Unser erster Bulli-Campingtrip – ein Wochenende mit roadsurfer am Gardasee

Ein roadsurfer Erfahrungsbericht

4 unerfahrene Camper wagen ein langes Wochenende mit einem roadsurfer an den Gardasee.

Wir, 2 junge Eltern (ok, 33 Jahre alt) und unsere zwei Jungs (1 und 4), wollen es wissen: 4 Tage Gardasee, 4 Personen, 1 wunderschöner und toll ausgestatteter VW-Camper, 1 kleines Mini-Abenteuer…

BUS PACKEN. Es geht los!

Nach einem recht stressigen Arbeitstag hole ich den Bus im roadsurfer Office ab. Das klappt schon mal gut: Reibungslose, schnelle und unkomplizierte Übergabe mit kurzer Einführung in die Dach-Auf und Dach-Zu-Funktion und so manches mehr. Dann schnell zu uns nach Hause. Wir packen innerhalb von einer Stunde alles in den Bus, das geht schneller als gedacht. Und wir merken gleich: Allein der Kühlschrank ist für die Fahrt richtig praktisch. So kann die Milch für den Kaffee am nächsten Morgen und das Fläschchen für den Kleinen schon mit. Da wir den Bus als erste Mieter fahren dürfen, ist klar, wir werden Taufpate! Nun denn, wir waren nicht kreativ, also haben die Besitzer entschieden. Unser orangefarbener VW-Camper heißt Chris Cool. Chris Cool freut sich hoffentlich, genauso wie wir, auf eine spannende kurze Reise.

ANKOMMEN. Die erste Nacht.

Ankunft kurz nach Mitternacht. Der Campingplatz zwischen Bardolino und Lazise hat schon zu, keiner kann mehr rein… kein Kommentar zur Freundlichkeit des Campingplatzpersonals, aber gut. VW-Bus-Camping heißt halt auch:  Übernachten kannst du (fast) überall. In jedem Fall aber auf dem Parkplatz eines Campingplatzes. Innerhalb von wenigen Minuten ist der Bus vorbereitet. Dach auf, Kind 1 wird hochgelegt, Papa legt sich dazu. Kind 2 und die Mama liegen unten. Es ist ein kurze aber durchaus erholsame Nacht. Wir hätten nur bedenken sollen, dass es angenehmer ist, wenn der Bus auch wirklich gerade steht ;-). Mit dem Kopf nach unten macht’s nicht ganz so viel Spaß. Wissen wir dann schon für die nächste Nacht!

AUFWACHEN. Der erste Tag.

Der frühe Vogel… ist insbesondere beim Campen unterwegs. 7:00 Uhr morgens wachen wir auf, der Campingplatz ist offen und wir bekommen einen wunderbaren Platz direkt am See, inklusive Kinderspielplatz und Restaurant in Sichtweite. Geht es besser? Nein, denn das Coolste ist: Auf unseren Platz passen nebenan keine Wohnmobile, wir sind unter den Bäumen ganz für uns allein. Und wieder ist der T6-Camper ein cooler Begleiter, denn er ist nicht so groß, aber vom Stauraumplatz absolut ausreichend. Fährt sich eigentlich sowieso irgendwie wie ein Auto. Unser Tip: Kinderfahrrädchen und Kinderwagen auf den Fahrradträger schnallen, Klamotten in Kisten packen, dann kommt man gut dran. Und: So wenig wie möglich mitnehmen, dann muss man nicht immer hin und herräumen!

AUFBAUEN. Wir grooven uns ein.

Wir parken Chris Cool direkt am See, bauen unser Wurfzelt (sehr praktisch zum Verstauen) auf und werfen die Autokindersitze rein. Die brauchen wir nun erst einmal nicht mehr.  Die Markise wird ausgefahren (wenn man weiß wie es geht, ganz einfach!), der eingebaute Tisch (in der Tür des VW T6 – super gelöst) und die zwei Stühle in der Heckklappe sind wunderbar und werden sofort fürs Frühstück aufgebaut. (Tipp: Für die beiden Kinder am besten kleine Klappstühle mitnehmen, die sind im Campingbus nicht mit dabei). Die mit Tiermotiv standen in unserem Urlaub bei allen Kindern sehr hoch im Kurs! Danach machen wir uns erst einmal Rühreier in der Pfanne und einen frischen Kaffee mit dem Espressomaker. Die Espressokanne ist im Bus mit drin, den Kaffee haben wir mitgebracht, der Gasherd ist super fix! Ein guter Start!  Für die Jungs gibt es Joghurt und frische Semmeln. Was will man mehr. Der Blick einzigartig, der Bus wunderbar und wir sind stolz, die erste Nacht so gut geschafft zu haben. 

ABHÄNGEN. Der Urlaub geht los.

Nach einem tollen Tag am See mit einem Spaziergang nach Lazise, gefühlten 10 Stunden auf dem See-Spielplatz und leckerem Essen, bereiten wir uns auf die zweite Nacht vor. Wir sind etwas überrascht, wie schnell und gut sich die beiden Jungs schon angepasst haben. Der Große klettert schon von selbst nach oben, richtet sich seine Schlafhöhle ein, der Kleine wartet bis wir sein Bettchen wieder umlegen. 🙂  Die zweite Nacht klappt wieder gut und ist zum Glück etwas länger… Die frische Luft macht eben müde. 🙂 Dass der VW-Camper sich komplett abdunkeln lässt, trägt auch dazu bei, dass wir den Sonnenaufgang gemeinsam verschlafen. Dennoch auch hier: Richtig Ausschlafen gibt’s nicht, dafür aber einen Mittagsschlaf!

Am nächsten Tag mieten wir Fahrräder, fahren um den See, essen Pizza und Eis, gehen bummeln und besuchen sogar den Safaripark mit Chris Cool. Super, dass wir den Bus jederzeit schnell mitnehmen können. Dach rein, Markise rein und ab die Post! Chris-Cool ist im Handumdrehen fahrbereit und begleitet uns treu um den Gardasee (nur das Stromkabel lösen darf man nicht vergessen). Die Zeit im Bus ist eine intensive Familienzeit. Da kann kein Hotel mithalten.

Die anfänglichen Sorgen, ob uns ein Urlaub im Camper liegt, sind schnell verflogen und wir müssen einfach nur sagen: Mit einem super ausgestatteten Bus, viel Komfort, etwas Glück mit dem Wetter und der Bereitschaft, mal was Neues zu wagen,  wird man schnell zum Camping-Fan. Wir werden das Abenteuer auf jeden Fall wiederholen. Unsere 4 Tage waren auf jeden Fall die ideale Testphase.

Toll war’s, vielen Dank an Chris-Cool! Und so ganz nebenbei: Der Bus fällt richtig auf, wir waren immer wieder eine Attraktion. 🙂 Ausprobieren lohnt sich!

Euer Chris mit I., M. und B.

Von | 2018-10-04T10:09:52+00:00 06/2017|Camping Leben, Erfahrungsbericht, Sommerurlaub|0 Kommentare

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