Camping mit Kindern in Süditalien: Ein Roadtrip nach Neapel!

Camping mit Kindern am Golf von Neapel, in Amalfi und auf Ischia

Mit dem Camper die atemberaubende Schönheit der steilen und kurvenreichen Amalfiküste entdecken, das aufregende und quirlige Neapel kennenlernen und auf der verträumten Insel Ischia in warmen Thermalquellen relaxen! Das ist ein wahrhafter Traumurlaub in Süditalien, genauer in der Region Kampanien am Golf von Neapel. Geht das wirklich auch mit kleinen Kindern? Ja, hier kommt der Beweis! In diesem Reisebericht erzählen wir von Camping mit Kindern in Süditalien.

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Abenteuer Campingurlaub: Süditalien mit Kindern

Wir sind 4. 2 Erwachsene und 2 Kinder, und für unseren Familienurlaub haben wir ein Ziel: Im Mai wollen wir Sonne, Strand, Meer und ein bisschen Kultur. Dazu Dolce Vita und Laissez Fair – einfach mal die Seele baumeln lassen, aber eben auch etwas erleben. Kurz gesagt: Ein Urlaub, der den Kids Spaß macht und auch den Erwachsenen ein paar Highlights bietet.

Schaffen die Kids die lange Reise?

Müde von mittelmäßigen Ferienwohnungen zu horrenden Preisen, nahezu unbezahlbaren Kinder-Ressorts mit Wasserhähnen in Clownform. Müde auch von mit „Ipad ruhig gestellten Kindern“ in überfüllten Hotels. Wir möchten mal wieder richtig Urlaub in Europa machen und dabei die Welt sehen. Und das ganz flexibel und einfach in einem Campervan. Natürlich bewegen uns Fragen wie: Schaffen die Kids eine lange Reise? Macht das Spaß auch ohne Spielkameraden? Ist Camping mit Kindern nicht auch für uns als Eltern zu anstrengend, schließlich brauchen wir dringend Erholung!

Camping mit Kindern in Süditalien! Mit dem Campingbus!

Doch irgendwie treibt uns die Reiselust und die Wahl fällt schnell auf das kinderfreundliche Italien. Den Gardasee kennen wir jetzt schon ganz gut, die Toskana haben wir schon auf Klassenfahrt erledigt. Nun wollen wir Camping mit Kindern in Süditalien machen! Pizza Napoli, die spannenden Ausgrabungen von Pompeji, der ebenso faszinierende wie bedrohliche Vesuv, der Duft nach Zitronen und die eine abenteuerliche Fahrt auf der Amalfitana von Positano über Amalfi nach Ravello. Das alles reizt uns mehr als die Angst vor übermüdeten und überforderten Kindern. Und unser Fazit ist: Wir werden belohnt, jeglicher Aufwand ist es wert!

Ein roadsurfer Camper – so stellt sich heraus – ist die beste Wahl für diese Reise! Warum?

  1. Ein Hotelurlaub und die Anfahrt mit eigenem Auto kommt nicht in Frage, da wir nicht jeden Tag unsere Koffer packen wollen, sondern unser Schneckenhaus mit Schlafmöglichkeit, Kühlschrank und Kochmöglichkeit immer dabei haben möchten. Also kommt für uns nur Camping mit Kindern mit Reisemobil in Frage – nicht zuletzt auch aus Budgetgründen!
  2. Die Wahl fällt auf einen kultigen VW Bus – mit Komfort. Der roadsurfer Camper ist klein und wendig und an der Amalfiküste sowie auf Ischia das richtige Reisemobil, da Wohnmobile z.B. auf der Amalfitana und auch auf einigen Straßen auf Ischia per se schon einmal nicht erlaubt sind. Wer also die Schönheit der sorrentinischen Halbinsel und der Insel, auf der auch Angie Merkel regelmäßig Urlaub macht, wirklich erleben möchte und Campingurlaub machen will, muss sich für einen kleinen Campervan entscheiden. Ein klassisches Wohnmobil funktioniert hier nur sehr begrenzt und kostet bei den Straßenverhältnissen so manche Nerven.
  3. Der roadsurfer Camper fährt zudem – anders als der eigene PKW – klimaneutral. Ein netter und entscheidender Nebeneffekt. Damit ist die Entscheidung, den Camper bei roadsurfer zu mieten, schnell gefallen.

Camping mit Kindern in Süditalien: Highlights und Campingplätze

Tag 1: Die Anreise München – Florenz – Rom – Neapel – Sorrento

Wir fahren von München gegen 17 Uhr abends los und das Ziel unserer ersten Etappe liegt auf der Autostrada del Sole auf der Höhe von Florenz. Die Kids sind nach vier Folgen „Leo Lausemaus“ friedlich eingeschlummert und wir können bei wenig Verkehr viele Kilometer –  ungefähr die Hälfte der Strecke von 1.100 Kilometern – zurücklegen. Doch Achtung: Höchstgeschwindigkeit ist in Italien 130 Kilometer pro Stunde und die Videoüberwachung der Autobahnen funktioniert einwandfrei. Wer kein überraschendes Ticket will, sei hiermit vorgewarnt!

Der Urlaub kann beginnen

Nach einer Nacht auf der Autogrill-Station sind wir früh wach, holen uns ein warmes Croissant und einen ersten köstlichen italienischen Cappuccino und weiter geht’s mit verschlafenen Kindern an Rom vorbei Richtung Napoli. Zugegeben: die letzten 100 Kilometer nerven, denn der Stau in der einspurigen Straße von Castellamare die Stabia nach Sorrento nach so einer langen Fahrt zerrt an den Nerven. ABER dann: Wir erblicken die Schönheit der sorrentinischen Halbinsel mit ihrer Steilküste und den bunten Würfelhäusern und sind im Nu verzaubert. Jetzt nur noch das Lager aufschlagen und der Urlaub kann beginnen.

Tag 2: Campingplatz Sorrent: Campeggio Fortunata

Es ist ein herrschaftlicher Blick, der sich von den Stellplätzen auf diesem Campingplatz in Sorrent bietet. Die kurvige Straße dorthin lässt es erahnen. Man campt über den Klippen der Steilküste mit dem Blick auf den Golf von Neapel vis à vis mit dem beeindruckenden schlafenden Riesen Vesuv. Unseres Erachtens ist dies auch der einzig brauchbare Campingplatz auf der Halbinsel. Er verfügt über einen großen Spielplatz, ein schönes großes Schwimmbad und einen Streichelzoo, ist aber völlig naturbelassen und unaufgeregt gestaltet. Kein Animations-Wahnsinn, kein Anflug von Club-Atmosphäre, im Gegenteil. Das Klima ist sehr entspannt und wir können alles in Ruhe erkunden.

Tag 3. Sorrento: Ein Stadtbummel zum Hafen!

Mit dem Campingplatz-Shuttle für einen Euro fahren wir den Berg hinunter ins Städtchen an die große Piazza des Ortes von der es in die breite Fußgängerzone und zum Hafen, dem Porto di Sorrento, geht. Besonders einladend sind aber auch die kleinen Gässchen, durch die es sich wunderbar Eis essend schlendern lässt. Die Kinder haben Spaß an den riesigen, überdimensionalen Zitronen und Limonen, die es hier an den Ständen zu kaufen gibt und finden immer eine Treppe zum Hüpfen, eine Piazza zum Rumtollen oder eine Palme zum Klettern. Nach einem Aperitivo, den Mama und Papa sich im Städtchen gönnen, kehren wir auch schon zum Pizza essen ein.

In unserem Camper ist es einfach gemütlich

Vom schönen Ausblick verführt, wollen wir erst an den Restaurants im Hafen Platz nehmen, entscheiden uns aber dann doch für die Pizzeria Le Grazie in der Innenstadt von Sorrent. Hier sind die Kids sicher vor wilden Vespa-Fahrern und vor dem Fall ins Hafenbecken 😉. Le Cozze à la marinara (Miesmuscheln mit Tomatensoße) schmecken hier ebenso köstlich, wie die Pizza Marinara (laut Napolitanern, die einzige wahre Pizza neben der Margherita). Am Abend fallen wir ziemlich müde in die kuschligen Betten unseres Campers. Das Klima im Mai ist hier hervorragend – wir schlafen wie vier zufriedene Babys.

Tag 4: Capri – Insel der Träume – aber nur für manche…

Capri erweckt Sehnsüchte, gilt als Paradies des Jetset und der Prominenz und strahlt allein mit seinem Namen schon in die Welt. Die Realität sieht allerdings folgendermaßen aus: Überfüllte Ausflugsboote, massenhaft viele Tagestouristen, die sich die Standseilbahn Funicolore als Tagesattraktion vorgenommen haben und überfüllte Gassen, die höchstes noch für 2-5-Jährige gut zu passieren sind – allerdings das Nimmerwiedersehen der Eltern garantiert. Das einsame Wandererlebnis Capris, das in allen Reiseführern so viel besungen wird, können wir an diesem Tag also nicht teilen, dafür aber immerhin die berühmte blaue Grotte. Da Camper auf Capri – genauso wie alle anderen privaten PKW – nicht erlaubt sind, entscheiden wir uns für das Cabrio-Taxi für schlappe 40 Euro zur Grotta Azzura. Die öffentlichen Busse können wir den Kindern nicht zumuten, ohne dass sie entweder zerquetscht oder zertrampelt werden.

Der Tagesausflug nach Capri lohnt sich!

Da wir uns mit einem ausgiebigen Mittagessen (viel mehr kann man auf Capri mit Kindern auch nicht machen) Zeit gelassen haben, kommen wir mit dem „Cabrio“ (tatsächlich einfach ein oben abgeschnittener Pickup) spät an der Grotte an und die Schlange ist nur noch mäßig lang. Wir steigen in das kleine Ruderboot, lassen uns durch einen schmalen Kanal (Achtung Köpfe einziehen!) in die wahrlich leuchtend blaue Grotte schippern, hören ein „O Sole mio“ unseres Kapitäns und werden wieder hinausbugsiert. Hört sich jetzt mäßig schön an, wahr es aber trotzdem!

Die Blaue Grotte ist ein Muss

Das natürlich leuchtende Blau des Privatpools vom römischen Kaiser Tiberius ließ auch die Kinderaugen staunen. Ganz schön unheimlich war das für die Zwerge schon, aber mindestens so faszinierend durch eine Höhle zu fahren! Wir meinen: Das einzige Muss auf Capri mit Kindern ist die Blaue Grotte! Campen auf Capri geht nicht, aber der Tagesausflug (insbesondere der mit Inselrundfahrt) lohnt sich auf jeden Fall. Allein die Landschaft ist was fürs Auge und das Bootfahren ein super Event für die Kinder.

Tag 5 & 6: Die Amalfiküste mit dem Camper: Positano, Amalfi & Ravello

Die nächsten zwei Tage verbringen wir damit, die Amalfiküste zu entdecken. Vorweg sei gesagt: Wir haben die berühmt-berüchtigte Küstenstraße Amalfitana mit dem Camper bezwungen. In dem stolzen Wissen, dass große Wohnmobile auf der Amalfitana verboten sind – unser kleiner Campervan aber nicht! Dennoch kann man den Camper auch getrost stehenlassen, denn Campingplätze an der Amalfiküste existieren schlicht und einfach nicht. Und: Alle Küstenorte sind auch bequem mit dem Schiff oder einem Sightseeing-Bus (wer’s mag…) zu erreichen. Wir hingegen wollten die Costiera d‘Amalfi hautnah erleben. Ob wir es empfehlen, sei dahingestellt.

Viel Angst um unseren Außenspiegel

In jedem Fall haben wir traumhafte Aussichten genossen, konnten immer anhalten, wann wir wollten, aber haben auch viel geschwitzt – und zwar um das Leben unserer Außenspiegel. Über die italienische Fahrweise wurde schon viel geschrieben und wir wollen in keine Klischee-Mühlen treten, ABER hier erlangt der Wahnsinn Perfektion! Hupen, in der Kurve überholen, Drängeln, schimpfen – par excellence. Wer keine starken Nerven hat, sollte den Camper auf der Amalfitana nicht bewegen. Zumal ein Weg von 5 Kilometern locker mal 1,5 Stunden dauern kann.

Hier finden wir auch schöne Souvenirs

Parkplätze sind nicht nur rar gesät sind, es gibt sie schlichtweg nicht (außer für Vespas). Voraussetzung für die Fahrt ist natürlich auch, dass die Kinder nicht empfindlich auf kurvenreiches Autofahren reagieren – ansonsten ist das Desaster vorprogrammiert. Das alles mal außen vorgelassen bietet die Amalfiküste Highlights der Extraklasse wie die Villa Ruffalo mit ihrem herrlichen Garten in Ravello, oder den Dom in Amalfi mit seinen steilen Treppen und der bunten Kuppel aus Majolika-Fliesen. Wer schöne süditalienische Keramik kaufen möchte, sollte das hier tun! Die Obstschale für Oma zuhause bekommt ich hier in einer besonders schönen Variante.

Keine Campingplätze an der Amalfiküste

Positano bestimmt vor allen Dingen durch seine schöne aufeinandergetürmte Lage und die schöne Marina mit herrlichen Restaurants und einem kleinen Strand (eine Seltenheit in der ganzen Region!), an dem die Kinder ein bisschen planschen können. Da es an der Amalfiküste keine Campingplätze gibt, sind wir an beiden Tagen abends wieder auf unseren Campeggio Fortunata in Sorrent zurückgekehrt.

Tag 7 –  9: Vesuv und Pompeji

Camping mit Kindern bedeutet auch, dass wir die Kinder am 7. Tag einfach den ganzen Tag auf dem Spielplatz toben lassen. Ein Tag Pause nach all den Eindrücken tut allen gut. Am frühen Abend fahren wir mit dem Shuttlebus noch einmal die Klippen hinunter zur Marina Grande, ein kleiner alter Fischerhafen, an dem man herrlich bummeln und essen kann.

Wann bricht der Vesuv eigentlich wieder aus?

Am nächsten Morgen packen wir unsere 7 Sachen und fahren Richtung Pompeji und Vesuv. Wir haben vorher ein schönes kindgerechtes Bilderbuch gekauft, in dem Rekonstruktionen der Ausgrabungsstätten abgebildet sind und besonders unsere Große zeigt sich ganz interessiert am Leben der Römer. Mehr aber noch an der großen Katastrophe des Vesuvausbruchs im Jahre 79 n. Chr. Natürlich kommen viele Fragen, ob der Vulkan auch ausbrechen kann, wenn wir in der Nähe sind. Hm, was sagt man da?! Also er wird von Wissenschaftlern gut überwacht und wenn sich Zeichen von Aktivität bemerkbar machen, werden die Gemeinden im Umkreis evakuiert – so erfahren wir es von unserem Guide Roberta, die wir übers Internet gefunden haben (pompeireisen.de – sehr empfehlenswert!). Das reicht auch den Kindern zur Beruhigung…

Pompeji ist auch für Kinder ein echtes Erlebnis

Auf der Tour durch die alte römische Stadt kommen die Kids richtig in Fahrt! Sie toben in den Ruinen herum, lassen sich Spiele einfallen, wie sie Obst und Käse an den kleinen Ruinen der „Geschäfte“ Pompejis verkaufen und lachen sich über die „nackigen“ Statuen und Fresken kaputt. Und ja, sie sehen auch die Gipsabgüsse der Toten, die man gefunden hat und mal wieder zeigt uns dieses Erlebnis, wie natürlich Kinder mit dem Tod umgehen. Sie nehmen ihn hin. Und wir beschließen, dies auch zu tun. Auf dem großen Forum machen sie ein Wettrennen, während Mama und Papa den Erklärungen Robertas zum Marktplatz der Antike lauschen.

Auf Steinen statt auf Papier malen

Wir lernen viel, sehen Tempel des Apollon und den Tempel des Jupiter, das berühmte „Haus des Faun“, ein klassisches pompejanisches Haus. Die Kinder erraten, wo der Garten, das Büro und das Schlafzimmer waren und sie lassen ihrer Fantasie freien Lauf. Es gab kein Papier? Dann mussten sie auf Steinen malen! Genau. Wer sagt, dass so ein Ausflug mit kleinen Kindern nicht geht, hat es schlicht und einfach noch nicht ausprobiert! Das war spannender als ein Nachmittag im Indoor-Spielplatz und dazu haben wir alle noch was gelernt und vor allen Dingen die herrliche Maisonne und die Ruinen in der Mohnblumenblüte genossen.

Pizza essen und sparen!

Wir parken und übernachten übrigens am Campingplatz Camping Zeus, direkt neben den Ausgrabungsstätten. Der ist jetzt kein Highlight und recht klein, aber er ist sauber und die Stellplätze liegen lauschig unter Bäumen. An dem vorgelagerten Parkplatz kann man übrigens auch gut parken, wenn man dort nicht campen will. Tipp: Wer nebenan eine Pizza zur Stärkung isst, spart sich die 3 Euro Parkgebühr pro Stunde!

Der Weg nach oben lohnt sich

Am nächsten Tag strahlt uns der Vesuv schon von seiner schönsten Seite an und lockt uns auf den Berg. Nach einem kleinen Frühstück machen wir uns auf der Via Vesuvio hinauf gen Gipfel. Wir fahren bis zum obersten Punkt, wo wir parken können und für 2 Euro pro Person in einen Shuttlebus einsteigen, der uns noch näher zum Gipfel bringt. Hier kaufen wir unsere Eintrittskarten für den Nationalpark und steigen eine halbe Stunde auf bis zum Kraterrand. Der Weg ist sehr bequem und zumindest für die 5-Jährige gut zu schaffen. Den Kleinen tragen wir abwechselnd Huckepack. Puh! An Kinderwagen ist hier natürlich nicht zu denken. Aber es lohnt sich. Sowohl der Blick in den dampfenden Vulkankrater, als auch über den gesamten Golf von Neapel mit Blick auf Capri und Ischia sind schlicht unbeschreiblich. Nur Vorsicht: Hier geht’s ziemlich in die Tiefe. Die Kleinen laufen an manchen Stellen besser an der Hand!

Tag 10: Wildes, lautes Neapel – die Stadt der Pizza

Eat, pray, love. Das alles geht in Neapel tatsächlich einwandfrei! Kirchen, Pizzerien und Amore bestimmen das Stadtbild. Und natürlich enge Gassen, morbide, teils heruntergekommene Häuser und auch Müll auf den Straßen. Aber nicht annähernd so, wie es oft in den Medien rüberkommt. Die Stadt ist belebend, aufregend und einen Spaziergang wert, auch mit Kindern. Empfehlenswert ist ein Stadtspaziergang beginnend am Castel Nuovo, einem alten aragonesischen Schloss über das Municipio bis zur Kirche Santa Chiara. Geparkt haben wir dazu an der Molo Belvere am Wasser für 10 Euro den ganzen Tag! St. Chiara ist eine schöne gotische Kirche mit einem noch komplett erhaltenen Kreuzgang im benachbarten Kloster, dessen Majolika-Fliesen noch komplett erhalten sind und wunderschön aussehen. Aber: Hier dürfen die Kinder natürlich nicht draufrumhopsen!

Pizza gibt es immer mit Mozzarella

Entlang der Spaccanapoli, einer belebten Gasse mit vielen kleinen süßen Geschäften (tolle Trödelläden!), die Neapel – wie der Name sagt – spaltet, gehen wir weiter. Auch die Via Tribunali ist einen Abstecher wert. Und hier MUSS man eine Pizza essen. Die Neapolitaner essen sie übrigens als Calzone auf der Hand! Wir entscheiden uns aber doch für eine Pause im Sitzen. Und egal wo: Es schmeckt überall gut. Die Pizza hier ist übrigens immer weich und besteht eigentlich nur aus dem herrlichen italienischen Mozzarella und hat einen dicken Teigrand. Über den Duomo, der dem Schutzheiligen St. Gennaro, gelangen wir dann zurück zur Via Toledo, der Haupteinkaufsstraße Neapels, die direkt am Königspalast der Bourbonen endet. Wer einen Cappuccino für 5 Euro vermeiden will, kehrt hier an der Piazza del Plebiscito NICHT im Gran Caffè Gambrinus ein, sondern nebenan in der Cafébar. In Italien trinkt man den Espresso eigentlich an der Bar im Stehen! Zum Ausklang des Tages empfehlt sich ein leckeres Essen in Mergellina in der Nähe des Castel d’Ovo.

Tipp: Für Stadtführungen in Neapel – auch und besonders mit Kindern kann ich Daniela Ibello empfehlen. Ihre Kollegin Mimma hat uns Neapel von seiner echten Seite gezeigt! Einfach Daniela Ibello Neapel googeln…

Tag 10 – 14: Campen auf Ischia: Entspannung pur

Nach einem kleinen Essen entscheiden wir uns noch die 40 Minuten bis Pozzuoli zu fahren. Hier setzen die Fähren nach Ischia über (man braucht keine Reservierung im Vorhinein!) und an diesem Abend haben wir noch Glück: Wir können noch mit der Autofähre übersetzen. Es gibt verschiedene Anbieter, zum Beispiel Gestour oder medamar. Die Kosten für den Campervan mit 4 Personen liegen zwischen 60-80 Euro pro Fahrt. In der Abendsonne schippern wir vorbei an der Insel Procida in einer Stunde bis nach Ischia. Wunderschön und grün präsentiert sich die Vulkaninsel, die uns schon auf den ersten Blick wesentlich sympathischer ist, als die überfüllte Schwesterinsel Capri.

Ein Traum: Mit Blick aufs Meer aufwachen

Wir steuern nach unserer Google-Recherche den Campingplatz Mirage an, der an der berühmten Spiaggia Maronti liegt. Wir ergattern – da noch Nebensaison einen der wenigen begehrten Plätze in der ersten Reihe. Nun ist es dunkel, aber am nächsten Morgen wachen wir mit Meeresblick und Wellenrauschen direkt am Strand auf. Ein Traum! Die Kinder düsen mit dem Fahrrad den noch leeren Campingplatz auf und ab, buddeln am Strand und essen nachmittags Eis in der Strandbar. Nun relaxen wir von den aufregenden letzten Tagen und leisten uns ein paar Liegen mit Sonnenschirm. Auch das muss bei Camping mit Kindern mal drin sein.

Zum Glück ist der VW Camper so wendig

In den nächsten Tagen erkunden wir die Insel mit unserem roadsurfer Camper. Ein Glück haben wir kein großes Wohnmobil, denn damit könnten wir viele Straßen gar nicht fahren! Wir kurven uns in den kleinen feinen Urlaubsort St. Angelo, den wir von der Spiaggia Maronti sehen können, besuchen die Olympus Terme mit ihren herrlich warmen Thermalbecken, direkt neben unserem Campingplatz und machen einen Ausflug zum Castello Aragonese. Hier gibt es den Beachclub Giardino Eden, den wir auch mit Kindern nur empfehlen können.

Camping mit Kindern auf Ischia ist eine tolle Erfahrung und lohnt sich auch für einen längeren Campingurlaub. Wir werden definitiv wieder auf Ischia campen!

Nach 14 Tagen Camping mit Kindern mit dem roadsurfer geht es mit vielen tollen Camping-Erfahrungen am Golf von Neapel wieder Richtung Heimat. Schade, dass wir unseren VW Mietcamper wieder abgeben müssen! Wir haben ihn richtig liebgewonnen 😊.

JETZT ROADSURFER CAMPER MIETEN!

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