz eigenen Misch-Konzepten und viele Surfshops mit bekannten Marken und großer Auswahl. Shoppen macht hier wirklich Spaß!

Ericeira ist ein Paradies für Surfer.

Ericeira ist ein Paradies für Surfer.

Und auch einfach nur durch die alten Stolpersteingassen zu spazieren und ab und an in einer kleinen Bar oder einem gemütlichen Café einzukehren, ist in Ericeira ein Erlebnis. Alles ist hier irgendwie sehr gechillt und friedlich – was zum einen natürlich an den ganzen Surfern liegt, aber zum anderen auch der wahnsinnig netten Gastfreundschaft der Einheimischen zu verdanken ist.

Vom Ericeira Camping aus den charmanten Stadtkern entdecken

Nicht zuletzt hat Ericeira auch Kulinarisch einiges zu bieten. Vor allem Meeresfrüchte und typisch portugiesische Gerichte beherrschen hier die Küche. Ein Fest für Feinschmecker! Dann noch ein leckerer Cocktail in einer der schönen Strandbars – perfekt.

Untergekommen sind wir in Ericeira Camping, dem einzigen offiziellen Campingplatz im Ort. Der Platz ist OK und bietet alle wichtigen Grundausstattungen eines Campingbereichs. Wir haben uns hier allerdings nur zum Schlafen aufgehalten – die Anziehung des charmanten Stadtkerns von Ericeira war einfach zu groß!

Während der Shopping-Tour lockt auch mal eine ruhige Gasse in Ericeira.

Während der Shopping-Tour lockt auch mal eine ruhige Gasse in Ericeira.

Alles in allem ist Ericeira der ideale Abschluss unseres Roadtrips durch Portugal. Hier kann man nochmal zur Ruhe kommen und neue Kraft für den weiten Rückweg tanken. Wir waren sehr angetan von diesem bezaubernden Fischerdörfchen, das sich trotz seiner Bekanntheit seinen bezaubernden Charme bewahrt hat.

Camper mieten und Portugal entdecken – aus dem VW California direkt auf’s Meer schauen

Der große Vorteil des Freistehens, also Wildcampens (neben den Kosten natürlich): Oft hat man atemberaubende Ausblicke aus dem Bulli direkt auf’s Meer. So mitten in der Natur und frei von vielen Zwängen – das gibt es auf Campingplätzen nur selten. Auch wenn viele Campingplätze in Portugal wunderschön sind – die meisten sind nun mal nicht unmittelbar an Strand und Küste gelegen. Wer also mit Meeresrauschen einschlafen und mit Meerblick aufwachen will, der wird sich mit seinem Campervan eher abseits der offiziellen Angebote ein Plätzchen suchen – und in Portugal auch sehr oft fündig.

Unsere Tipps zum Freistehen für euren Campingurlaub in Portugal

Grundsätzlich gilt für den Portugal Roadtrip mit Camper: Freistehen ist in Portugal nicht erlaubt – aber auf vielen Plätzen geduldet. Man sollte sich deshalb auf jeden Fall an einige Regeln halten.

  1. Finger weg von Plätzen, an denen auf Schildern explizit das Nachtparken verboten ist. Wer erwischt wird, muss mit einer Parkkralle und hohen Geldstrafen rechnen.
  2. Sucht euch am besten einen Platz, an dem auch andere Camper stehen und der in Nähe eines Restaurants ist. Oft sind die Restaurant-Besitzer sehr hilfsbereit und lassen euch zum Beispiel ihre Toilette benutzen – natürlich solltet ihr dann netterweise dort auch mal was verzehren.
  3. Die wichtigste Regel – hinterlasst keinen Müll! Dass die Kontrollen für Wildcamper in Portugal in den letzten Jahren strenger geworden sind, hat vor allem mit der wachsenden Vermüllung einiger Plätze zu tun. Einfach seinen Dreck liegen lassen und überall seine Notdurft verrichten, geht gar nicht! Wer in der Natur leben möchte, sollte die Natur auch achten und respektieren.
  4. Lasst über Nacht nichts draußen stehen, das nach Camping aussieht. Keinen Tisch, keine Stühle, keinen Grill. Für eine Nacht irgendwo freistehen um Anzukommen oder um die Fahrtüchtigkeit wieder herzustellen, wird bei möglichen Kontrollen weitaus eher geduldet, als die Errichtung eines privaten Camps auf einem öffentlichen Platz.

Unser Fazit: Wer Lust auf einen außergewöhnlich schönen Roadtrip mit toller Natur, aufregenden Städten und fantastischen Stell- und Campingplätzen hat, sollte sich den Traum erfüllen: Camper mieten, Portugal entdecken und einfach losstarten. Ihr werdet es nicht bereuen: Ein Campingurlaub in Portugal rockt definitiv!

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